Inside Cyberport: Smart-Home-Schulung

von Clemens Behrendt

· 5 min Lesezeit

Smart“ steht bekanntlich für clever, geschickt, elegant oder pfiffig. Das kennen wir vor allem durch Wortkombinationen wie Smartphone oder Smartwatch. Der kleine semantische Zusatz soll dabei auf funktionelle Erweiterungen gegenüber konventionellen Telefonen oder Uhren hinweisen. Sie sind vernetzter und bieten den Nutzern mehr Handlungsspielraum.

Beim Thema Smart Home ist es ähnlich. Einfache Geräte werden durch eine zusätzliche smarte Technik vernetzt, ihnen werden Regeln „beigebracht“ und selbst das Ansteuern von Außen ist möglich. Es ist also eine Art Heimautomatisierung, bei welcher die installierten Komponenten möglichst intelligent (re)agieren und sich auch aus der Ferne über Smartphone und Steuerzentrale bedienen lassen. Bisher hatte ich nur wenig Ahnung über diesen Bereich. Neulich aber konnte ich an einer hausinternen Schulung teilnehmen, bei welcher die Firma „devolo“ sich und ihr Smart Home-System vorstellte.

Smart Home vernetzt
Smart Home vernetzt

devolo zu Besuch bei Cyperport

Die Firma devolo ist ein Hersteller für Netzwerktechnik, hat ihren Firmensitz in Aachen und ihr Hauptgeschäftsfeld ist eigentlich die Datenübertragung über das hausinterne Stromnetz (dLAN). Das bedeutet, dass der Internetfluss nicht über WLAN, sondern eben aus der Steckdose gezogen werden kann. Smart Home bzw. devolos „Home Control“ ist ein neuer Zweig innerhalb des Unternehmens, durch welchen über ein vernetzteres Zuhause  „ganz einfach“ mehr Komfort und Sicherheit gewährleistet sein soll.

Um den Einstieg in die Welt des Smart Homes zu erleichtern, haben wir die Hersteller und ihre Produkte in verschiedene Schwierigkeitsgrade eingeteilt und unterscheiden dabei zwischen „für Einsteiger“, „für Ambitionierte“ und „für Profis“. Mit einer mittleren Komplexität, einem durchschnittlichen Zeitaufwand und aufgrund seiner intuitiven Bedienung fällt devolo in den zweiten Bereich.

Schulung für Ambitionierte

Weil Smart Home also nicht nur im Kommen, sondern auch relativ komplex ist, organisierte Cyberport zusammen mit devolo eine interne Schulung. Zusammen mit Produktmanagern und Mitarbeitern aus dem Vertrieb nahmen auch ich und ein Kollege aus der Redaktion daran teil. Insgesamt waren wir 10 Cyberporties und das Ziel war klar: Das eigene Wissen auffrischen, um Antworten auf gängige Fragen parat zu haben.

Um uns thematisch einzuführen, bereitete der Mitarbeiter von devolo eine Präsentation vor. Darin wurde nicht nur die Firmengeschichte kurz aufgegriffen, sondern natürlich auch das Sortiment und die produktspezifischen Alleinstellungsmerkmale. Um das Thema im wahrsten Sinne des Wortes noch greifbarer zu gestalten, lagen auch mitgebrachte Geräte zum Anfassen und Probieren aus. Diese lassen sich natürlich auch Cyberport.de finden.

Beispielszenarien

Erster Schwerpunkt: die devolo Home Control Zentrale. Diese im Router angeschlossene zentrale Steuerungseinheit koordiniert die einzelnen Bauteile untereinander, sodass eine möglichst reibungslose Kommunikation stattfindet. Sie ist quasi die Voraussetzung zur Nutzung der einzelnen Komponenten. Dass deren Installation tatsächlich intuitiv und schnell umsetzbar ist, wurde an den vorgeführten Beispielen deutlich. Nachdem die Geräte also in das System integriert waren, haben wir im Login-Bereich der devolo-Website bzw. innerhalb der App die ersten Wenn-Dann-Regeln eingestellt. Was mit den mitgebrachten devolo-Komponenten theoretisch möglich ist, möchte ich euch mit einigen Beispielen kurz beschreiben.

Bei Anfunken Licht und Wärme

Der Funkschalter von devolo sieht aus wie ein normaler Lichtschalter, ist jedoch überall platzierbar und benötigt, wie der Name schon vermuten lässt, keinen Kabelanschluss. Zusammen mit der Control Schalt- und Messsteckdose, welche zwischen eine normale Lampe und Stromquelle gesteckt wird, könnt ihr das Licht mit der entsprechend eingerichteten An-/Aus-Regel von jeder beliebigen Stelle des Hauses bedienen. Gleiches ist natürlich auch mit den Thermostaten von devolo möglich.

Der Messstecker kann aber unter anderem auch zwischen Steckdose und Waschmaschine installiert werden. Registriert die Messung beim Ende des Waschgangs einen Abfall des Stromverbrauchs, informiert euch das System bei Bedarf automatisch darüber.

Automatische Lichteinschaltung

Auch einen Bewegungsmelder hat das Unternehmen im Angebot. Nimmt euch das gut platzierte Gerät wahr, können sich beispielsweise Lampen ein- oder ausschalten, Thermostate automatisch aufdrehen oder die Musikanlage starten. Theoretisch ist es auch möglich, dass der integrierte Helligkeitssensor die Leuchtkraft einer beliebigen Lichtquelle überwacht und euch mit einer SMS informiert, wenn ihr eine neue Birne kaufen sollt. Auch mit dem Temperatursensor lassen sich viele Möglichkeiten realisieren.

Safety First

Da die Zentrale die Handynummer des Nutzers für SMS-Benachrichtigungen gespeichert hat, könnt ihr selbst festlegen, wann ihr eine Info erhalten wollt. Das finde ich besonders praktisch. Denn registriert der Tür- und Fensterkontakt zum Beispiel ein Öffnen, obwohl ihr auf Arbeit oder im Urlaub seid, kann auf einen eventuellen Einbruch schneller reagiert werden. Oder registriert der Rauchmelder eine entsprechende Rauchentwicklung, kann sich das System auch da autonom bei euch melden. Außerdem habt ihr online jederzeit die Möglichkeit, neue Regeln zu erstellen oder alte zu verändern. Auch aus dem Urlaub ist die stetige Überwachung also möglich.

Es gibt eine beinahe unendliche Palette an Möglichkeiten. Diese werden schon allein dadurch ausgebaut, dass eine Zentrale mehrere Hundert Module managen kann und die Z-Wave-Funktechnik auch Komponenten von anderen Unternehmen zulässt.

devolos Bewegungsmelder...
devolos Bewegungsmelder...
...Rauchmelder...
...Rauchmelder...
...Schalt- und Messsteckdose...
...Schalt- und Messsteckdose...
...Funkschalter...
...Funkschalter...
...Thermostat...
...Thermostat...
...und der Türen- und Fensterkontakt.
...und der Türen- und Fensterkontakt.

Baukasten für Große

Strom sparen, Sicherheit und Komfort: Smart Home bietet unzählige Erweiterungs- und Vernetzungspotentiale, mit denen das häusliche Leben bequemer eingerichtet werden kann. Mit dem Seminar habe ich das Baukastenprinzip im Ansatz kennengelernt und empfinde es als spannend, aufgrund der thematischen Fülle aber gleichzeitig auch noch etwas unüberschaubar. Ein Baukasten für Große, mit großen Fragen. Welche Konsequenzen hat zum Beispiel ein fremdes Eindringen in das heimische Netzwerk? Wie gut halten die Sicherheitsstandards stand? Natürlich wurde auch die Frage des Datenschutzes diskutiert.

Devolo hat während der Schulung auf die eigenen Datenschutzrichtlinien verwiesen, welche sich an den europäischen Datenschutzrichtlinien orientieren. Außerdem wurde versichert, dass sich devolos Server allesamt innerhalb der EU befinden und die darauf gespeicherten Daten innerhalb dieser Grenzen bleiben. Zudem ermöglichen die einzelnen Module eine automatische und sichere Verschlüsselung.

Wie ich in der Schulung erfuhr, sind die Smart Home-Produkte einsteigerfreundlich und vielseitig, lassen die Integration von Komponenten aus anderen Unternehmen zu und waren für mich durch die übersichtliche Handhabung gut verständlich. Letztlich aber muss jeder selbst über Kosten und Nutzen abwägen. Aufklärung, wie ich es heute versucht habe, ist hierfür der beste Anfang.

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