Begleitetes Fahren
…den Führerschein mit 17 machen.
„Die Altersgruppe der 18 bis 24-jährigen hat in Deutschland das mit Abstand höchste Unfallrisiko im Straßenverkehr. Einer der Gründe für die hohe Unfallbelastung ist mangelnde Erfahrung. Deshalb hat sich auch der Freistaat Sachsen für die Einführung des Modells „Begleitetes Fahren ab 17“ entschieden. Im Rahmen dieses Modellversuchs haben junge Fahranfängerinnen und Fahranfänger in den risikoreichsten ersten Monaten nach der Prüfung die Möglichkeit, im Beisein eines verkehrserfahrenen Begleiters über einen längeren Zeitraum praktische Erfahrung zu sammeln und Fahrroutine zu erwerben.“
Fahren mit 17, das ist ja in Sachsen schon ein kleines Weilchen legal – mit Führerschein. Wieso sollte man also dieses Modell nicht einfach an sich selbst testen?
Schon vor meinem 17. Geburtstag im Juni diesen Jahres entschied ich mich, diese Sommerferien endlich den Führerschein zu machen. Absolut planlos bin ich zur Fahrschule – jetzt steck ich mittendrin.
Auch wenn die Ausbildung bereits mit 16 1/2 Jahren möglich ist, hab ich erst mit Ferienbeginn angefangen. Der Feriencrash-Kurs Theorie kam mir da sehr gelegen. Für begleitetes Fahren muss man zusätzlich zum Führerscheinantrag noch eine oder mehrere Personen eintragen lassen, mit denen man dann später Auto fahren darf, so lange man noch keinen Karten-EU-Führerschein hat. Der Schock traf mich dann im Ordnungsamt, als ich plötzlich knapp 80 Euro für den Antrag blechen musste. Aber das war es dann auch schon mit Enttäuschung.
Die theoretischen Themen wurden in gut einer Woche durchgehandelt, die Prüfung kann jetzt kommen. Parallel dazu habe ich angefangen, praktisch zu fahren. Schon witzig, als so junger Jugendlicher im Mazda 3 zu sitzen ihn quer über den Pirnaischen Platz zu lenken, nach Nickern zu fahren, durch den Dresdentunnel zu donnern und – immer den Blick auf dem Tacho zu haben. Denn ich hätte nicht gedacht, dass ich dann bei der Fahrschule im Auto sitze und der Fahrlehrer dauernd sagt: „Blick zum Tacho, du fährst mitten in der Stadt 65!“. An dieser Stelle muss gesagt sein, dass ich mit meinem Fahrlehrer auch einen echten Glücksgriff gemacht habe und hoffe, mit 20 Übungsstunden, 12 Sonderfahrten und jeweils nur einer Prüfung bald meinen Prüfbescheid und später den richtigen Führerschein zu erhalten. Fertig sein will ich Mitte August.








