Tablets für Uni und Schule

von Jana

· 5 min Lesezeit

Immer mehr Menschen greifen zum Tablet. Bis zum Jahr 2019 werden sie in Deutschland angeblich von fast 40 Millionen Menschen genutzt. Ich kann das zunehmende Interesse voll und ganz nachvollziehen, denn auch ich habe in der Uni ständig einen kleinen Helfer dabei. Mit der Zeit bin ich vom Netbook auf ein Tablet umgestiegen, weil es einfach kleiner und leichter und damit bestens für unterwegs geeignet ist. Gleichzeitig bietet es mir so viel Power, dass ich auch mal mit aufwendigeren Programmen arbeiten kann. Da ich gerade durch meinen technikaffinen Freundeskreis schon einige Geräte testen konnte, möchte ich euch ein paar Ratschläge mit auf den Weg geben.

An erster Stelle steht klar die Frage nach dem Betriebssystem: Soll es lieber das für den mobilen Einsatz konzipierte Android sein oder braucht ihr eine Windows-Umgebung? Wenn ihr das für euch entschieden habt, ist der nächste Knackpunkt die Leistung des Tablets und euer Budget. Prinzipiell kann ich euch nur empfehlen, auf ein 10-Zoll-Gerät zu setzen. Bei allen Tablets, die kleiner sind, wird das Arbeiten sonst zum Gefriemel.

Günstig & Gut

Die meisten Studenten, die ich kenne, haben wenig Geld. Deshalb ist der Preis des Tablets ein außerordentlich wichtiges Kaufargument. Bietet es zusätzlich noch eine hohe Benutzerfreundlichkeit, ist die Entscheidung meistens schnell getroffen.

Das Jay-tech-Tablet kostet derzeit nur 79 Euro und hat schon bei einigen Usern für gute Stimmung gesorgt. Eine Freundin von mir nutzt es nicht nur regelmäßig in der Uni, sondern scrollt damit auch jeden Abend während des Fernsehens ihre Social-Media-Profile hoch und runter. Der Quad-Core-Prozessor (1,2 Gigahertz) und der 1-Gigabyte-Arbeitsspeicher lassen leider keine ressourcenhungrigen Arbeiten zu. Für den Preis aber erwartet das wahrscheinlich auch keiner. Surfen, Office oder einfache Spiele laufen aber flüssig und das Alu-Gehäuse macht außerdem einen robusten Eindruck.

Zum Arbeiten und für Online-Aktivitäten ist es also ganz praktisch. Weil ich mein Tablet aber häufiger zum Fotografieren nutze und viel Wert auf ein hochauflösendes Display lege, habe ich mich für ein etwas preisintensiveres Gerät entschieden.

Das schlanke Jay-tech Tablet
Das schlanke Jay-tech Tablet

Lenovo steht mir gut

Nie habe ich meine Entscheidung zum Kauf des Lenovo Tablet S8-50 bereut. Klar, es kostet mit 229 Euro 150 Euro mehr als das Jay-tech-Tablet. Aber es leistet schlicht auch bessere Dienste: Es hat einen stärkeren Prozessor (1,86 Gigabyte), einen doppelt so starken Arbeitsspeicher (2 Gigabyte), eine weit schärfere Auflösung und mit nur 300 Gramm ein wesentlich geringeres Gewicht. Außerdem sind ein GPS-Modul und nach meinem Geschmack gute Lautsprecher integriert.

Einen kleinen Nachteil habe ich allerdings gefunden. In der Uni und in Schulen stehen meistens Windows-Geräte, wodurch es mit einem Android-Tablet durchaus zu Kompatibilitätsproblemen kommen kann. Zum Beispiel dann, wenn ihr eine Präsentation halten müsst und die Uni-Rechner PowerPoint verlangen. Natürlich gibt es diverse Software, mit welcher auch auf Android-Geräten die notwendigen Dateiformate geöffnet und bearbeitet werden können. Eine unschöne Verschiebung der Inhalte lässt sich damit aber nicht ausschließen. Wollt ihr auf Nummer sicher gehen und scheut euch auch nicht vor den Kosten von 399 Euro, dann empfehle ich euch das Lenovo YOGA Tablet 2 mit Windows 8.1. Die Hardware ist durchaus mit jener des Lenovo Tablet S8-50 vergleichbar, bietet darüber hinaus aber ein größeres Display, eine wesentlich stärkere Akkuleistung und einen größeren internen Speicher (32 Gigabyte).

Lenovo Tablet S8-50
Lenovo Tablet S8-50
 Lenovo YOGA Tablet 2
Lenovo YOGA Tablet 2

Für High-End-Fantasien

Für jene unter euch, denen weder das Jay-tech noch das Lenovo S8-50 und auch nicht das Lenovo YOGA Tablet 2 genügen, steht nach oben alles offen. Das Surface Pro 3 beispielsweise schlägt die drei Vergleichstablets nicht nur im Preis von 1.539 Euro. Auch hinsichtlich der Prozessorleistung (bis zu 3,3 Gigahertz), des wesentlich stärkeren Arbeitsspeichers (8 Gigabyte) und des 256 Gigabyte großen internen Speichers lässt es die anderen Modelle weit hinter sich. Achja, und Windows 8.1 Pro ist auch drauf.

Ein wenig reizt mich das Surface und die starke Technik ja schon. Für mich und meine Bedürfnisse sind anderthalb tausend Euro allerdings zu viel. Ich habe mein Tablet ja zusätzlich zum Desktop-Rechner, um auch unterwegs mal eine PDF-Datei öffnen, kleine Games spielen oder surfen zu können. Die für mich und mein Studium wichtigen und hardwarelastigen Programme wie Photoshop sind in Bus und Bahn sowieso schlecht zu benutzen. Mein Tablet ist also eine mobile Erweiterung. Wofür braucht ihr es?

Microsoft Surface Pro 3
Microsoft Surface Pro 3

Welches Gerät darf’s denn sein?

Beim Tablet-Kauf ist es wie bei jedem anderen Produkt: Was letztlich in der Einkaufstasche landet, hängt ganz von den eigenen Präferenzen ab. Was will ich? Wozu werde ich das Tablet nutzen und benötige ich wirklich das stärkste Gerät?

Wer einfach nur lesen möchte und keine starke Hardware braucht, kann theoretisch auf ein Tablet verzichten und vielleicht mit einem E-Book-Reader glücklich werden. Mit einigen Hundert Euro erhaltet ihr aber auch schon ein Gerät, mit welchem der Uni-Alltag bereichert und von unterwegs gearbeitet werden kann. Und jene unter euch, die sich nicht zwischen einem Tablet und einem Notebook entscheiden wollen, sollten sich die 2in1-Geräte mal näher anschauen. Trennt das Display von der Tastatur und ihr seid damit so flexibel wie das Gerät an sich.

Ihr seht: Vor jedem Kauf steht eine gute Recherche. Vielleicht konnte ich euch ein paar Tipps mit auf den Weg geben. Wer noch immer auf der Suche ist kann übrigens auch unsere Tablet-Charts durchstöbern.

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