Australien: Sein Haus, Mein Auto und die Wäsche
Heute mit ersten Bildern!
Hallöchen Leute aus dem grauen kalten Deutschland – ha, ha! Bei uns scheint die Sonne und wir haben einen wunderschönen Ausblick auf den Strand. Ich wollte jetzt nicht, dass ihr neidisch werdet =). Zur Zeit wohnen wir bei Scot, den wir durch „Coachsurfing“ kennengelernt haben. Seine Wohnung ist einfach super: Die Küche mit den riesigen Fenstern, der alte Kühlschrank im 80er Stil, der „chillige“ Balkon mit den gemütlichen Strohstühlen und wie gesagt, die einmalige Aussicht auf das Meer – es ist die perfekte Wohnung für Lisa und mich!
Wenn wir in der Küche essen, dann können wir die Papageien vor uns in der Baumkrone beobachten. Lisa und ich haben von Ben erfahren, dass jeder, der hier in St. Kilda wohnt, entweder cool oder verrückt ist. Ich finde Scot ist ein bisschen was von beidem: Er ist total locker, entspannt und witzig. Am ersten Abend, als wir ihn kennengelernt haben, ist er mit uns durch drei Bars gezogen, um uns das Nachtleben zu zeigen. Am verrücktesten finde ich, dass wir hier wohnen dürfen, obwohl er für eine Woche auf Geschäftsreise ist.
Nach drei Wochen Melbourne mussten Lisa und ich das erste Mal unsere Kleidung in einer „Laundry“ waschen. Natürlich endete es mal wieder in einem erfolgreichen Desaster. Wir landeten mit zwei Müllbeuteln voller Wäsche, einem Rucksack, einer Ukulele und der Kamera nach 40 Minuten Tramfahrt endlich in einer Laundry. Mir ist aufgefallen, dass wir immer an den falschen Dingen sparen, denn wir nutzten nicht den Trockner für gerade mal 2 Dollar, sondern stopften die nasse Wäsche zurück in die Plastikbeutel. Anstatt die beiden Wäschebeutel erst nach Hause zu bringen, dachten wir uns: „Hey, lass uns erst in die Innenstadt fahren, dann können wir unser schweres Handgepäck in den Safe der State Library sperren, um dann in einem Internetkaffe die Bilder zu komprimieren!“
Gesagt – getan! Tja, wer hätte gedacht, dass wir Ewigkeiten brauchen werden, denn wir konnten nur jedes Bild einzeln in Paint bearbeiten. So vergingen die Stunden rasend schnell, bis mir auffiel…
Cassandra: „Wie viel Uhr haben wir eigentlich?“
Lisa: „18:20 Uhr.“
Cassandra: „Hat die Bücherei denn nicht schon geschlossen?!“
Lisa: „Oh NEIN, unsere Wäsche!!!“
Schnell rannten wir zurück zur „State Library“, doch natürlich standen Lisa und ich nur noch vor geschlossenen Türen. Es war also erst am nächsten Tag möglich die nasse Wäsche wieder zu holen. Mit verzweifelten Blicken überlegten wir uns, was noch im Safe eingesperrt wurde. Das ging dann ungefähr so:
„Oh nein die Wäsche und der Rucksack, die Ukulele und…DAS PIZZASTUECK!“ Ihr könnt euch bestimmt vorstellen, wie unsere Kleidung am nächsten Morgen gerochen hat: Modrig und nach Pizza Bologna! Nach einer längeren Beratung haben wir für die Zukunft nun doch beschlossen, dass wir die Treppen zur hauseigenen Waschmaschine nutzen und nicht mehr ans andere Ende Melbournes fahren werden. Zu guter Letzt haben wir dann doch den Trockner verwendet, wodurch unsere ganze Sparaktion vollkommen umsonst war.
Übrigens haben wir uns gestern ein Auto gekauft. Nach über drei Wochen Aufenthalt in Melbourne wurden wir endlich fündig. Spätestens am Mittwoch können wir in unserem Toyota Camry (Baujahr 1990) losdüsen – juhu! Lisa schreibt außerdem auch noch einen Artikel, der euch ein bisschen über den Autokauf informiert. Heute erscheinen auch die ersten Bilder zu unserer Reise (siehe Fotostream). Es hat sehr lange gedauert, eine Möglichkeit zu finden, um sie zu komprimieren, doch das lange warten hat sich gelohnt!
Vorerst muss ich G’bye sagen. Bis Bald!








