Raspberry Pi als Smart-Home Zentrale verwenden

von Martin Gaitzsch

· 2 min Lesezeit

Razberry-Galerie

Die Verwendungsmöglichkeiten für einen Raspberry Pi sind zugegebenermaßen recht vielfältig. Diese kleine Platine lässt sich dank vielfältiger Anschlüsse und Software z. B. als eigener Linux-PC, als Mediencenter oder zur verbesserten Kommunikation von Hund und Mensch einsetzen. Ein Thema, das uns – im Gegensatz zu den freundlichen Vierbeinern – jedoch alle betrifft, ist ein vernetztes und intelligentes Zuhause. Vor allem letztgenannter Funktion wegen ist mir das RaZberry-Z-Wave-Modul für den Raspberry Pi im Gedächtnis geblieben. Damit erhaltet ihr ein Smart-Home-Gadget, das per Tablet oder Smartphone gesteuert werden kann.

Was ist Smart Home?

Als „Smart Home„, gelegentlich auch „E-Home“ oder „Smart-Living“, wird die Vernetzung von Haushaltstechnik, Haushaltsgegenständen und Unterhaltungselektronik verstanden. Diese Bereiche werden per Fernsteuerung bedient. Erledigt wird dies sehr oft via Smartphone, das die Benutzer ohnehin meistens bei sich haben. Im Idealfall erfolgt außer einer automatischen Steuerung der Technik auch eine Optimierung des Energieverbrauchs.

Was kann damit gesteuert werden?

  • Beleuchtung
  • Heizung
  • Strom
  • Lüftung
  • Rollläden
  • Alarmanlagen
  • Speicherung und Wiedergabe von Audio- und Videoinhalten

Wofür steht Z-Wave?

Als drahtloser Standard für die Heimautomation ist Z-Wave bekannt geworden. Insgesamt mehr als 250 Hersteller beteiligen sich inzwischen weltweit an dieser Art von Technik für den Home-Control-Bereich. Z-Wave dient als Funkprotokoll-Standard, damit eine drahtlose und zentrale Steuerung der Haushaltselemente ermöglicht wird. Dabei entsteht durch die Nutzung von Z-Wave ein Netz der verschiedenen Steuerelemente. Diese werden dank des gemeinsamen Funkstandards miteinander verbunden, selbst wenn sie weit voneinander entfernt sind. Mit der Kombination aus Raspberry Pi und dem Z-Wave-Modul RaZberry erhaltet ihr eine Steuerungseinheit für eure Smart-Home-Komponenten. Im Vergleich zu anderen Kontroll-Stationen ist ein Raspberry Pi mit RaZberry Z-Wave eine sehr kostengünstige Lösung. Denn bei Cyberport bekommt ihr ein Raspberry Pi mitsamt RaZberry-Modul für 84, 90 Euro. Das Beste an dieser Kombination ist neben dem überschaubaren Preis die einfache Installation. Ihr müsst das Z-Wave-Modul nur an den vorgesehenen GPIO-Anschluss (General Purpose Input / Output) eures Raspberry Pi stecken.

Wie funktioniert RaZberry Z-Wave?

Im Bereich Home Control erhaltet ihr mit dem Z-Wave-Modul für den Raspberry Pi eine Z-Wave-Steuerungseinheit, die mit sämtlichen Z-Wave-Produkten, zum Beispiel einem Schaltelement für die Beleuchtung von Fibaro, einem Rauchmelder der Firma Everspring, oder einem Jalousiesteuereinsatz von Fibaro kompatibel ist. Die Z-Wave-Software bietet euch dank JSON (Java Script Object Notation) eine Demo-Benutzeroberfläche an, mit der ihr zunächst unabhängig von euren Programmierkenntnissen oder der jeweiligen Zugriffsoption per Browser, Tablet oder Smartphone die dahinterstehende Technik ausprobieren könnt. Versiertere Anwender können mit HTML-, CSS- oder JavaScript-Kenntnissen eine eigene Benutzeroberfläche gestalten. Im Kit des RaZberry befindet sich neben einer optimierten Z-Wave-Firmware auch eine Z-Wave-Lizenz. Damit seid ihr für Smart Home in euren vier Wänden gewappnet.

 

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