Neuerungen bei Google+

von melanie-rindke

· 3 min Lesezeit

Google erlaubt Pseudonyme, die Nutzung für Minderjährige und ändert die Nutzungsbedingungen
Google+ ist am 28.06.2011 an den Start gegangen. Damals waren Pseudonyme noch erlaubt. Für große Aufregung sorgte das Unternehmen dann als es Spitznamen in seinem neuen Netzwerk gänzlich verbot. Man hatte auch nicht lange gezögert, wer seinen Namen nicht innerhalb von einem Monat in einen Klarnamen umwandeln wollte, der wurde gelöscht. Mit diesem Schritt machte Google sich bei vielen unbeliebt, viele Accounts waren ohne Ankündigung komplett ausgelöscht worden. Dabei handelte es sich nicht nur um die Google+ Accounts sondern um jahrelang aufgebaute Google- Identitäten. Dies hatte zu massiver Kritik geführt.
Nun erlaubt Google in seinem sozialen Netzwerk wieder Spitznamen, allerdings unterliegt das „neue“ Feature einigen Richtlinien. Jeder kann in seinem Profil einen alternativen Namen hinterlegen, egal ob es sich um einen Spitznamen oder den Geburtsnamen handelt. Nimmt der Nutzer diese Änderung vor, betrifft dies jedoch nicht nur den Google+ Account sondern alle Google Dienste.

Spitznamen werden überprüft
Google erlaubt bei seiner neuen Funktion nur Spitznamen die wirklich etabliert sind. Diese wird das Unternehmen prüfen und bei Zweifel Informationen anfordern die nachweisen, dass es sich um einen soliden Spitznamen handelt. Sollte man seinen Klarnamen derweil aus dem Profil entfernen, ist dieses nicht mehr öffentlich aufrufbar.

Der Nutzen
Der Real Name wird bei der Angabe eines Spitznamens nicht versteckt. Es gibt keine Funktion die es zulässt den Spitznamen statt dem Klarnamen anzuzeigen. Daher ist die Funktion eigentlich wirklich nur sinnvoll für Menschen die geheiratet oder einen so etablierten Spitznamen haben, dass man diese eher unter dem Spitznamen statt dem Klarnamen suchen würde.

Spitznamen eintragen
Wer in seinem Profil einen Spitznamen angeben möchte kann dies unter „Profil bearbeiten“ > „weitere Optionen“. Dort kann der Nutzer seinen gewünschten Namen eingeben und entscheiden ob dieser zwischen dem Vor- und Nachnamen oder hinter dem gesamten Namen angezeigt werden soll. Nach der Prüfung wird der zusätzliche Spitzname dann im Profil selbst sowie in den Hover- Boxen, die angezeigt werden wenn man über den Namen fährt, angezeigt.

Nutzung für Teenager
Immer mehr Jugendliche bewegen sich im Netz. Aus diesem Grund wird die Aufklärung in diesem Gebiet immer wichtiger. Google setzt hiermit einen wichtigen Meilenstein. Um Google+ nutzen zu dürfen, musste man bisher mindestens 18 Jahre alt sein. Nun erlaubt Google die Nutzung für Jugendliche (ab 13 Jahren), allerdings in angepasster Form. Neu ist hierbei das Google+ Sicherheitscenter, welches Informationen zur Online- Sicherheit für Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte zur Verfügung stellt. Das Safety Center klärt über mögliche Risiken und Gefahren auf. Außerdem erhalten Jugendliche automatisch einen Account mit einigen Schutzfunktionen. Dieser warnt bei der Veröffentlichung von Inhalten, sofern der Jugendliche den Inhalt nicht nur in seinen Kreisen teilen möchte und Hangouts werden automatisch geschlossen sollte ein Nutzer den Videochat betreten der sich nicht in den Kreisen des Jugendlichen befindet.

Neue Datenschutzbestimmungen
Der ein oder andere wird es sicher mitbekommen haben: Google hat an seinen Datenschutzbestimmungen getüftelt. Aktuell wird man, sofern man sich in Googles Diensten aufhält, an jeder Ecke darauf hingewiesen. Ab und zu erscheint ein Pop- Up oder man erhält eine Mail mit den Neuerungen. Rund 60 verschiedene Datenschutzbestimmungen und AGB für die verschiedenen Dienste sollen ab März komplett zusammengeführt werden. So soll es übersichtlicher und verständlicher für die Nutzer werden. Ziel ist es natürlich, wie immer, die Ergebnisse der Suchmaschine zu verbessern. Zukünftig möchte Google eine Beziehung zu uns und unseren Suchabfragen erstellen, sodass die Suchmaschine weiß was wir meinen wenn wir mehrdeutige Begriffe wie Pink (die Sängerin oder die Farbe) oder Schloss (das Bauwerk oder die Schließanlage) eingeben. Dienste des Anbieters werden in Zukunft noch mehr verknüpft, wodurch neue Möglichkeiten entstehen sollen. Dabei verspricht Google einen transparenten Umgang mit den Daten. Google benötigt für jeden Schritt eine Einverständniserklärung des Nutzers. Daten werden auch nicht verkauft oder misshandelt und die stark kritisierte personalisierte Werbung soll sich abschalten lassen. Die Änderungen gelten für jeden der Google Dienste.

Übrigens, falls ihr Cyberport noch nicht eingekreist habt, könnt ihr das hier tun: Google+ Seite von Cyberport

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