Mit Deseat.me löscht ihr eure Accounts schnell & unkompliziert

von Elsa Philipp

· 3 min Lesezeit

Facebook, Twitter, Google, Cyberport – für die meisten Web-Dienste benötigen wir einen Account. Das macht durchaus Sinn, jedoch ist es leicht, hierbei den Überblick zu verlieren, besonders wenn man bestimmte Dienste gar nicht mehr nutzt. Somit wissen wir häufig gar nicht mehr, auf welchen Webseiten wir registriert sind und selbst wenn uns ein monatlicher Newsletter daran erinnert, reicht das doch meist nicht aus, um den Account endgültig zu löschen.

Ein cleverer Dienst aus Schweden will hierbei helfen. Deseat.me bietet euch basierend auf eurer E-Mail-Adresse eine Übersicht über eure Accounts mit der Möglichkeit, diese gleich zu löschen. Das klingt gut und genau deshalb habe mir das Ganze mal genauer angeschaut.

Fühlt ihr euch auch manchmal verloren im Account-Dschungel?
Fühlt ihr euch auch manchmal verloren im Account-Dschungel?

Löschen oder behalten?

Deseat.me findet ihr in keinem App-Store, sondern ihr ruft diesen Dienst über seine Webseite auf – so müsst ihr also nichts downloaden, sondern könnt direkt starten.

Zunächst verbindet ihr deseat.me mit euren Outlook- oder Google-Konto und erteilt dem Dienst Zugriff auf Mail-Adresse, Identität, E-Mails sowie Einstellungen. Das klingt erst mal unheimlich, deseat.me nutzt aber das OAuth-2.0-Protokoll und bekommt damit keinen Zugriff auf eure Login-Daten, sondern bezieht seine Informationen ausschließlich über eure E-Mails.

Einmal verbunden erstellt euch deseat.me eine Liste mit allen Plattformen, auf denen ihr einen Account habt. Meine Liste beinhaltete 112 Einträge und das war definitiv mehr als ich erwartet habe.

Nun ist es eure Aufgabe, herauszufiltern, welche Dienste ihr nutzen oder behalten wollt und auf welchen Webseiten ihr euren Account löschen möchtet. Hierzu findet ihr hinter jedem Eintrag einen „Save“- und „Delete“-Button und mit einem Klick fügt ihr den Eintrag der entsprechenden Liste hinzu. Sollte ein Eintrag nicht mit einem Account verknüpft sein, klickt ihr auf das Warndreieck und schon ist keine weitere Aktion mehr nötig.

Anmeldung via Google oder Outlook
Anmeldung via Google oder Outlook
Zugriffsberechtigungen erlauben
Zugriffsberechtigungen erlauben
Liste mit euren Accounts inklusive Handlungsanweisung
Liste mit euren Accounts inklusive Handlungsanweisung

Löschen auf Umwegen

Habt ihr alle Einträge abgearbeitet, könnt ihr nun eure Aufmerksamkeit der Löschen-Liste widmen. Hier findet ihr einen weiteren „Delete“-Button, über den ihr aber nicht direkt euren Account löschen könnt. Stattdessen landet ihr entweder auf der Start- oder der How-To-Seite des jeweiligen Dienstes oder, wie im Fall von Apple, auf dem externen Dienst WikiHow.

Das kann für einige User durchaus hilfreich sein, doch letztendlich wäre es für mich bequemer, würde mich deseat.me einfach direkt zur Startseite der jeweiligen Plattformen leiten, sodass ich mich ohne Umweg einloggen kann.

Zudem bietet deseat.me offenbar nur für die bekanntesten und am häufig genutzten Plattformen einen direkten Link, für alle anderen müsst ihr die entsprechende URL selbst eintippen. Habt ihr euren Account gelöscht, markiert ihr den entsprechenden deseat.me-Eintrag als „Done“ und arbeitet auf diese Weise einfach alles ab, bis eure Liste leer ist.

Liste mit den zu löschenden Accounts
Liste mit den zu löschenden Accounts
Weiterleitung zur entsprechenden Webseite
Weiterleitung zur entsprechenden Webseite

Guter Dienst mit Einschränkungen

Dir Grundidee von deseat.me ist definitiv brillant, da es euch einen zentralen Ort bietet, an dem ihr Überblick über all eure Accounts habt und diese auch sofort löschen könnt. Allerdings fehlen hier leider oftmals Direktlinks, die das eigentliche Löschen der Accounts einfacher gestalten würden. So klickt ihr euch durch den Einstellungs-Dschungel der jeweiligen Webseiten, was natürlich auch dementsprechend Zeit in Anspruch nimmt.

Darüber hinaus agiert deseat.me nur mit Outlook und Google, sodass die Accounts, die ihr über andere E-Mail-Dienste registriert habt, nicht mit aufgelistet werden.

Solltet ihr jedoch hauptsächlich mit Google- oder Outlook-E-Mails arbeiten und möchtet mal sehen, auf welchen Seite ihr Accounts besitzt, um diese gegebenenfalls zu löschen, kann ich deseat.me definitiv empfehlen.

 

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