Kleiner Rundgang durchs Stuttgarter Kunstmuseum
Die Einsamkeit der Zeichen und der Redakteure
Während unseres Aufenthaltes in Stuttgart respektive nach der Kontrolle dem Besuch des HP-Promotion-Standes im Stuttgarter Hauptbahnhof begaben wir uns – Schöngeister, die wir nun mal sind – zu einer kleinen Stippvisite (Die, harhar, Erklärung dieses Wortes erfolgt am Ende des Artikels.) ins Stuttgarter Kunstmuseum am Kleinen Schlossplatz. Dort ist derzeit u.a. die in der Tat äußerst beeindruckende Sonderausstellung „Piktogramme – Die Einsamkeit der Zeichen“ zu bewundern: Auf fünf Ebenen sind über 40 Künstler mit gut 350 Exponaten in einem „umfassenden Überblick über das 20. bis 21. Jahrhundert zum Thema Universalsprache innerhalb der Kunst mit ihren Arbeiten vertreten. Dabei zeigt die in sechs Kategorien unterteilte Ausstellung neben weltweit üblichen Symbolen wie durchgestrichenen Fahrrädern oder Ampelmännchen auch Strichmännchen, zahlreiche Zitate auf den Dürer-Hasen, die negative Wandlung der Swastika zum Hakenkreuz und ganz abstrakte Formen. Zu sehen sind Malerei, Zeichnungen, Skulpturen, Fotografie und Videokunst“ (Quelle). – Leider haben wir uns, stets gedankenschwanger, nur die wenigsten Künstler und Werktitel merken können, weshalb wir nun etwas improvisieren müssen:
Diese Fragezeichen-Punkte-Installation aus Plüsch versinnbildlicht die Hilflosigkeit netzaffiner Blog-Redakteure angesichts modern-elitären Kunstschaffens.

Geld regiert die Welt. Globalisiert wird überall. Öl-, Auto- und Beton-Magnaten essen Kaviar.

Braunes Pack missbraucht Jahrtausende altes Kulturgut. Nazis haben den IQ von 18 Metern Feldweg.

Vier Briketts an der Wand. Rohstoffmangel. Kunst kann so schön sein. Faszinierend.

Die Bildergeschichte wandwärts interessiert den Herrn Redakteur nicht. Die Flimmerkiste ist wichtiger. Banause.

Strichmännchen hilflos, Strichfrauchen krank. Migräne?

Die Liebe, der Tod, jeder Strich denkt für sich: Dies ew’ge Gebot beschäftigt auch mich.

Lars Arrhenius’ sehenswerte Animation „The Street“ glänzt mit minimalistisch-ironischer Beobachtung eines großstädtischen Tagesablaufs.

Blick aus der fünften Etage des Kunstmuseums, u.a. auf die Concordia-Jubiläumssäule (links im Bild), die kurz vor unserem Museumsbesuch von einem Grüppchen Heftigstpubertierender im Aggro-Style für Turnübungen zweckentfremdet wurde. Die von aufmerksamen Schwaben herbeigerufene Polizei verhängte Platzverweise.

Auch Großvater stiftete Teile seiner Vergangenheit.

Das zum Monument gewordene Nike-Logo stammt nicht aus China.

Das neue Cyberport.24-Studio mit den vorinstallierten Ruhekäfigen für die Redakteure. Extravaganz pur.

Die Büro-Bar der CyberBloc-Redaktion. Alkohol ist keine Lösung.

Unmittelbar nach einem Cyberport.24-Vorstellungsgespräch. Der Praktikant in spe wurde abgelehnt.

Ein Teppich, und zwar aus einem speziellen Gewürz. Hier zu sehen kurz nach seiner einem Ausrutscher von Kollega Kaulfuß geschuldeten Reinstallation.

Nein, keine Kunst. Nur der jalousienverhangene Blick auf den gegenüberliegenden, stadiongroßen Saturn-Markt.
Und, wie eingangs angekündigt: „Stippvisite“? Was, bitteschön, bedeutet eigentlich „Stippvisite“? – MS Word schlägt, ich hau mich weg, Folgendes vor:








