ISO, Dynamik & Fokus: Die Top-Features der Sony Alpha 7 III
Sensorgröße, Megapixel, Messmethode, Fokusbereich, ISO-Empfindlichkeit, Blick fürs Motiv – ein gelungenes digitales Foto kann von äußerst vielen, im engeren oder weiteren Sinne technischen Aspekten abhängen. Während auch die beste Kamera beim Blick fürs Motiv nicht helfen kann, so nehmen euch aktuelle Cams aber bei den technischen Hintergründen jede Menge Arbeit ab. Bestes Beispiel: die Sony Alpha 7 III, die mit zahlreichen Überarbeitungen an nahezu allen Ecken und Enden optimale Voraussetzungen für die Motivjagd mitbringt. Drei dieser Aspekte möchte ich kurz beleuchten und euch aufzeigen, was diese Features bringen.
Ein Sensor voller Fokusmessfelder
Was war ich seinerzeit stolz auf meine Nikon D40x mit ihren drei Autofokus-Messfeldern, die ich noch dazu manuell ansteuern konnte. Angesichts moderner Entwicklungen zweifle ich allerdings ernsthaft an meinem damaligen Urteilsvermögen. Das führt mir auch die Sony Alpha 7 III deutlich vor Augen: Über 93 Prozent des Bildbereiches verteilt warten 693 Phasendetektions- und 425 Kontrastdetektions-Autofokuspunkte auf ihren Einsatz. Was heißt das für die Praxis?
Von nahezu ganz links oben bis annähernd ganz rechts unten erstreckt sich ein dichtes und feingliedriges Netz aus Messfeldern, das entsprechend meiner Vorgaben oder auch ganz automatisch das Motiv analysiert und auf den gewünschten Punkt scharfstellt. Der Fokuspunkt kann dabei eben nicht nur irgendwo in der Mitte des Bildes oder in einem begrenzten Bereich drumherum liegen.
Bewegt sich das Motiv – ein Tier, ein schnelles Auto, ein Flugzeug – von der einen Sensorecke zur gegenüberliegenden, schafft es der Autofokus der Alpha 7 III, schnell und verlässlich auf den bewegten Motivteil scharf zu stellen und ihm punktgenau bei seiner Bewegung zu folgen. 4D Focus nennt Sony diese Technologie, weil die DSLM das Objekt nicht nur im Raum, sondern auch in der Zeit verfolgt. Jetzt muss ich nur noch den Auslöser drücken und erhalte ein knackscharfes Foto.
Licht oder Schatten? Eine Frage der Dynamik
Jeder, der schon einmal an einem sonnigen Tag versucht hat, eine hell erleuchtete Umgebung gleichzeitig mit schattigen Bereichen abzulichten, dürfte gemerkt haben, wie schwer es sein kann, in allen Bildbereichen genügend Details zu erhalten. Natürlich kann man mit Photoshop nachträglich die Tiefen und Lichter anpassen oder das Bild auf HDR-Effekte trimmen. Gute Kameras schaffen aber auch von vornherein eine gute Detailzeichnung in allen Bereichen. Die Sony Alpha 7 III geht hier mit gutem Beispiel, sprich hohem Dynamikumfang, voran.
Gemessen wird dieser Umfang gemeinhin in Blendenstufen und je mehr Blendenstufen eine Kamera schafft, desto größer ist der Dynamikumfang und desto mehr Details werden bei einer Aufnahme in den schattigen oder besonders hellen Bereichen erhalten. Während meine Nikon D7000 einen Dynamikumfang von 9,3 Blendenstufen meistert, sind es bei der Sony Alpha 7 III bis zu 15. In der Praxis kann ich so getrost Verschlusszeiten und Blende so einstellen, dass die hellen Bereiche mit ordentlichen Details dargestellt werden, während die Sony Alpha dafür sorgt, dass auch die Bildelemente im Schatten noch mit beachtlich vielen Inhalten auf den Sensor gebannt werden. Der optimierte CMOS-Vollformatsensor sorgt zudem dafür, dass die Abstufungen von Schatten zu Licht besonders fließend ausfallen. Damit lassen sich auch die späteren Tiefen-/Lichter-Optimierungen minimieren und Bilder sehen von Anfang an deutlich detailreicher und spannender aus.
Keine Angst vor hoher ISO
Bildrauschen kann ein Stilmittel sein, solange neben dem Rauschen auch noch etwas vom Bild übrig bleibt. Ich persönlich empfand zu hohe ISO-Werte allerdings immer als Hemmschwelle, weil bei meiner Nikon D7000 eben schon ab ISO 800 die Brauchbarkeit der Bilder deutlich nachließ. Der Sony Alpha 7 III merkt man an, dass sie all dem Generationen voraus ist.
Schon die Werte auf dem Papier sprechen eine deutliche Sprache: Die Sony-DSLM deckt einen Bereich von ISO 100 bis 51.200 ab, der nach unten bis ISO 50 und nach oben bis ISO 204.800 erweiterbar ist. Das bringt natürlich alles wenig, wenn das Bildrauschen schon bei niedriger ISO zu sehr auffällt. Davon ist bei der Alpha 7 III sehr lange keine Spur. Genau genommen sind die meisten Bilder bis mindestens ISO 12.800 noch sehr überzeugend und warten mit einem annehmbaren Luminanzrauschen auf.
In der Praxis habt ihr damit jede Menge Flexibilität bei Aufnahmen mit wenig Licht. Auf Konzerten, in Bars oder bei Dämmerung könnt ihr die ISO getrost ein ganzes Stück weiter hochschrauben und die Verschlusszeit entsprechend kurz halten: Die Sony schafft stimmungsvolle, scharfe und detailreiche Bilder.
Schneller Fokus + hohe Dynamik + wenig Rauschen = gelungene Bilder
Wer nicht nur bei strahlendem Sonnenschein und optimalen Bedingungen auf Schnappschussjagd geht, braucht eine Kamera, die mit schwierigen Bedingungen mithalten kann. Am Horizont kündigt sich ein Biker an, der gleich mit 120 km/h an dir vorbeirauschen wird? Dann halte einfach mit der Sony Alpha 7 III drauf, ziehe die Kamera mit und den Rest erledigt der hochpräzise Autofokus. Bild gelungen. Beim Mittelalter-Spektakel schwingt ein authentischer Schmied in einer dunklen Ecke seinen wuchtigen Hammer? Dann wählst du an der Alpha 7 eine passend-kurze Verschlusszeit und stellst die ISO ein paar Tausender hoch. Das Ergebnis wird dennoch überzeugen. Und dank besonders hohem Dynamikumfang musst du dir auch nur begrenzt Gedanken um Licht und Schatten machen. So muss eine DSLM sein.
















