Hansestadt Stralsund
…das Venedig des Nordens
Historisch geht es dieses Wochenende in Stralsund zu: Wie jedes Jahr feiern die Stralsunder den erfolgreichen Widerstand gegen die Belagerung der kaiserlichen Truppen unter der Führung Wallensteins im Jahr 1628. Und an diesen Wallensteintagen ist einiges geboten, so z. B. verschiedene Landsknechtlager, in denen die mutigen Soldaten ihre Waffen und Kampfkünste präsentieren, viel buntes Markttreiben, bei dem die Händler und Handwerker ihre Waren feil bieten, Gaukler und Magier, Spielleute mit Tanz und Gesang, ein Feuerwerk und nicht zu vergessen der Pestzug durch die Stadt. Nähere Infos gibt es hier.
Aber auch während dem Rest des Jahres hat die Weltkulturerbestadt viel zu bieten!
Immerhin 5 m über dem Meeresspiegel liegt das „Venedig des Nordens“. Im äußersten Nordosten von Mecklenburg-Vorpommern, am Strelasund, liegt die mit den witzigen Daten 1234 gegründete Stadt.
In der Stadt, die größtenteils schön hergerichtet wurde, dominiert zwar das leuchtende Backsteinrot, aber auch andere historische Baustile sind ohne weiteres zu entdecken; und 2002 wurde Stralsund auch wegen der vielfältigen mittelalterlichen Backsteingotik, die sich überall finden lässt, von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Der Hafen mit Blick auf den Rügendamm ist wirklich schön, auch die Speicher, Kanäle und die allgemeine Betriebsamkeit am Hafen sind einen Besuch wert. (Ganz zu schweigen von den leckeren Fischbrötchen…)
Mit ein bisschen Fantasie kann man das Flair vergangener Tage in Stralsund wiederaufleben lassen: Stralsund vermittelt mit seinen engen Gässchen und alten Häusern einen Eindruck der einstigen Seefahrt. Im Mittelalter lagen hier die Koggen der Kaufleute und Händler. Heute geht es nicht mehr ganz so zu: Kutter und Barkassen, Segelschiffe und schicke Yachten sind im Stadthafen zu finden.
Stralsund hat drei größere Kirchen die auch einiges an Sehenswürdigkeiten bieten – St. Nikolai, St. Jakobi und St. Marien.

Nicht nur bei schlechtem Wetter ist das Meeresmuseum auf jeden Fall einen Besuch wert! Für Kinder ist das Museum spielerisch aufgebaut, und auch ich hatte meinen Spaß. Es ist in einem alten Kloster untergebracht und das Gebäude wurde vorher wieder hergerichtet – im Chor der Katharinenhalle gibt es dann auch etwas in größeren Dimensionen zu sehen: ein 15 m langes und 1.000 kg schweres Finnwalskelett. 1825 strandete das Tier vor Rügen. Sehr imposant, darunter zu laufen und sich vorzustellen, dass das ein Tier ist, das es noch gibt…








