Greetings from Milano
Hallo,
diesmal melde ich mich aus der Metropole des Nordens, Mailand. Diese
Stadt ist ja bekannt für seine Mode, Design, Wirtschaft und Medien.
Mit ca.1,3 mio. Einwohnern ist sie ein beachtliches Stück größer als
Dresden :) Wer mehr über Milanos erfahren mag, schaut einfach bei
Wikipeda nach, dort gibt es einen lesenswereten Artikel.
Am Samstag früh, gegen 11 Uhr, ging es los mit dem Auto nach Milano. Am
Wochenende ist zum Glück kein Stau in die Stadt reinzu, die Pendler
fehlen. Dafür ist aus der Stadt raus der Stau um so größer, viele
Mailänder verbringen ihr Wochenende lieber im Grünen als in der Stadt.
Mit dem Auto durch die Innenstadt zu fahren ist nicht wirklich schön,
deshalb ließen wir das Auto etwas außerhalb stehen und fuhren mit der
U-Bahn in’s Zentrum um dort Antonios Freunde, waschechte Mailänder, zu
treffen.
Zuerst besichtigten wir die Gallerie Vittorio Emanuele, direkt neben
dem Dom. Das ist eine der noblem Einkaufsmeilen der Stadt, hier gibt es
Restaurants wo man problemlos einen Kaffee für 10 Euronen bekommen kann.
Wer’s etwas preiswerter mag kann auch direkt daneben zu MacDoof oder
Würgerking gehen, praktisch alle internationalen Fastfoodketten sind
auch hier vertreten. Schon früher, zu Ihren Erbauungszeiten war dies
ein wichtiger Handelsplatz, direkt am Dom gelegen. Wer Mailand bescuchte
und etwas benötigte war hier schon immer richtig. In der Gallerie ist
ein auf dem Boden befindlicher Löwe, es geht der Glaube um, dass wer
drei volle Umdrehungen auf seiner Hacke auf dem Kopf des Löwen schafft,
wieder Glück beim Handeln bei seinem nächsten Besuch hat. Derzeit
erfreut es aber mehr die Besucher der Stadt die sich einen Heidenspaß
draus mache auf dem Kopf des armen Löwen :)
Die Toristeninformation welche sich direkt neben dem Dom befindet wurde
in den 1940 vom Mussolini, damals aber nicht als Information, errichtet.
Daher stammt auch der an der Fassade befindliche Spruch“ Everithing is
going to be alright“.
Nach einem kurzen Lunch ging es weiter in den Mailänder Dom.
Richtigerweise ist am Eingang Taschenkontrolle und ein Verbot diesen mit
kurzen Hosen und anderer unangemessener Kleidung zu betreten.
Schließlich ist der Dom, neben der Kirche Santa Maria delle Grazie (in
der sich das Gemälde „Das Abendmahl“ befindet) der heiligste Ort der
Stadt. Da für den Dom eine Menge Steine aus den benachbarten Gebirgen
benötigt wurden, wurde für ihren Bau extra ein Kanal direkt aus den
Gebirgen bis vor den Bauplatz des Domes gebaut. Dieser Kanal wurde aber
in Folge von Stadtumbaumaßnahmen in 20. Jahrhundert zurückgebaut, er ist
jedoch noch in Teilen Mailands erhalten.
Der Dom selbst ist einer der größten der Welt und bietet Platz für bis
zu 40.000 Menschen zur Messe. Er wurde ende des 14. Jahrhundert begonnen
und Mitte des 19. Jahrhundert erst komplett vollendet. Der Baustil ist
Gothisch und damit eine große Ausnahme in Italien. Im Dom sind mehrere
Kardinäle des 16. Jahrhundert beerdigt. Die riesigen Glasfenster sind
faszinierend, sie reichen bis fast unter die Decke. Die Fassade des Doms
wird derzeit gesäubert, deshalb gibt’s Bilder von Außen nur mit Gerüst.
Weiter ging es durch kleine Gassen zum Kanal des Domes. Unterwegs
standen viele Statuen, unter anderem Leonardo da Vincis und Alesandro
Manzonis. Alesandro Manzoni war eine bedeutende Persönlichkeit im Kampf
der Unabhängigkeit Italiens gegenüber Österreichs.
Wir passierten ein altes Stadttor (Porto Vercellina) des inneren
Befestigungsringes des alten Mailands und hatten einen kleinen Stopp auf
einer der Brücken über den Mailänder Kanal. Auch das berühmte Mailänder
Theater la Scala lag auf unserem Weg.
Danach ging es weiter richtung Castello Sforzesco. Das Adelsgeschlecht
der Sforza war ab 1450 die vorherschende Familie in Mailand und ließen
sich dieses Schloß bauen. Es beherbergt viele Museen, unter anderen auch
über da Vinci, die wir aus Zeitgründen jedoch nicht besichtigen konnten.
Der angrenzende Schloßpark ist ebendfalls öffentlich zugänglich und ein
beliebter Treffpunkt und Aufenthaltsplatz für Jung und Alt.
Damit war der erste Aufenthalt nach knapp 6 Stunden und ca 20 km zu Fuß
beendet, leider viel zu kurz. Zurück ging es mit dem Zug nach Gavirate.
Mailand werde ich nochmal besuchen, dann aber mit mehr Zeit.
Nächstes Wochenende steht Varese auf dem Plan, eine Universitätstadt
nahe meiner Residenz. Zwischen den Wochenenden steht aber immer noch
eine erfolgreiche Arbeitswoche :)
Bilder des Mailandtrips gibt es unter
http://www.htw-dresden.de/~s50514/img/Italy/
Ciao Henne








