Dresden: Let it snow…
Schneegestöber in der sächsischen Heimat
Der heutige Blick über Dresden aus dem Badfenster meiner Maisonette (siehe Bild) offenbarte die ganze Wahrheit. Der Sommer existiert nur noch in schwachen Erinnerungen, der Herbst hatte ein kurzes Gastspiel, doch der Winter steht vor der Tür und hüllt die Elbflorenz in einem weißen Zauber. Erlebten ein solches Naturschauspiel dieser Tage bisher nur die äußeren Außenposten im Erzgebirge, hat es nun mit voller Härte auch die sächsische Landeshauptstadt erwischt. Doch so schön der Schneefall auch anzuschauen ist, er garantiert ebenso alljährlich einige Unbequemlichkeiten mit denen auch ich heute wiederum Bekanntschaft machte.
Woran erkennt man – bzw. ich – dass der Winter Einzug hält? Es ist nicht unmittelbar der Schnee, sondern vielmehr die eine oder andere Begleiterscheinung. So war es nur eine Frage von Minuten, dass mein Knie auf dem täglichen Arbeitswege in einem Anflug von Übermut den nassen Boden küsste. Ja es ist Winter! Der Schneematsch überzieht die Straßen wie ein schwarzer Film entlang der Meeresküste, nachdem ein ach so sicherer Öltanker ein kleines Kollisionsproblem hatte. Ja es ist Winter! Indes auch schöne Seiten kann man diesem Zustand abgewinnen, so ist es ein leichtes sich und seine Umwelt in die richtige Stimmung zu versetzen.
Zu meinen Zeiten als Produktmanager bei Cyberport, teilte ich mir die Räumlichkeiten mit den restlichen Kollegen. Es war mir eine wahre Freude, die tapferen Mitstreiter beim ersten Flockenfall mit gefühlten zehn Versionen von „Let it snow“ zu verwöhnen. Gänzlich befremdlich währenddem war die Reaktion im Raum. Laut tat man mir kund, doch bitte diese Ruhestörung abzustellen. Heute sitze ich in meinem Büro allein und es erklingt leise ein wohlbekanntes Liedchen. Ja es ist Winter!
Beim Bäcker gegenüber liegt bereits der Dresdner Christstollen in der Auslage, bereit mit einem schmackhaften Tässchen Bohnenkaffee verzerrt zu werden. Im Dresdner cyberportSTORE mehren sich die von Matsch getränkten Fußabdrücke – Papa braucht noch einen neuen Plasma-Fernseher, die Mutti sucht nach einem praktischen Epiliergerät, denn auch im Winter mag ein Damenfell zwar wärmen doch noch immer nicht entzücken. Ja es ist Winter – noch 69 Tage bis Weihnachten, zünden wir voller Freude heute das erste Lichtlein an, der Glühwein wartet schon!








