Digital Outfit der Woche: Spider Dress 2.0
Während Wearables in unserem Alltag mittlerweile durchaus angekommen sind, ist Smart Clothing noch immer etwas Außergewöhnliches. Und das wird wohl auch in nächster Zeit so bleiben.
Diese Annahme ist vielleicht gewagt, aber nicht ganz abwegig, wenn man sich das exzentrisch anmutende Spider Dress 2.0 der niederländischen Künstlerin Anouk Wipprecht anschaut. Das weiße Kleid mit den beweglichen Spinnen-Armen kommt aus dem 3D-Drucker und soll verdeutlichen, was Smart Clothing leisten kann. Auf der Consumer Electronics Show 2015 wurde es erstmalig vorgestellt.
Intel Edison für Selbstverteidigung
Das Spider Dress 2.0 wirkt weniger wie ein Kleid, als vielmehr wie ein spinnenartiges Exoskelett und wird von einem Intel Edison angetrieben. Software-seitig setzen Anouk Wipprecht und ihr Team auf Yocto-Linux und die Programmiersprache Python.
Mit Hilfe von verbauten Sensoren wird einerseits das Biofeedback der Trägerin oder des Trägers gemessen. Andererseits reagiert das Wearable auch auf die Annäherung von fremden Personen.
Erhöht sich nun zum Beispiel eure Atemfrequenz und kommt euch zudem eine Person zu schnell zu nah, registrieren die Sensoren diese Veränderungen und bringen Spinnenarme des Kleides in Verteidigungsstellung, um euch zu schützen.
Sicher ist das Spider Dress 2.0 sehr exzentrisch, doch zeigt es deutlich, dass uns Smart Clothing zukünftig nicht nur vernetzt, sondern auch schützen kann. Und irgendwann sind die Entwicklungen vielleicht auch alltagstauglich.










