Australien: Sind wieder da!

von cassandra-kettner

· 4 min Lesezeit

Zurück in Deutschland, doch in Gedanken in Australien
Hallo Leute – traurig muss ich euch berichten, dass unsere Reise nach den letzten fünf Tagen in Singapur nun endgültig vorbei ist und dass dies mein letzter Reisebericht sein wird. Bitte weint nicht, ich fange sonst auch das Weinen an =). Nach unserem langen Trip in Australien, war es noch einmal sehr aufregend einen Zwischenstopp in Singapur zu machen. Lisa und ich konnten zu unseren Down-Under-Erfahrungen komplett neue Eindrücke gewinnen. Anstatt in einen der teuren Hostels zu übernachten, durften wir bei einer Familie in Singapur das Bett besetzen. Dadurch haben wir natürlich viel von der Kultur und vor allem von den Essgewohnheiten kennengelernt.
Die Speisekarte in einem asiatischen Restaurant in Europa ist komplett anders als die Auswahl der Mahlzeiten an den verschiedenen lokalen und familienbetriebenen Ständen in Singapur. Bei den vielen ungewöhnlichen und oft unvorstellbaren Kombinationen müssen die Offenheit und die Abenteuerlust sehr häufig europäische Grenzen überwinden. Manchmal muss man eben doch über seinen Tellerrand schauen, denn dort stehen schwarze Eier mit Gemüse, sehr süß gepresster Zuckerrohrsaft und als Nachtisch „gecrushtes Eis“ mit Bohnen oder anderen diversen Früchten zur Auswahl. Bei manchen sehr einfallsreichen Kombinationen musste sogar ich die Augen schließen und nur den Geschmack für das Endergebnis bewerten lassen. Doch einmal hat das Augenschließen dann leider nicht geholfen. Unser „final exam“ war das Testen der Durianfrucht, die bei unserer Gastfamilie auch die „Mutterfrucht aller Früchte“ genannt wird. Der Gestank soll unerträglich sein, weshalb geraten wird, die Frucht nie zwischen vier Wänden zu verzehren. Der Geschmack hingegen soll einmalig und süchtig machen. Naja, für mich war der Gestank ertragbarer als der Geschmack. Lisa und ich haben dann doch eher die Mangostanfrucht bevorzugt, die wir beide empfehlen können.

Neben dem Testen ungewöhnlichster Speisen haben wir natürlich auch die Stadt erkundet. Hauptanziehungspunkt ist meiner Meinung nach Chinatown, mit seinen lebendigen Gassen, den fremdartigen Gerüchen, den vielen Shoppingmöglichkeiten und den bunten Tempeln. Eine weitere Attraktion sind die in der Nacht beleuchteten Straßen Little Indias. Vor allem haben mir die vielfältige Anzahl an Gewürzen, die farbenprächtigen Seidengewänder und die kunterbunten Stoffe in den Läden gefallen.

Außerdem haben Lisa und ich den „Bukit Timah Summit“ erklimmt. Mit seinen 163,63 Metern ist er der größte Berg Singapurs, was ich eher als Hügel bezeichnen würde. Nach unserem Abstieg konnten wir auf dem Parkplatz Affen in voller Aktion beobachten.


Anmerkung der Redaktion: Aufgrund der vielen Bilder, haben wir uns wieder entschlossen die Bilder innerhalb eines Flickr-Fotostreams zu veröffentlichen. Mit einem Klick gelangt man beim entsprechenden Bild zu Flickr und kann es sich in besserer Qualität betrachten.

Nachdem Lisa und ich am letzten Tag hauptsächlich mit Packen beschäftigt waren, haben die Einkäufe unsere Rucksäcke ein drittes Mal fast zum Platzen gebracht. Leider hatten wir schon von Cairns nach Melbourne zu viel Gewicht in den Taschen, was nach dem Shoppen in Singapur nicht weniger geworden ist. Deshalb lagen zwei riesige Kleiderstapel parat im Zimmer, in die wir uns für den Flug hinein quetschen mussten. Wir sind wie zwei Klöße in den Flughafen gestapft und beim Wiegen meiner Tasche hätten mir nur noch 200g zu 20kg gefehlt. Lisas Rucksack war 100g leichter als meiner. Nach dem Check In lagen wir durchgeschwitzt auf einem Liegestuhl unter der Klimaanlage. Als wir endlich auf unseren Plätzen im Flugzeug saßen, konnten Lisa und ich uns erleichtert von den 10 Tops und den vier Hosen befreien. Das letzte Highlight nach unserer Ankunft in Deutschland war die Begrüßung unserer Familien, die Lisa und ich im Hawaiirock empfingen. Eine Augenweide für jeden, der uns nach der Gebäckausgabe aus der Tür tänzeln sah.

Nach fast sechs Monaten „far far away“ von Deutschland sind wir zwei Reiselustigen wieder in der Heimat. Jetzt beginnt der Ernst des Lebens – die Suche nach einem Studienplatz oder einer Ausbildung. Bei diesem Gedanken zieht es mich wieder in die Ferne, denn das Reisen hat mir eher zugesagt. An die vielen Erfahrungen, die wir gesammelt haben, die Menschen, die wir kennen gelernt haben, die Erlebnisse und Abenteuer, die wir überstanden haben und den Spaß, den wir gehabt hatten, werde ich wohl immer denken müssen – vor allem, wenn ich nach einem langen Lernabend über den Büchern hänge.

Bevor ich mich von euch verabschiede, möchte ich der einen Person danken, die mich die lange Zeit in Australien ertragen hat: Lisa, vielen Dank, dass du mit mir gereist bist! Dein Humor, deine einfallsreichen Ideen, deine Teamfähigkeit, deine Verlässlichkeit, deine Hilfsbereitschaft und deine Freundschaft haben mir immer wieder auf der Reise gezeigt, dass ich dich nicht missen möchte.

Außerdem möchte ich mich bei Sven Kaulfuss bedanken. Vielen Dank für die Canon EOS 1000D, die unser ständiger Wegbegleiter während der Reise war. Die sieben DVDs randvoll mit Bildern beweisen, dass Lisa und ich mehr als zufrieden mit der Kamera waren.

Zu guter Letzt verabschiede ich mich von euch Lesern. Danke, dass ihr so fleißig meine Berichte mit verfolgt habt. Hoffentlich „liest“ man sich bald wieder!

Cheers, eure Cassandra.

Kommentare

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Gepostete Kommentare

Matthias Schleif 05.05.2010, 14:00 Uhr

Seid ihr eigtl Geschwister? Könnte man wegen Bild 3415 gut vermuten... so hundertprozentig überzeugend sind die bilder von der eos aber nicht, oder? ...einzig die Fotos von den f***kenden Äffchen sind "voll scharf" ;-)

tseter 06.05.2010, 13:31 Uhr

Bitte weint nicht, ich fange sonst auch das Weinen an..." ich weine vor glück, dass dieser unsägliche dünnsin hier endlich ein ende h

Seebär 06.05.2010, 13:34 Uhr

www.selbersuchen.info -> Geändert von der Redaktion.

Sven Kaulfuß 06.05.2010, 13:39 Uhr

@ Seebär: Wenn man schon versucht SEO durch Kommentare zu betreiben, dann doch bitte auch so klug/nett sein und wenigstens einen schönen Text dazu schreiben, nicht wahr? ;-)

Manfred 09.05.2010, 18:13 Uhr

Hallo Cassandra, so schnell ist ein halbes Jahr vorbei und man sitzt im Flieger zurück nach Deutschland. Dabei habt Ihr nur ein Teil von Australien gesehen. Naja Ihr sei noch jung und habt noch viel Zeit den Rest von Down Under zu besichtigen. Ein Erlebniss war ja auch der Abstecher nach Singapur. Mit dem Essen hätte ich so meine Probleme. In Eueren Berichten hat mich am meisten die Gastfreundschaft der Australier begeistert. Was Ihr da so erlebt habt, wäre hier in Deutschland nicht vorstellbar. Wir alle sind auf jedem Fall froh, das Ihr wieder zurück seid und alles gut überstanden habt. Gr. Manfred Nun noch eine Frage an tseter (merkwürdiger Name)! Wer hat Sie eigentlich gezwungen die Berichte von Cassandra zu Lesen???? Kleiner Maso oder was!!!!!

tseter 09.05.2010, 20:26 Uhr

"Wer hat Sie eigentlich gezwungen die Berichte von Cassandra zu Lesen????" ach manfred, wenn sie wüssten, wozu herr kaulfuß fähig ist, würden sie naive fragen unterlassen und dieses blog nie wieder beehren! "Kleiner Maso oder was!!!!!" s.o.

Andrea 10.05.2010, 06:29 Uhr

@tester Schönen guten Morgen, Mr. Spam. (meinen Glückwunsch zu Ihrem unübertrefflichen Nick) Egal wo man/frau im World Wide Web herum klickt, man/frau stößt immer wieder auf Menschen, die es scheinbar aus unerfindlichen Gründen nicht unterlassen können, den Versuch zu unternehmen, die Freude anderer mit ihren "netten" Kommentaren zu dämpfen. Ich freue mich, dass Ihnen zukünftig der Besuch dieses Blogs erspart bleibt - und mir das Lesen Ihrer aussagekräftigen, positiven, lebensbejahenden Buchstaben ;-) Ciao, Andrea

tseter 10.05.2010, 15:47 Uhr

ändrehjäh! ich kann hier nich weg, sagte ich doch bereits... wissen sie um die starken bindungskräfte der hassliebe? nein? wusste ich doch! der sven braucht mich hier außerdem noch! also, "nothing for ungood", wie man in aussie-taussie-land so sagt!

Andrea 11.05.2010, 10:07 Uhr

Hallo Cassandra, nach Deinen Ausführungen zu urteilen, befürchte ich, dass für mich ein Aufenthalt in Singapur in eine ungewollte Diät ausarten würde. Meine Geschmacksnerven sind definitiv nicht so flexibel wie die von Dir und Lisa, außerdem hält sich meine Neugierde bei kulinarischen Leckereien, die sich dermaßen utopisch lesen, in Grenzen. Ich verlasse mich gerne auf meine Nase, denn etwas das gut riecht, schmeckt (normalerweise) auch... wobei es auch hier sicher Ausnahmen gibt. 20 kg Gepäck sind schnell erreicht, da kommt es tatsächlich auf jedes T-Shirt und jede Jeans an, die man/frau nicht in den Koffer quetschen muss. Seid Ihr beiden nicht am Flughafen durch Euer unförmiges Aussehen aufgefallen? Ich hätte gedacht, dass man/frau auf diese Weise für so viel Aufsehen sorgt, dass der eine oder andere Zollbeamte evtl. auf dumme Gedanken kommen könnte. Für den Hawaiirock ist es zurzeit noch etwas zu frisch, aber mit ein wenig Geduld wird der Sommer schon kommen und spätestens dann wird (fast) jede/r Euch um diese extravagante Bekleidung beneiden *schmunzelt* Sonnige Grüße aus dem Süden, Andrea

Andrea 12.05.2010, 08:31 Uhr

Guten Morgen, Cassandra. gestern erzählte mir Justin, ein gebürtiger Australier, der seit ca. 5 Jahren in Dtl. lebt, Horrorgeschichten über einige besonders "liebliche" Tierchen, die seine Heimal bevölkern... z. B. den alles andere als harmlosen Box Jellyfish. Der Kontakt mit den bis zu 3 m langen Tentaklen nimmt fast immer eine tödliches Ende. Sag mal, hattet Ihr beim Tauchen "Stinger Suits" an? Nicht nur die Quallen halten die Leute in Atem, sondern auch verschiedene Fische und Schnecken, Haie und Krokodile. Ganz zu schweigen von den giften Spinnen. Angeblich sind von den ca. 1.500 Spinnenarten "nur" 30 giftig - 2 von diesen 30 Giftspinnen sind für den Menschen gefährlich - die Trichternetzspinne (funnelweb spider) und die Rotrückenspinne (redback spider). Justin berichtet, wie vorsichtig man/frau von klein auf im täglichen Leben sein muss, um sich vor dem Biss solch einer Spinne zu schützen und wie sehr er es genießt, in Deutschland überhaupt nicht darüber nachdenken zu müssen, wenn er ein T-Shirt von der Wäscheleine nimmt oder sich die Jacke anzieht, die gerade noch an der Garderobe hing. Liebe Grüße, Andrea

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