Australien: Die letzten Tage

von cassandra-kettner

· 3 min Lesezeit

Abschied von „Down Under“ – So schnell geht die Reise vorbei!
Gestern waren wir noch in Cairns und heute sitzen wir in der Stadt, in der alles begonnen hat. Nachdem wir Cairns und Umgebung gesehen, unser Auto verkauft und den Segeltrip zum Great Barriere Reef gemacht hatten, sind wir nach Melbourne zu unserer Lieblingsstadt in Australien zurück geflogen. Am Sonntag* heißt es dann ab nach Singapur für vier Nächte und hoffentlich ist dann soweit der Flugverkehr nach Europa geregelt. Sollte der Vulkan ein zweites Mal ausbrechen, können Lisa und ich wohl länger die Zeit in Singapur genießen…ha,ha. (*Anmerkung der Redaktion: Der Artikel wurde übers Wochenende von Cassandra eingestellt.)
Bevor ich euch die Ohren voll jammere, dass ich noch länger in Australien bleiben will und die Zeit viel zu kurz war, berichte ich euch erst einmal, wie wir die letzten Tage in Cairns verbracht haben.

Great Barriere Reef – Teil 1″

Wie schon geschrieben, haben wir endlich nach fast vier Wochen unser Auto verkauft. Ich denke, dafür verdienen wir einen kräftigen Applaus! Nachdem das große Angebot die Nachfrage um einiges übertroffen hat, konnten wir nach der letzten Preissenkung ein paar Anrufe gewinnen. Zum Schluss haben wir aber unser vierrädriges Gefährt an einen Freund verkauft, den wir hier in Australien kennen gelernt und durch Zufall zweimal wieder getroffen haben. Ich war total überrascht, als er sagte, dass er unser Auto kaufen will. Er meinte nämlich die ganze Zeit, dass er kein Fahrzeug brauchen würde, doch anscheinend haben wir ihn nach der langen Bearbeitung seit Airlie Beach überzeugen können. Natürlich hatte ich ein „fettes“ Grinsen im Gesicht, als er sagte, er will das Auto. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu grinsen und am liebsten wäre ich durch das Zimmer gehüpft. Natürlich mussten wir noch mit ein paar Problemen kämpfen, bevor der Deal mit Mark unter Dach und Fach stand. Das Auto musste repariert werden, nachdem in der letzten Woche das Gluckern angefangen hat. Ich will nicht davon anfangen, wie viele Schwierigkeiten wir mit der Reparatur hatten. Nachdem wir endlich die Registrierung geändert und das Geld bekommen hatten, haben wir traurig unsere letzte Fahrt mit dem Auto unternommen.

Great Barriere Reef – Teil 2″

Nachdem wir endlich wieder genug Geld in den Taschen hatten, musste wir es natürlich auch sofort ausgegeben. Deshalb haben wir unseren heiß ersehnten Segeltrip zum Great Barriere Reef gemacht. Das war aber nicht alles, denn wir haben das Geld auch in eine „Scuba Diving License“ investiert. Bevor wir ins tiefe Meerwasser eintauchen durften, mussten wir erst ein „medial certifikate“ vorweisen, dass wir Nachts gemacht haben. Zusätzlich hatten wir einen ganzen Tag Pooltraining mit Theoriestunden. Einen Tag später ging es dann ab auf das Segelboot – zwei Tage/eine Nacht. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie grausam die Fahrt war. Durch das Schwanken wurden einige Seekrank. Lisa und ich haben versucht zu schlafen und zu relaxen, um uns vom Schwanken abzulenken. Einmal musste ich aber unter Deck, um meine Jacke zu holen. Ich bin kreidebleich wieder hochgekommen. Andere standen an der Reling und haben sich übergeben. Das einzig positive durch das Übergeben war, dass Fische angelockt wurden. So konnten wir zumindest die Tiere im Meer beobachten. Wir hatten vier Tauchgänge und natürlich gibt es auch viele Bilder, da wir eine Unterwasserkamera ausgeliehen hatten. Neben den Übungen für den Tauchschein, hat uns Masa, unser Tauchlehrer, durch das Reef geführt. Wir haben eine Schildkröte gesehen und ganz viele „Nemos“. Beim letzten Tauchgang am ersten Tag sind wir aufgetaucht und haben den Sonnenuntergang gesehen. Das war echt „cool“. Leider war das Wetter während unserem Segeltrip sehr stürmisch und regnerisch, aber es war eine tolle Erfahrung und wir haben unsere „License“ bestanden.

Great Barriere Reef – Teil 3″

So, jetzt wird es Zeit zum Jammern: „Ich will noch länger in Australien bleiben. Sechs Monate waren viel zu kurz!“ Rückblickend hatten wir eine echt tolle Zeit in Down Under, die ich auf jeden Fall vermissen werde.

Vorerst sage ich Tschüss, der nächste Bericht kommt dann aus Singapur.

Kommentare

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Gepostete Kommentare

Andrea 27.04.2010, 07:57 Uhr

Hallo Frau Aquanaut, die Chancen, sich nach der Zeitverschiebung Singapur/Deutschland schneller wieder zu aklimatisieren, als dies der Fall bei Australien/Deutschland der Fall ist, stehen gut. Nachdem ja nun der Sommer sich in Australien verabschiedet hat, d. h. die herbstlichen Temperaturen die Jahreszeit nicht länger verleugnen können, wird Dir das frühlingshafte Wetter mit den angenehmen Temperaturen, welches uns zurzeit in Good old Germany beschert wird, hoffentlich gefallen. Aber lass Dich vorgewarnt sein: ab Freitag fallt diese physikalische Größe um ein paar Grad. Meine Glückwunsch zu Deiner "Scuba Diving License". Verzeih, aber die Sportbekleidung eines Aquanauten ist für meinen Geschmack ein ganz klein wenig zu figurbetont, aber das ist nur meine Meinung zu dem hautengen "Diving Dress" ("Wetsuit" gefällt mir besser, denn bei dem Wort "Dress" erwarte ich dann doch eher ein Material, welches locker die Beine umspielt. Was natürlich im Wasser eine ungünstige Eigenschaft wäre, ist mir schon klar, war ja auch nur schriftlich von mir gedacht :-) Mit Deinen herrlichen Unterwasserphotos hast Du bewiesen, dass Du nicht nur in trockener Umgebung weißt, wann Du den Auslöser der Kamera zu drücken hast, um nicht nur Dich sondern auch Deine Mitmenschen mit sagenhaft schönen Photos zu erfreuen. Toll! Das macht Lust, sich die "Underwater World" vielleicht doch mal aus der Nähe anzuschauen... Schnorcheln wäre z. B. eine Alternative für jemanden für mich, die sich modisch nicht unbedingt auf ein "Wasserkleidchen" einlassen möchte. Was meinst Du? So, liebe Weltenbummlerin, ich wünsche Dir und Lisa einen guten Heimflug und bis Ihr die zweite Etappe Eurer Rückkehr in Angriff nehmt, natürlich auch einen unvergesslichen Aufenthalt in Singapur. Sonnige Grüße aus der Heimat, Andres

Manfred 04.05.2010, 10:40 Uhr

Hallo Cassandra, wie immer toller Bericht und super Bilder, man wird neidisch. Doch die Sache mit der Seekrankheit, ich denke mit Schrecken an unsere fahrt von Sylt auf die Halligen zurück. Damals waren wir auch froh wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. bis Bald Manfred

Uta 04.05.2010, 11:58 Uhr

Hallo Cassandra, ich bin wahnsinnig stolz auf Dich und Deinen Unternehmergeist. Wie beneide ich Dich um all diese unvergesslichen Eindrücke, die Du in den letzten Monaten hast sammeln dürfen. Manchmal wäre es schön, die Zeit um ein paar Jahrzehnte zurück zu drehen, um selbst so etwas erleben zu dürfen. Es war der richtige Zeitpunkt für Dich/Lisa, auch mal über den Tellerrand zu blicken, denn wer weiß, was die Zukunft bringt... Studium, Vollzeitjob, Partnerschaft, Kinder etc. Nichtsdestotrotz ist es herrlich, Dich wieder bei uns zu haben. Uta PS: nachdem "meine" Sekretärin gerade ein paar Min. Verschnaufpause hat, hier ein paar diktierte Zeilen.... ;-)

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