Alles rund um den QR- Code

von melanie-rindke

· 6 min Lesezeit

Für alle die sich gefragt haben was es mit den Codes auf sich hat
Der QR- Code (quick response code = schnelle Antwort) ist eine Weiterentwicklung des herkömmlichen Barcodes. QR- Codes gibt es zwar schon sehr lange, jedoch verbreiten diese sich grade ziemlich stark. Dadurch dass es nämlich immer mehr Smartphones gibt, sind immer mehr Leute in der Lage diese zu Scannen und zu entschlüsseln. Doch worum genau handelt es sich bei diesen ominösen Codes mit schwarz weißem Wirr Warr, die für unser Auge nicht lesbar sind eigentlich?
Geschichte
Die Codes gibt es schon länger als der ein oder andere denken mag, sie wurden im Jahre 1994 von einer japanischen Firma zur Markierung von Baugruppen und Komponenten in der Automobilproduktion erfunden.

Aufbau und Inhalt
QR- Codes sind immer quadratisch. Sie bestehen aus einer Matrix mit binären Daten (Nullen und Einsen), die rechteckigen Markierungen geben die Orientierung vor. Innerhalb der Matrix sind die Module mit Punkten gefüllt. Der QR- Code benötigt einen Rand von mindestens 4 leeren Modulen (Punkte), damit der QR- Code fehlerfrei gelesen werden kann. Wie viele Module ein QR- Code beinhaltet kommt auf die Menge der Daten an. Die kleinste Version hat 21×21 (441) Module. Laut Entwickler können in einem QR- Code 7089 Zeichen gespeichert werden, was einem Word Dokument mit Schriftgröße 12 von zwei Din A4 Seiten entspricht. Anders als herkömmliche Barcodes, speichert der QR- Code die Informationen zweidimensional also in horizontaler und vertikaler Richtung, wodurch die Möglichkeit entsteht diese riesigen Datenmengen unterzubringen.

Untergrund & Anwendungsbereich
Die QR- Codes können so gut wie auf jeden Untergrund gedruckt werden, wie zum Beispiel Tageszeitungen, Fahrkarten, Konzert Tickets, T-Shirts, uvm. Die QR- Codes finden also heutzutage eine weite Verbreitung und können vielfältig eingesetzt werden. QR- Codes können aber auch vom Monitor gelesen werden oder wenn sie irgendwo ein gefräst sind. Sehr beliebt ist es mittlerweile auch QR- Codes auf die eigene Visitenkarte zu drucken. Der QR- Code muss nicht zwingen Schwarz Weiß sein, benötigt wird lediglich ein hoher Kontrast, damit die Scanner die Daten richtig erfassen können.

Beispiele:

  • Kontaktdaten: Wie oben schon erwähnt, finden die QR- Codes auch auf Visitenkarten immer mehr Beliebtheit. Dies erspart einem das ganze Eintippen und bedeutet somit enorme Zeitersparnis.
  • Telefonnummer: Neben den Kontaktdaten kann auch die Aktion zum direkten Anruf gespeichert sein
  • Senden von E-Mails: Der Code kann eine vorgefertigte E-Mail enthalten, die der Nutzer nur noch absenden muss, zum Beispiel für Weiterempfehlungen oder zur Teilnahme an Gewinnspielen.
  • Internetadressen: Oft sind in QR- Codes die aus Zeitungen stammen weiterführende Weblinks enthalten. Sie ersparen einem das extra Eintippen und es gibt beispielsweise oft Produktinformationen oder Hintergrundwissen zu den Zeitungsartikeln
  • W-Lan Zugangsdaten: Die Codes können auch W-Lan Zugangsdaten enthalten, was natürlich sehr praktisch ist, wenn man Zugang in das W-Lan Netz haben möchte.
  • QR- Code auf Produktverpackungen“

    Auslesen
    Die Codes können mit entsprechenden Scannern und mittlerweile auch mit den meisten Smartphones, Computern (wenn diese eine Kamera besitzen) und Tablet- PCs ausgelesen werden.

    Lizenz
    Der Grund für die weite Verbreitung dürfte die Lizenzfreiheit (auch kommerziell) sein. Die Firma Denso- Wave erhebt keine Patentansprüche o.ä. und somit dürfen die Codes von wirklich jedem genutzt werden. In Japan ist der QR- Code sehr weit verbreitet und findet sich nahezu auf jedem Werbemittel und die japanische Regierung nutzt ihn zur Verschlüsselung von Daten für offizielle Dokumente (Reisepass, Visum, etc.).

    QR- Code selbst erstellen
    Wie bereits erwähnt: QR- Codes sind lizenzfrei und jeder darf sie nutzen. Aber wie?

    QR Code

    Einen eigenen QR- Code erstellen geht viel leichter als manche von euch denken und ist zudem auch noch völlig kostenlos. Um die Codes zu erstellen benötigt man spezielle Software oder man nutzt entsprechende Onlinedienste wie zum Beispiel Goqr.me

    Wie groß dürfen die Codes sein?
    Der Größe von QR- Codes sind eigentlich keine Grenzen gesetzt. Man kann sie beispielsweise auf LKW- Planen oder Häuserwänden anbringen. Mit dem passenden Smartphone und ein paar Meter Abstand können diese natürlich problemlos gelesen werden. Nur zu klein dürfen die Codes nicht sein, damit die Geräte den Code noch entziffern können. Eine Mindestgröße von 2,5cm sollten die Codes also haben.

    Wie Firmen die Codes einsetzen

  • Starbucks: Das Unternehmen startete letzten Monat eine breit angelegte QR- Code Kampagne in den USA. Beim Scannen des Codes landen die Kunden auf einer Landing Page und können sich dort ein Video zu den Herbst- Produkten ansehen. Des weiteren können sich die Kunden durch Geodaten die umliegenden Shops und Informationen über die unterschiedlichen Kaffeesorten einholen.
  • eBay: Die Auktionsplattform hat in den USA (New York & San Francisco) und online ein interaktives Schaufenster als Spendenaktion für Kinder eingerichtet. Man scannt die QR- Codes im interaktiven Schaufenster und wird danach auf eine Webseite geleitet auf der man die Spendenaktion abschließen kann, worauf das interaktive Schaufenster beginnt zu jubeln.

  • Otto: Der Hauptkatalog von Otto ist dieses Jahr nicht mit einem hübschen Model geschmückt. Stattdessen befindet sich in der Mitte des Covers ein QR- Code umgeben von Artikeln aus dem Katalog. Scannen die Kunden den Code, so gelangen sie auf eine Aktionsseite auf der jeden Tag ein neues Angebot zur Verfügung stehen soll. Der Katalog soll ab heute (16. Dez.) verschickt werden.
  • Victorias Secret: Eine besonders nette Kampagne hat sich auch dieses Unternehmen einfallen lassen. So wurden Städte mit Plakaten hübscher Models beklebt – der schönste Teil der Plakate (die Dessous), sind jedoch mit einem QR Code Balken verdeckt. was sich darunter verbirgt wird erst nach Scannen des Codes sichtbar
  • Dessous QR- Kampagne“

    Andere 2D- Techniken
    Es gibt Firmen die ähnliche Techniken verwenden um Informationen mit 2D Codes zu verschlüsseln. Zu den beiden häufigsten gehören:

  • Aztec- Code: Erfunden 1995 und ebenfalls ein frei verfügbarer 2D-Code. Man erkennt ihn gut am Mittelpunkt in dem sich das Suchelement befindet. Der Aztec- Code kann 12-3000 Zeichen verschlüsseln. Er ist auch dann noch lesbar wenn bis zu 25% des Codes zerstört wurden. Der Vorteil bei diesem Code ist, dass er keinen Rand braucht um gelesen zu werden, so ist man flexibler bei der Platzierung. Die Aztec- Code Technik nutzen zum Beispiel die deutsche Bahn und diverse andere Verkehrsunternehmen für ihre Online- Tickets.
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  • DataMatrix- Code: Haben sicherlich auch schon alle einmal gesehen. Er wurde in den 1980ern entwickelt und wird für dauerhafte Direktbeschriftungen (Lasergravur) in der Produktion aber auch als gedruckter Code fürs Dokumentenhandling (z.B. bei der Post) genutzt. Er benötigt wie der QR- Code eine Ruhezone damit er entschlüsselt werden kann. Er kann rund 2300 Zeichen beinhalten.
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    Alle 2D- Codes (und weitere) könnt ihr euch mit dem Barcode Generator selbst erstellen.

    Man kann sagen, dass der QR- Code sich in Deutschland unter den Normalverbrauchern noch nicht all zu großer Beliebtheit erfreut, da sind andere Länder wie die USA oder Japan schon viel weiter. Aber ihr seht, QR-Codes sind eine ganz nette Sache und es ist mittlerweile auch sehr einfach diese zu Nutzen, nicht nur für Marketingfirmen sondern für uns alle. Warum erstellt ihr nicht selbst ein You-Tube Video oder ein Flickr Album als Weihnachtsgruß und verschickt den Code als Weihnachtsgruß?

    Apps
    Wenn ihr „QR- Code“ in euren jeweiligen App Store eingebt, dürften euch eigentlich sofort ein paar Angeboten werden. Dennoch habe ich schon mal eine kleine Auswahl für euch erstellt.

  • iOS und Android: ich persönlich nutze auf meinem iPhone Barcoo. Die App kann auch andere Barcodes scannen und zum Beispiel auch die Nummern auf einem Ei. Bei Lebensmitteln zeigt mir die App den günstigsten Preis, Bewertungen von anderen Nutzern und eine Lebensmittelampel. Meiner Meinung nach also eine gute Allround App in dem Bereich.
  • Download Link iTunes
  • Download Link Android
  • Mac: Quick Mark
  • Chrome: QR Code Extension
  • Nokia & Blackberry: Beetag

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