Tests

Wolf Garten Loopo M1500 – Smarter Rasenroboter mit App-Steuerung



Zugeordnete Tags Smart Home
Bereiche

Bewertung
Smarter Rasenhelfer
4

 Pro

  • Tolles Mähergebnis
  • Angenehme Lautstärke
  • Einfache Einrichtung & Konfiguration

 Contra

  • Bluetooth-Reichweite gering
  • App hat noch Luft nach oben

Ob Fensterputzen, Staubsaugen oder Rasenmähen – für viele eher unliebsame Alltagsaufgaben steht dem Technikfreund mittlerweile ein ganzes Arsenal an intelligenten und vernetzten Helfern zur Verfügung, die ihm im besten Falle die Arbeit sogar vollständig abnehmen. Nichts weniger als „Perfekte Mähergebnisse wie von selbst“ versprechen deshalb die Rasenroboter der Loopo-Reihe des Herstellers Wolf Garten. Ob der intelligente Mähroboter mit App-Konnektivität den humanoiden Rasenpfleger aus Fleisch und Blut tatsächlich bald in Rente schicken kann, zeigt unser Testbericht.

Lieferumfang

Mähroboter ausgepackt

Der Loopo M1500 von Wolf Garten kommt im bunten Karton daher und ist schnell ausgepackt. Die Abmessungen des Mähroboters von 63 mal 46 mal 21 Zentimetern entsprechen ungefähr jenen eines handelsüblichen Staubsaugers, das Gewicht liegt jedoch mit stolzen 11,4 Kilogramm eher darüber. Auffällig ist das als dreieckiges Stahlmähkreuz ausgeführte Schneidmesser, das für die notwendige Schnittleistung sorgt. Neben dem Mähroboter legt der Hersteller noch das notwendige Zubehör zur Einrichtung des Gerätes bei: Die Ladestation für den Mähroboter inklusive Anschlusskabel, 200 Meter Begrenzungsdraht samt 250 Rasennägeln, Werkzeug zum Wechseln des Schneidmessers, ein „Roboruler“ um die notwendigen Abstände zu Rasenkanten etc. zu vermessen und noch zwei Kabelbinder zur Reparatur des Begrenzungsdrahtes. Damit kann’s dann auch schon losgehen.

Alles Nötige dabei:
Ladestation, Begrenzungsdraht & Erdnägel.
Der Loopo M1500 begeistert mit schicker Optik
in knalligem Rot.
Alles Nötige dabei:
Technische Daten

Wolf Garten Loopo M1500 im Detail

Für Rasenflächen zwischen 800 Quadratmetern (optimale Größe) bis 1.500 Quadratmetern (maximale Größe) empfiehlt sich der Loopo M1500 von Wolf Garten am meisten, womit er sich in die obere Mittelklasse des Mähroboter-Lineups ein. Mit einer Schnittbreite von 28 Zentimetern, dem Dreifach-Sternmesser und einer Leistung von 200 Watt scheint die angepeilte Flächenleistung jedenfalls nicht unerreichbar. Die Akkulaufzeit des Geräts gibt der Hersteller mit ungefähr einer Stunde an, knapp die doppelte Zeit benötigt der Mähroboter dann wieder zum Aufladen. Den Stromverbrauch liegt nach Herstellerangabe bei etwa 14 Kilowattstunden pro Monat.

Ein einzelnes Stirnrad macht den Loopo M1500 wendig, während die breiten Räder für kräftigen Vorschub sorgen, damit dem Mähroboter auch an Steigungen nicht die Puste ausgeht. Pluspunkt: Wolf Garten legt gleich noch Spike-Aufsätze für die Räder bei, damit der Roboter auch wirklich überall durchkommt. Das Schneidmesser sitzt übrigens außermittig, damit auch der Kantenschnitt präzise gelingt. Die Schnitthöhe ist einstellbar zwischen 15 und 60 Millimetern.

Außerdem bringt der Loopo M1500 noch eine ganze Stafette intelligenter Sensoren mit: Der integrierte Regensensor schickt den Mähroboter bei einsetzendem Regen in seine Garage zurück – weiter geht’s dann erst, wenn der Regen aufgehört hat. Obendrein gibt es noch einen Kipp- und einen Hebesensor, die dafür sorgen, dass auch wirklich nur der Rasen geschnitten wird. Außerdem verfügt der Loopo M1500 über eine Alarmfunktion, die potenzielle Langfinger abschrecken soll.

Kommen selten zum Einsatz: Die Knöpfe zur manuellen Bedienung
Das dreieckige Schneidmesser sitzt außermittig
Kommen selten zum Einsatz: Die Knöpfe zur manuellen Bedienung
Vorbereitung

Platzieren, Abstecken & Einteilen

Als erstes wird die Ladestation platziert, welche sich am Rande des Rasens befinden muss. Am besten eignet sich dafür eine kleine „Parkbucht“. Damit der Mähroboter weiß, welche Flächen von ihm beackert werden sollen, müssen diese mit dem mitgelieferten Begrenzungsdraht abgesteckt werden. Der Draht wird dabei mit Erdnägeln befestigt und darf auch leicht im Rasen versenkt werden. Es ist im Übrigen nicht notwendig, größere Hindernisse wie Gewässer oder Bäume abzustecken – diese umfährt der Mähroboter selbstständig.

Kleinere Hindernisse und Gräben sollten jedoch auf jeden Fall zumindest virtuell umzäunt werden. Die zu mähende Fläche lässt sich neben der Hauptzone noch in bis zu drei Nebenzonen und zwei separate Zonen aufteilen. Die Nebenzonen müssen über eine Verbindung zur Hauptzone verfügen und werden dann vom Loopo M1500 selbstständig befahren. In die separaten Zonen hingegen muss man den Mähroboter per Hand tragen, damit er dort sein Werk verrichten kann. Diese dürfen auch nicht zu groß sein, damit dem intelligenten Rasenmäher nicht zwischendurch der Saft ausgeht.

Kleinere Pflanzen sollten gründlich abgesteckt werden
Sonst werden sie unter Umständen kahl rasiert.
Kleinere Pflanzen sollten gründlich abgesteckt werden
App

Praktische Steuerung mit begrenzter Reichweite

Beinahe selbstverständlich ist mittlerweile die App zum Mähroboter – entsprechend darf diese natürlich auch beim Loopo M1500 nicht fehlen. Die App erlaubt die Konfiguration von Zeitfenstern auf Tagesbasis, in denen der Mähroboter aktiv werden soll. Außerdem stehen hier verschiedene Mähmodi zur Verfügung: Neben dem Eckenmodus etwa gibt es noch „Turbomow“ für hohes und dichtes Gras. Dieser Mähmodus wird auch automatisch für den ersten Durchgang aktiviert. Im intelligenten Smartmow-Modus, verbringt der Roboter weniger Zeit an den Rasenkanten und bewältigt die Rasenfläche schneller.

Wer möchte kann den Mähroboter per App auch manuell fernsteuern und so präzise genau dahin lenken, wo der geneigte Nutzer ihn haben möchte. Ein Manko ist jedoch dem zugrunde liegenden Funkstandard geschuldet: Das Smartphone kommuniziert per Bluetooth mit dem Loopo-Roboter – und die Reichweite von Bluetooth ist bekanntlich begrenzt. Wer also darauf hofft, dass sich der Mähroboter per App meldet, wenn er in der hintersten Ecke des Gartens stecken geblieben ist, wird enttäuscht – das funktioniert nicht. Immerhin gibt es jedoch ein optionales GSM-Modul, dass für eine zuverlässigere Verbindung per Handynetz sorgt. Zeitweise scheint auch die prozentuale Angabe über den Mähfortschritt nicht immer exakt zum tatsächlichen Ergebnis zu passen.

Die App kommuniziert nicht immer zuverlässig per Bluetooth mit dem Loopo M1500.
Bei Bedarf lässt sich der Rasenroboter manuell fernsteuern.
Doch für gewöhnlich genügt die normale Zeitregelung völlig.
Die App kommuniziert nicht immer zuverlässig per Bluetooth mit dem Loopo M1500.
Praxiseinsatz

Entschieden wird auf dem Rasen

Nachdem die Vorarbeit in Form des Absteckens der Rasenkanten erledigt ist, kann es auch schon losgehen. Es lohnt sich übrigens, dabei gründlich zu arbeiten – schließlich ist der Begrenzungsdraht die einzige Orientierungshilfe für den selbstständigen Rasenmäher. Außerdem sollten sich auf der Rasenfläche keine zarten Pflänzchen mehr befinden, die verschont werden sollen; denn vor dem Loopo M1500 sind sozusagen alle Pflanzen gleich – auch wenn’s die geliebte Blume der Gattin ist. Ganz ohne Nacharbeit an der Begrenzung wird’s dann auch in den wenigsten Fällen gehen. Aber immerhin – einmal fertig eingerichtet, bedarf es im Anschluss keiner weiteren Arbeiten mehr.

Der Mähroboter startet nun also von seiner Ladestation und begibt sich in unregelmäßigen Mustern über die Rasenfläche. Mal schnurgeradeaus, dann kreiselnd und dann entlang der Kante – die unsteten Bewegungsmuster sorgen für eine überaus gute Abdeckung der gesamten Rasenfläche. Nach der vom Hersteller angekündigten einstündigen Mähzeit begibt sich der Loopo M1500 entlang einer Kante zurück zur Ladestation, nur um dann später aufgeladen zur nächsten Tour zu starten. Steigfähigkeit und Geländegängigkeit des kleinen Rasenmähers sind bemerkenswert: Hier hat der Hersteller mit kräftigem Motor und bespikten Rädern ganze Arbeit geleistet. Eines der beiden Räder hat sich im Test nach kurzer Zeit verabschiedet, es war vermutlich ab Werk nicht richtig befestigt. Das ließ sich jedoch leicht beheben.

In der Regel bedarf es mehrerer Runden, um jedes Teilstück des Rasens zu bearbeiten. Loopo M1500 beackert dabei ungefähr 75 Quadratmeter in der Stunde. Die gut funktionierende Höheneinstellung gewährleistet dabei, dass keine Stelle kahl geschoren wird. Das Schnittgut bleibt übrigens einfach auf dem Rasen liegen – hier empfehlen sich eher langsam wachsende Grassorten, damit ausreichend Zeit für den Mulchprozess bleibt. Feinen Ohren wird auffallen, dass der Loopo M1500 nach ein paar Tagen Arbeit etwas lauter wird. Verantwortlich dafür dürfte Grasstaub sein, der sich an der Unterseite des Gerätes absetzt, was wiederum für ein leichtes Schleifen des Schneidmessers und damit einhergehende höhere Geräuschentwicklung sorgt.

Der Mähroboter verrichtet sein Werk relativ leise
und mit gutem Ergebnis.
Unser Testgerät hatte jedoch eine kleine Start-Schwierigkeit.
Der Mähroboter verrichtet sein Werk relativ leise
Fazit

Leise & zuverlässig

Ein fehlerfrei getrimmter Rasen ohne viel Zutun – der Traum vieler Gartenfreunde. Tatsächlich gelingt dem Wolf Garten Loopo M1500 die Pflege mittelgroßer Rasenflächen erstaunlich gut und mit ordentlichem Ergebnis. Sind die Mähzonen erstmal sauber abgesteckt und eingerichtet, verrichtet der kompakte Mähroboter sein Werk meist unbesehen und zur Freude des Nachbarn auch noch erstaunlich leise – nur im Einzelfall ist manuelles Eingreifen erforderlich. Mit Hilfe der zugehörigen App geht die Verwaltung des Rasenroboters leicht von der Hand, deren Verbindungsqualität sollte der Hersteller aber noch verbessern.

 

RSS-Feed

Werde Autor!

Dieser Beitrag wurde von veröffentlicht.
hat bereits 103 Artikel geschrieben.
Sei auch dabei: Werde jetzt Autor und teile dein Wissen!

Kommentieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

*

Ähnliche Beiträge

Osram Smart+ Gardenpole Mini & Motion Sensor im Test

Tests

01.03.2018

 | Dirk Lindner

Vor ein paar Jahren lagen kleine Solarlämpchen für die Einfahrt und den Garten voll im Trend: Auf nahezu jedem Grundstück und Balkon waren die kleinen Lichtspender mit Photovoltaik-Kappe zu finden. Einziges Manko: Die Lichtausbeute war in der... mehr +

Osram Smart+ HomeKit Classic A60 im Test

Tests

25.01.2018

 | Dirk Lindner

„Osram SMART+ Apple Homekit Classic E27 Multicolor A60“ – selten hatte ein Testgerät einen ausgefalleneren Namen als diesen. Dennoch sollte der geneigte Käufer große Aufmerksamkeit darauf legen, es gibt dieses Produkt nämlich in... mehr +