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Mit der Drohne nach Island – Ein Selbstversuch Teil 2



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Unsere Reiseroute führte uns von der Hauptstadt Reykjavik nach Thingvellir, dem ersten Nationalpark und Naturschutzgebiet Islands. Kilometerlange Spalten, Schluchten und Verwerfungen lassen erahnen, was passiert, wenn zwei tektonische Platten auf dem Erdmantel auseinanderdriften.

Weiter ging es zum Geysir Strokkur, welcher alle fünf Minuten eine kolossale Wassersäule unter brüllendem Geräusch gut 20 Meter in die Höhe schießen lässt. Der mächtige Wasserfall Gullfoss, eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Islands, bildete einen tollen Abschluss des Tages.

Ringstraße & Flugverbot am Eyjafjallajökull

Nach diesem Abstecher ins Landesinnere kehrten wir auf die Ringstraße zurück und fuhren die Südküste entlang nach Osten, Richtung Vik. Vorbei am mitterweile sehr bekannten Eyjafjallajökull-Vulkan (bei dem übrigens ein Drohnenflugverbot gilt) ging es zum Skogafoss, einem sehr imposanten Wasserfall und dann weiter zu einem Flugzeugwrack.

Im Jahr 1973 musste eine DC3 Militärmaschine der US Navy am Strand von Sólheimasandur notlanden. Eine traumhafte Location für jeden Fotografen oder Hobbydrohnenpiloten. Die Szenerie wirkt absolut surreal – wie aus einem apokalyptischen Zombiefilm.

Apropos Film, Island ist wohl einer der begehrtesten Drehorte für Hollywoodfilme. Hier wurden unter anderem Blockbuster wie Interstellar, Oblivion, Das erstaunliche Leben des Walter Mitty, Thor, Star Trek: Into Darkness, Prometheus, Batman Begins oder der neue Fast & Furious 8 gedreht.

Von Gletschern & Wasserfällen

Nächster Stopp auf der Reise war der Gletscher Vatnajökull im Skaftafell Nationalpark. Es handelt sich hier um den größten Gletscher Europas und die drittgrößte Eisfläche der Erde.

Auf der Fahrt entlang der Westküste, zwischen Höfn und Myvatn im Norden, fühlt man sich unweigerlich in einen Teil der „Der Herr der Ringe“-Trilogie versetzt. Nicht umsonst sollte diese ursprünglich auf Island produziert werden, denn schneebedeckte Bergkulissen und saftige grüne Wiesen lassen jedes naturverbundene Herz höher schlagen.

Vermutlich einer der größten Wasserfälle Europas, der Dettifoss im Norden von Island, stürzt auf einer Breite von knapp 100 Metern über 44 Meter in eine tiefe Schlucht. Innerhalb dieser grauen, kahlen Steinöde ist seine Präsenz und Wirkung gewaltig. Das Myvatn-Gebiet etwas südlicher des Dettifoss ist immer noch sehr aktiv, da hier die Eurasische und die Amerikanische Kontinentalplatte aufeinander treffen. Es handelt sich um ein Thermalgebiet, in dem bis zu 100ºC heißer Schlamm brodelt, umgeben von Dampfschwaden und beißendem Schwefelgeruch.

Der Godafoss oder auch Götterwasserfall liegt direkt an der Ringstraße und beeindruckt ebenfalls durch seine schiere Präsenz.

Whale-Watching & Jules Verne

Ein Islandbesuch ohne Whale-Watching-Tour ist nur halb so viel wert. Das dachten auch wir und gönnten uns dieses unvergessliche Erlebnis ganz im Norden der Insel in Dalvik. Die durchschnittliche Erfolgsquote einer Walsichtung liegt hier bei 98% – Enttäuschung nahezu unmöglich. Zwei Buckelwale haben uns den Tag versüßt.

Der Snæfellsjökull oder auch Schneeberggletscher, gelegen auf der westlichen Halbinsel Snaefellsness, ist ein 1446 Meter hoher Vulkan, der bereits Jules Verne zu seinem Roman „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ inspirierte.  An diesem Krater sollte gemäß dem bekannten Autor der Einstieg in die Unterwelt erfolgen.

Über Borganes fuhren wir zurück nach Reykjavik, dem Start unserer Rundreise. Der letzte Stopp unseres Trips war der Blauen Lagune vorbehalten. Hierbei handelt es sich um ein Thermalfreibad auf der Reykjanes-Halbinsel. Dem türkisfarbenen Wasser inmitten des schwarzen Lavagesteins wird eine heilende Kraft nachgesagt.

Eine beeindruckende,  atemberaubende Naturvielfalt und knapp 2000 Kilometer Straße lagen hinter uns. Island ist für jeden Fotografen ein absolutes Eldorado. Die Unmenge an Motiven und Eindrücken hätten vermutlich für 3 bis 4 Wochen gereicht. Meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen.

Fazit – Mein Urlaub mit der Drohne

Zu guter Letzt möchte ich noch auf die Phantom 3 Advanced eingehen. Die Welt aus der Vogelperspektive zu sehen, war für mich ein tolles Erlebnis. Wie so oft macht Übung den Meister. Einen Copter fliegen ist relativ einfach. Einen Copter fliegen und dabei gleichzeitig flüssige, verwendbare Videos zu drehen, ist schon etwas ganz anderes. Man muss sich wahnsinnig konzentrieren, Flugdaten, Umgebung, Geschwindigkeit und Hindernisse permanent prüfen.

Tosende Wasserfälle, enge Schluchten oder Bergkuppen, die beim Überfliegen das Signal teilweise abbrechen lassen, sowie Windböen die den Copter abtreiben. Ja sogar ein Drohnencrash mit einer anderen Drohne ist nicht unrealistisch. Darüber hinaus sollte man sich im Klaren sein, dass nicht jeder die Anwesenheit eines Copters gut heißt. Sobald man den Startknopf drückt, ertönt ein ziemlich lautes Betriebsgeräusch, welches an einen Bienenschwarm erinnert. Durch die maximale Reichweite von knapp 2,5 Kilometern lässt sich die Phantom 3 problemlos auch an sehr entlegene Spots manövrieren.

Zusammenfassend muss ich zugeben, dass die Phantom 3 Advanced ein geniales Stück Hightech ist, welches durch einfache Bedienbarkeit, beeindruckende Videos (bei Tageslicht) und einen enormen Funfaktor überzeugt.

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