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Infiziert mit dem „Fotovirus“ wurde ich durch den Kontakt eines „Krokus-Vergrößerungsgeräts“ mit acht Jahren. Gefunden hatte ich das gute Stück im Keller. Meine Mutter war Fotolaborantin bei Burda-Moden und erklärte mir was dieses seltsame Gerät ist und was man damit alles machen kann. Der Geruch von Entwickler und Fixierbad übt noch heute eine seltsame Anziehungskraft auf mich aus. Die „Foto-AG“ war da schon fast Pflicht und bald wollte ich auch die „Vorstufe“ des Fotolabors kennenlernen – das Fotografieren. Während meiner Ausbildung zum Schriftsetzer kam ich das erste Mal mit einem „angebissenen Apfel“ und mit einem „Fotoladen“ in Berührung. Photoshop 3, QuarkXPress und Aldus FreeHand waren damals das Non-plus-ultra, Negative mussten eingescannt werden und die Bearbeitung war – sagen wir mal rudimentär aber unheimlich faszinierend, abwedeln, nachbelichten, gradationen, Belichtungskorrektur – alles nur ein Mausklick entfernt. Die Zeiten änderten sich, die Minolta-Kamera wich einer Nikon-Ausrüstung und der Kodak Tri-Xpan und Ilford HP5plus wichen der Digitalkamera (einer Nikon D1). Faszinierend waren die Möglichkeiten, die sich nun eröffneten – der komplette Zwischenschritt der Filmentwicklung entfiel und sorgte dafür, dass man vor allem schneller war. Auf Schnelligkeit kam es damals an. Ich war für Tageszeitungen als „Freier“ unterwegs. Die gesparten Kosten für die nicht mehr benötigten Filme und Filmentwicklung relativierten sich – schließlich kostete eine Nikon D1 rund 12.000 Mark. Damals habe ich sogar noch analog „nebenher“ zur Sicherheit fotografiert – irgendwie war es unheimlich. Diese Unsicherheit verschwand nach und nach. Inzwischen ist die digitale Spiegelreflexfotografie in den normalen Haushalt eingezogen. Unzählige Fototools verfremden, verbessern oder verschlechtern auch die Fotos. Einstellungen an Kameras, irreführende Menüs in Programmen und ein erschlagendes Angebot an Zubehör und Plug-ins verwirren und führen häufig dazu, dass den Fotos das „gewisse Etwas“ fehlt. Vielleicht helfen meine Erfahrungen, Tipps und Tricks aus der Photoshop- und Lightroom-Welt das „gewisse Etwas“ festzuhalten. Produkttests, Vorstellungen von Neuheiten sowie kostenlose Angebote werde ich ebenfalls in Angriff nehmen und zeigen, dass man weder eine Profiausrüstung noch das professionelle Photoshop benötigt um Fotos zu erhalten, die einem selbst und anderen Freude bereiten. Kurzbiografie: Lehre Schriftsetzer Fotosoldat Fotofachverkäufer Filialleiter Medienfachwirt freier Mitarbeiter für verschiedene Zeitungen Jahrgang: 1975 Beruf: Schriftsetzer, Medienfachwirt (PRINT), ADOBE Design Specialist Interessen: Fotografie (Kameratechnik + Software), Gestaltung, Politik und Gesellschaft Kontakt: Twitter


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