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Proxy

Als Proxy bzw. Proxy-Server wird eine Kommunikationsschnittstelle in Rechnernetzen bezeichnet. Der Proxy-Server nimmt Anfragen eines Clients entgegen und leitet diese über seine eigene IP-Adresse zur ursprünglichen Bestimmung weiter. Mit diesem Stellvertreterprinzip verbirgt der Proxy-Server die tatsächliche Adresse des Kommunikationspartners vor dem Empfänger: Aus der Sicht des Empfängers spricht dieser nur mit dem Proxy-Server, was dem Client eine gewisse Anonymität verschafft. Außerdem erlaubt der Proxy somit Verbindungen, die ohne ihn nicht möglich wären: Wenn beispielsweise die Verbindung nach außen durch eine Firewall beschränkt ist, kann die Verbindung zum Proxy über einen offenen Port und somit durch die Firewall hindurch erfolgen, was ohne Proxy nicht möglich wäre. Ein Proxy-Server ist im Gegensatz zum Network-Adress-Translation-Verfahren (NAT) in der Lage, die Kommunikation selbstständig zu führen, d.h. er kann Daten analysieren, filtern und entscheiden, was mit Datenpaketen geschehen soll.

Funktionsweise von Proxies

Der Proxy befindet sich sowohl logisch als auch physisch zwischen dem Client und dem Server. Der Client stellt seine Verbindungsanfragen an den Proxy, dieser baut dann stellvertretend die angefragten Verbindungen auf und leitet die Antworten des Servers an den Client weiter. Damit übernimmt der Proxy die bereits beschriebene Schutzfunktion, indem er die Identität des Clients verschleiert und ihn so weniger angreifbar und nachverfolgbar macht. Ebenso kann er aber Server schützen, indem der Server so eingerichtet wird, dass er nur mit dem Proxy kommuniziert. Der Proxy tritt in diesem Fall als Stellvertreter für den Server bzw. ein ganzes Server-Netzwerk in Erscheinung und kann so jede Anfrage an den Server zunächst auswerten und bei eventueller Gefahr blockieren. Ebenso kann der Proxy die Bandbreite der verbundenen Clients regeln, da deren Kommunikation prinzipbedingt durch den Proxy läuft. Zusätzlich kann der Proxy die über ihn erfolgen Verbindungen protokollieren, analysieren und auswerten, was zum Beispiel für erweiterte Funktionen wie Dateiumwandlung aber auch zum Schutz des Proxies bzw. des Clients Einsatz findet.

Anonynimtät im Internet durch Proxies

Eine weitere Funktion, die erst durch den Einsatz von Proxies möglich wird, ist eine Anonymisierung des Datenverkehrs des Clients bzw. Servers. Insbesondere in Verbindung mit einem Netzwerk von Proxies und dem Einsatz mehrerer Verschlüsselungsebenen, können weder die benutzten Proxy-Server noch der adressierte Webserver die Identität des Clients erkennen. Praktische Anwendung findet dieses Prinzip beispielsweise bei dem populären “TOR”-Netzwerk.

Proxy-Server in der Praxis

Es gibt zunächst eine Reihe von Proxy-Anbietern, die kostenpflichtig Verbindung des Clients über den Proxy-Server erlauben, um so beispielsweise auf bestimmte Länder beschränkte Dienste auch außerhalb dieser in Anspruch nehmen zu können oder die eigene Identität zu verbergen. Darüber hinaus existiert das bereits erwähnte TOR-Netzwerk als Anonymisierungsdienst, allerdings ist die Bandbreite des TOR-Dienstes durch hohe Auslastung beschränkt. Einfache Proxies werden clientseitig in dem über den Proxy zu leitenden Dienst bzw. Programm (z.B. Webbrowser, Streaming-Client) eingestellt.
Zuletzt aktualisiert am 11.04.2013 von
Dieser Lexikonartikel basiert auf dem Artikel Proxy_(Rechnernetz) der freien Enzyklopädie Wikipedia.
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