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Kleinbildformat

Der Begriff Kleinbildformat (35-mm-Format, KB-Format) wird in der Fotografie im Zusammenhang mit der Brennweite verwendet, um den Bildwinkel eines Objektivs anzugeben, z.B. "Objektiv: 18-55 mm, entspr. 28-88 mm Kleinbildformat". Im Zusammenhang mit dem Bildwinkel werden auch Begriffe wie Kleinbild-Äquivalent, Crop-Faktor und Bezeichnungen wie APS-C und Micro-Four-Thirds verwandt. Ursprünglich bezeichnet das Kleinbildformat das für Fotografie am meisten verwendete Aufnahmeformat auf 35-mm-Film mit den Maßen 24 x 36 mm.

Technischer Hintergrund des KB-Format-Angabe



Der Bildwinkel eines fotografischen Systems ist von zwei Faktoren abhängig:
  • Brennweite: Der Einfluss der Brennweite auf den Bildwinkel ist vergleichbar mit dem Blick aus einem Fenster. Steht der Betrachter ganz nah am Fenster, ist der Blickwinkel nach außen geweitet, steht der Zuschauer jedoch weiter hinten im Raum, ist das Sichtfeld aus dem Fenster eingegrenzt. Kurze Brennweiten liefern in der Fotografie große Bildwinkel und "verkleinern" die abgebildeten Objekte, lange Brennweiten hingegen führen zu engen Bildwinkeln und "holen die Objekte nah heran". Im eigentlichen Sinne gibt die Brennweite den Abstand zwischen Brennpunkt und optischer Hauptebene vor.
  • Sensorgröße: Die Größe der Projektionsfläche (Film oder Sensor) spielt für den Bildwinkel insofern eine entscheidende Rolle, weil sie den "Ausschnitt" des projizierten Bilds festlegt. Ist der Sensor kleiner, wird trotz kurzer Brennweite auch nur ein kleiner Bildwinkel abgebildet.

KB-Vollformatsensoren im Vergleich

Neben der Bildwinkel-Thematik bringen kleinere Sensoren im Vergleich zum Kleinbildformat weitere spezifische Eigenschaften mit sich:
  • Die Tiefenschärfe bei kleineren Sensoren nimmt zu, wodurch das Hervorheben von Objekten vor unscharfem Hintergrund schwierig wird, die Fokussierung vereinfacht sich.
  • Die Lichtempfindlichkeit von kleineren Sensoren ist meist schwächer, weil die Miniatutisierung der Sensorzellen zu stärkerem Bildrauschen führt (siehe auch ISO-Empfindlichkeit).
  • Starke Weitwinkel-Optiken sind je nach Bauart der Kamera nur schwer zu realisieren, da z.B. Auflagenmaß und Schwingspiegel ein Heranrücken der Optik an den Sensor verhindert.
  • "Crop-Faktor": Bei der Verwendung von Vollformat-Objektiven an Wechselobjektivkameras ergibt sich eine Änderung des Bildausschnitts. Das verändert z.B. bei Format füllenden Portäts den Abstand von Fotograf und dem Fotografierten und damit die Perspektive. Auch bei Gegenlicht kann ins Objektiv einfallendes Licht Störungen verursachen, obwohl die Lichtquelle selbst gar nicht im Bild zu sehen ist.

    • Da das Kleinbildformat 80 Jahre der Fotografiegeschichte dominierte und Sehgewohnheiten etablierte, die als besonders natürlich empfunden werden, gilt auch heute noch das Vollformat (36 x 24 mm) als Gold-Standard der Fotografie. Aus Kostengründen haben sich bei Systemkameras jedoch die Formate APS-C und (Micro-)Four-Thirds etabliert, bei digitalen Kompaktkameras zudem noch kleinere Sensorformate.

      Gebräuchliche Sensorformate im Überblick

      Bezeichnung Abbildung Sensorgröße Bilddiagonale Crop-Faktor
      Kleinbild Sensorgrößen KB, APS-C, Four-Thirds, CX und 1/2,3'' im Vergleich 36 x 24 43,3 1
      DX Sensorgrößen KB, APS-C, Four-Thirds, CX und 1/2,3'' im Vergleich 23,7 x 15,6 28,3 1,5
      APS-C Sensorgrößen KB, APS-C, Four-Thirds, CX und 1/2,3'' im Vergleich 23,5 x 15,7 (Sony, Nikon) 22,5 x 15 (Canon) 27,1 1,6
      Four-Thirds (4/3'') Sensorgrößen KB, APS-C, Four-Thirds, CX und 1/2,3'' im Vergleich 18,0 x 13,5 21,3 2
      Nikon CX Sensorgrößen KB, APS-C, Four-Thirds, CX und 1/2,3'' im Vergleich 13,2 x 8,8 15,8 2,7
      1/2,3'' Sensorgrößen KB, APS-C, Four-Thirds, CX und 1/2,3'' im Vergleich 6,2 x 4,6 7,7 5,6

      Die Geschichte des Kleinbildformats

      Schon sehr früh in der Entwicklung von Bewegtbildern (Film) etablierte sich der 35 mm breite Film als der meistverwendete Standard für Kino- und Filmproduktion. Die typische Perforation dient dem Filmtransport, die Einzelbilder werden für Filme im Querformat (18 x 24 mm) aufgezeichnet. Um für ein Filmset unabhängig von der großen Filmkamera Probebelichtungen für Ausleuchtung und Belichtung durchführen zu können, entwickelte Oskar Barnack die "Ur-Leica". Das praktische Format und die handliche Bauweise führten dazu, dass die Leica schnell auch außerhalb von Filmsets genutzt wurde. Unterstützt wurde der Siegeszug der Kleinbildfotografie durch die unkomplizierte Handhabung: Im Gegensatz zu Fotoplatten und Rollfilmen erfordert das Einlegen eines Kleinbildfilms keine Fachkenntnis.
Zuletzt aktualisiert am 10.04.2013 von
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