07-12-2016
  • Mein Konto & Login

Cyberport ist Partner von CHIP Online
  • Unsere Hotlines

    • Beratung & Bestellung
      Telefon: +49 351 3395-60
      Mo-Fr 8-20 Uhr, Sa 10-20 Uhr

      Hotline Geschäftskunden
      Telefon: +49 351 3395-7000
      Mo-Fr 9-18 Uhr

      Ihre Meinung zählt
      Unser B2B-Service soll noch besser werden. Zur Umfrage

      Kundenservice & Support
      Telefon: +49 351 3395-678
      Mo-Fr 9-18 Uhr

  • Cyberport Stores

ISO-Empfindlichkeit

  • Aufnahme ISO 100
  • Aufnahme ISO 12800 (HI2)
Als ISO bezeichnet man die Lichtempfindlichkeit von fotografischen Filmen. Je höher die Lichtempfindlichkeit eines analogen Filmes oder einer Digitalkamera, um so besser können Sie in dunkleren Umgebungen damit fotografieren. Bei gleichbleibender Helligkeit müssen Sie jedoch die Belichtungszeit reduzieren, um eine Überbelichtung des Bildes zu verhindern. Obwohl sich die Bezeichnung ISO für die Lichtempfindlichkeit von Fotografie-Medien durchgesetzt hat, werden in wenigen Fällen Lichtempfindlichkeiten auch in DIN, ASA oder GOST angegeben. Vollständig ersetzte ISO ältere Standards wie General Electric (GE), Weston, Scheinergrade und H&D-Grade. Namensgebend für den ISO-Standard ist die Internationale Organisation für Normung in Genf, die ab 1974 die Zahlenwerte nach ASA und DIN zum ISO-Wert kombinierte.

ISO-Wert & Lichtempfindlichkeit in der Praxis

Bei digitalen Kompakt- und Spiegelreflexkameras verwenden Sie niedrige ISO-Empfindlichkeiten von 25 bis 200 ISO z.B. an sonnigen Tagen zur Fotografie im Freien, mittlere ISO-Zahlen von 400 bis 800 ISO bei Objektiven mit geringer Lichtstärke oder um den kamerainternen Blitz zu unterstützen und einen hohen ISO-Bereich ab 1.600 in Innenräumen, in denen nicht geblitzt werden kann. Eine extrem hohe ISO-Empfindlichkeit größer als 12.500 ISO wird selten verwendet, da der geringe Hell-Dunkel-Unterschied zu Bildrauschen führt, das heißt, es kommt bei digitalen bzw. elektronisch aufgenommenen Bildern zu Störungen, die keinen Bezug zum eigentlichen Bildinhalt oder Bildsignal haben. Beim Bildrauschen entstehen störende Bildpunkte, die sowohl in Farbe als auch in Helligkeit stark vom eigentlichen Bildmotiv abweichen.

Lichtempfindlichkeit: Technischer Hintergrund

Bei Fotografie und Film erfolgt die Belichtung des Sensors bzw. des Films innerhalb enger Grenzen von Lichtmenge und Belichtungsdauer, z.B. trifft in dunklen Lichtsituationen oder bei der Verwendung von hohen Blendenzahlen weniger Licht auf den Sensor (bei Digitalkameras) oder den Film (bei Analogkameras). Um auch in Situationen mit wenig Licht zu fotografieren, wird die Belichtungsdauer verlängert oder die Empfindlichkeit des Sensors erhöht. In der analogen Fotografie ist die Empfindlichkeit der Filmemulsion herstellerseitig sowie vom Entwicklungsprozess vorgegeben und dadurch nicht veränderbar. Bei Digitalkameras mit CCD-Sensor oder CMOS-Sensor jedoch ist die Lichtempfindlichkeit variabel und je nach Umgebungssituation anpassbar.

Geschichte & Aufbau des ISO-Standards

Im ISO-Standard sind laut Definition der Internationalen Organisation für Normung zwei Werte festgeschrieben: der lineare ASA-Wert und der logarithmische DIN-Grad, wodurch eine typische normgerechte ISO-Angabe von z.B. 100/21° entsteht. So verfügte der bekannte Kodachrome-Film von Kodak im Jahr 1936 über eine Lichtempfindlichkeit von ISO 10/11° und war für einen Farbfilm der damaligen Zeit hochempfindlich. In der Praxis wird der logarithmische DIN-Grad heute jedoch vernachlässigt. Dazu trug vor allem die Benutzung des ISO-Standards durch japanische Kamerahersteller bei, die die Norm seit Mitte der 1980er Jahre verwendeten. Zuvor integrierten die Kamerahersteller auch den DIN-Grad in Verbindung mit ISO, doch seit 1985 diente einzig der ISO-Wert mit ASA-Angabe zur Kennzeichnung der Filmempfindlichkeit auf Kameragehäusen. Zu den heute am weitesten verbreiteten ISO-Werten auf Analogfilmen und Digitalkameras zählen 100, 200 und 400. Speziell bei digitalen Spiegelreflexkameras sind auch Werte im fünf- und sechsstelligen Bereich anzutreffen. Wird die Empfindlichkeit einer Digitalkamera auf solch hohe Werte angehoben, werden Signale anders definiert als durch die ISO-Werte, sodass Kamerahersteller eigene Bezeichnungen wie z.B. Hi angeben.

Auszeichnung der ISO-Lichtempfindlichkeit durch DX-Kodierung

Bei analogen Filmen findet sich die Angabe der Lichtempfindlichkeit auf der Filmpackung, wie auch auf der Filmpatrone selbst. Seit dem Jahr 1983 werden alle Kleinbildfilme mit der automatisch auslesbaren DX-Kodierung versehen, mithilfe derer die Kamera die Lichtempfindlichkeit des Filmes erkennt und den Wert bei Aufnahmen berücksichtigt, Zuvor mussten Fotografen die Filmempfindlichkeit manuell einstellen. DX-Kodierungen umfassen auch einen Strichcode, der im Labor zur filmgerechten Weiterverarbeitung und Entwicklung genutzt wird. Da bei digitalen Spiegelreflex- und Kompaktkameras keine klassischen Bildträger zum Einsatz kommen, orientieren sich die Definitionen der ISO-Werte an analogen Filmen.

Differenzierungsbereiche bei ISO-Werten

Neben Filmen mit den Standard-ISO-Werten 100, 200 und 400, wie z.B. dem Fuji Fujichrome Sensia 100, gibt es für spezielle Anwendungsfälle auch niedrig- und hochempfindliche Analogfilme. Niedrigempfindliche Filme zeichnen sich durch hohe Körnigkeit und Schärfe der Bilder aus, weshalb sie sich besonders für die Fotografie bei hoher Helligkeit mit offener Blende und lichtstarkem Objektiv, sowie großformatige Diaprojektionen oder Abzüge verwendet werden. Dagegen eignen sich hochempfindliche Medien besonders für Sportfotografie, Theaterfotografie oder die Arbeit mit Teleobjektiven, da sie auch bei widrigen Lichtverhältnissen gute Ergebnisse liefern. Jedoch geht mit höherer Empfindlichkeit auch die Auflösung des Filmes zurück, da die lichtempfindlichen Kristalle an Größe zunehmen und auf dem Bild sichtbar werden. Außerdem bieten hochempfindliche Filme einen schlechteren Kontrastumfang und weniger Farbtreue als ihre niedrigempfindlichen Pendats.

ISO-Angabe bei Digitalkameras

Die CCD- oder CMOS-Sensoren, die in digitalen Kameras verbaut sind, weisen Ähnlichkeiten zur Filmempfindlichkeit des analogen chemischen Films auf. In den Kameras können auch höhere und niedrigere Empfindlichkeiten gewählt werden, was, wie beim klassischen analogen Film, zu spezifischen Veränderungen des aufgenommenen Fotos führt. Bei niedriger Empfindlichkeit steigt die Schärfe des Bildes, jedoch ist dafür viel Licht notwendig; eine höhere Empfindlichkeit ermöglicht das Fotografieren in dunklen Umgebungen, aber das Bildrauschen nimmt zu. Bei digitalen Sensoren wird die Lichtempfindlichkeit entweder in Bezug auf das Signal-Rausch-Verhältnis (bei wenig Licht) oder in Bezug auf den Sättigungsgrad des Sensors (bei ausreichend Licht) definiert. In der Regel kommt jedoch zur Angabe des ISO-Werts die sättigungsbasierende Definition zum Einsatz; der mittlere Farbton des Bildes gilt als Referenzpunkt die Messung der Empfindlichkeit.
Zuletzt aktualisiert am 10.04.2013 von
Dieser Lexikonartikel basiert auf dem Artikel Filmempfindlichkeit der freien Enzyklopädie Wikipedia.
© Cyberport GmbH 1999 – 2016
Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versandkosten | Information zur Verfügbarkeitsanzeige
.