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UMTS

UMTS (engl.: Universal Mobile Telecommunications System; dt.: Universelles mobiles Telekommunikationssystem) ist ein globaler Mobilfunkstandard der dritten Generation (3G). Als Nachfolger des GSM- und EDGE-Standards erreicht UMTS eine Datenübertragungsrate von max. 384 KBit/s bzw. bis zu 21 MBit/s bei UMTS mit HSPA+. UMTS bietet mobilen Internetzugang für Smartphones, Tablets, Notebooks mit UMTS-Modul oder UMTS-Stick. Technisch bedingt ist eine ähnlich hohe Netzabdeckung wie im GSM-Netz (von bis zu 99 Prozent) nicht wirtschaftlich, sodass in vielen ländlichen Regionen kein UMTS verfügbar ist. Nachfolger und die Technologie, die diese Lücken im Hochgeschwindigkeitsfunktnetz schließen soll ist der Mobilfunkstandard vierter Generation (4G), LTE.

Technischer Hintergrund von UMTS

Die UMTS-Technologie ermöglicht eine paketorientierte und verbindungslose Datenvermittlung auf Basis des Internetprotokolls (IP). Der Frequenzbereich liegt zwischen 1.900 und 2.170 MHz. Dabei werden die Datenpakete vom Sender über mehrere Netze hinweg unabhängig voneinander transportiert und abgeliefert, womit eine effektive Bandbreiten-Nutzung erreicht wird. Zur Übertragung wird das CDMA-Verfahren (Code Division Multiple Access) genutzt, bei dem mehrere Datenströme in einem gemeinsamen Frequenzbereich übertragen werden können. Die einzelnen Kanäle werden mithilfe des Codes getrennt.

Unterscheidung in FDD & TDD

Der UMTS-Standard unterscheidet die zwei Betriebsarten FDD (Frequency Division Duplex) und TDD (Time Division Duplex). Im FDD-Modus senden Basisstation und Mobilfunkgerät in zwei unterschiedlichen Frequenzbereichen, einem Downlink- und einem Uplink-Kanal. Für den TDD-Modus wird dagegen nur ein Frequenzband benötigt, in dem abwechselnd in beide Richtung gesendet wird. Mit HSPA werden die Daten in Intervallen von drei UMTS-Zeitschlitzen übertragen und die Geschwindigkeit auf bis zu 14 MBit/s gesteigert. Die höchste Ausbaustufe von UMTS ist HSPA+ mit bis zu 21 MBit/s.

Geschichtlicher Hintergrund zu UMTS

Die UMTS-Technologie wurde im 1998 vom Europäischen Institut für Telekommunikationsnormen standardisiert und für den Einsatz in den Mobilfunknetzen freigegeben. Die Weiterentwicklung verantwortet das international operierende Projekt 3GPP. In Deutschland wurden die UMTS-Lizenzen für 98,8 Milliarden DM (ca. 50,8 Milliarden Euro) versteigert, was einem Preis von 620,- € pro Einwohner entspricht. Diese enormen Ausgaben mussten von den Unternehmen unmittelbar bezahlt werden, was die finanziellen Investitionen in den Netzausbau deutlich einschränkten. Zum Start des UMTS-Netzes waren Datentarife für Privat- und Firmenkunden aufgrund hoher Tarifkosten aber geringer Reichweite uninteressant. Erst durch ansteigende Smartphone-Verkaufszahlen und Datentarifen zum Pauschalpreis stieg die Nutzung des 3G-Netzes stark an.


Zuletzt aktualisiert am 10.11.2017 von Cyberport-Redaktion