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HDR

  • Aufnahme ohne HDR-Effekt
  • Aufnahme mit HDR-Effekt
HDR ist die Abkürzung für High Dynamic Range und bezeichnet eine Technik bei digitalen Bildern, in der die natürlichen Helligkeitsunterschiede in großem Umfang gespeichert werden. Herkömmliche Digitalfotos, die keine detailreichen Informationen über die Bild-Helligkeit speichern, werden Low Dynamic Range (LDR) genannt. Um ein HDR-Bild zu erzeugen, benötigen Sie eine Belichtungsreihe von LDR-Fotos und entsprechende Anwendersoftware, in der die Bilder zu einen Foto kombiniert werden. Das Resultat ist ein Bild mit erhöhtem Kontrastumfang, der erst durch das Tone-Mapping-Verfahren reduziert werden muss, damit das Foto auf Monitoren dargestellt werden oder im JPEG-Format gespeichert werden kann.

Wie erstellt man HDR-Fotos?

Da nur sehr wenige professionelle Kameras echte HDR-Bilder aufnehmen können, nutzen Anwender in der Regel das sogenannte Tone Mapping, um ein Foto mit hohem Kontrastumfang zu erstellen. Sie benötigen mehrere Bilder eines Motivs mit unterschiedlichen Belichtungszeiten. Es empfiehlt sich die Benutzung eines Stativs und des Selbstauslösers, um eine Veränderung des Bildausschnitts zu verhindern. Nachdem Ihnen mehrere Bilder mit unterschiedlichen Belichtungen vorliegen, werden die Dateien mithilfe einer Software, z.B Photomatix oder Luminance HDR, zu einem einzigen Foto kombiniert. Außerdem bieten professionelle Bildbearbeitungsprogramme wie Photoshop oder Lightroom die Möglichkeit, HDR-Fotos zu erzeugen. Auch Raw-Dateien eignen sich, um ein HDR-Bild zu erstellen.

Ausgabe eines HDR-Bildes: Tone Mapping

Durch das Tone-Mapping-Verfahren wird der Kontrastumfang eines HDR-Bildes so stark reduziert, dass es auf herkömmlichen Ausgabegeräten wie Monitoren dargestellt werden kann. Dieser Vorgang kann am einfachsten mit spezieller Tone-Mapping-Software erreicht werden, es gibt aber auch Plug-ins für Bildbearbeitungs-Software wie Aperture und Gimp. Bei Tone Mapping finden sich verschiedene Modi der Bearbeitung, jedoch ist das gewünschte Ergebnis immer das gleiche: Das HDR-Bild soll so umgewandelt werden, da beim Betrachten des Fotos der gleiche Seheindruck wie beim Anschauen des echten Motivs entsteht. Mit zunehmenden Erfolg im Consumer-Bereich finden sich HDR-Modi auch in Kompaktkameras und Smartphones wie Apples iPhone.

Funktionsprinzip von HDR

Bei herkömmlichen Aufnahmen von digitalen Spiegelreflexkameras und Kompaktkameras werden in der Regel nur 256 Helligkeitsstufen pro Farbkanal verwendet. Jedoch reicht der geringe Umfang der resultierenden Farbtiefe nicht aus, um die natürlichen Helligkeitsunterschiede wiederzugeben. Der Dynamikumfang selbst gibt das Verhältnis zwischen größter und kleinster Leuchtdichte an und ist besonders hoch, wenn sich ein dunkler Innenraum wie auch ein erhellter Außenbereich im Bildmotiv befinden, beispielsweise bei einer Aufnahme in einer dunklen Umgebung, in der jedoch Fenster auch einen Blick in nach Außen zulassen. Echte HDR-Bilder können bis dato nur wenige Spezialgeräte wiedergeben, auf handelsüblichen Monitoren und Medien können HDRs nicht dargestellt werden und müssen in LDR-Bilder umgewandelt werden.
Zuletzt aktualisiert am 10.04.2013 von
Dieser Lexikonartikel basiert auf dem Artikel High Dynamic Range Image der freien Enzyklopädie Wikipedia.
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