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FireWire

FireWire ist eine von Apple entwickelte serielle Schnittstelle mit Datenübertragungsraten von 400 MBit/s (FireWire 400) oder 800 MBit/s (FireWire 800). Die FireWire-Schnittstelle wird überwiegend für den schnellen Datenaustausch zwischen Computer und Multimedia- oder anderen Peripheriegeräten, jedoch auch in Industrie- und Automobilelektronik eingesetzt. Dank der hohen Übertragungsrate lässt sich FireWire auch als Alternative zu Ethernet nutzen (IP over FireWire). Der ursprünglich nur auf Apple-Macintosh-Computern zu findende Markenname FireWire (“Feuerdraht”) ist in der Welt der Computer auch bekannt als der IEEE–1394-Standard, der 1995 verabschiedet wurde. Sony verwendet seit April 1997 die Bezeichnung i.LINK für die FireWire-Schnittstelle und integrierte sie unter anderem in die PlayStation 2.

FireWire 400 (IEEE 1394a)

  • 100, 200 oder 400 MBit/s Übertragungsbandbreite (12, 25 oder 50 Megabyte pro Sekunde)
  • Geräte können bei laufendem Betrieb angeschlossen werden und werden automatisch erkannt:“hot plug” und “hot unplug”
  • integrierte Stromversorgung für Geräte (8 bis 33 V DC, 1,5 A, max. 48 W)
  • Anschluss über Shielded Twisted Pair (STP), ein dünnes und damit flexibles 6-adriges Kabel (4 Adern für Datentransfer, 2 für Stromversorgung) oder 4-adriges Kabel (4 Adern für Datentransfer, keine Stromversorgungsleitungen)
  • Datenübertragung in beide Richtungen (bidirektional)
  • 4,5 m max. Entfernung zwischen zwei Geräten (bei 400 MBit/s)
  • bis 63 Geräte je Bus anschließbar
  • paketorientierte Datenübertragung
  • Geräteadressierung automatisch (keine Jumpereinstellungen an den Geräten oder ID-Schalter notwendig)

Merkmale von FireWire 800 (IEEE 1394b)

Merkmale wie FireWire 400 mit folgenden Erweiterungen und Änderungen:
  • 800 MBit/s Übertragungsbandbreite (100 Megabyte pro Sekunde)
  • neues, 9-adriges Kabel und neue Stecker
  • neues Arbitrierungsverfahren (Protokoll) BOSS (Bus Ownership / Supervisor / Selector)
  • Abwärtskompatibilität zu 1394a durch bilinguale Chips
  • erlaubt den Einsatz verschiedener Kabelmaterialien (zum Beispiel Glasfaser, UTP)

Verwendung von FireWire

Eingesetzt wird FireWire heute vor allem zur Übertragung von digitalen Bildern oder Videos in einen PC, aber auch zum Anschluss externer Massenspeicher wie DVD-Brenner oder Festplatten sowie zur Verbindung von Unterhaltungselektronikkomponenten. Auch sehr viele Soundkarten für den Einsatz in der Musikproduktion werden für den FireWire-Anschluss angeboten. Um die Datentransferrate moderner Festplatten (über 70 MB/s bei modernen Modellen) auch in externen Gehäusen nutzen zu können, ist der Einsatz des neunpoligen FireWire 800 notwendig, da das herkömmliche FireWire 400 auf 400 MBit/s beschränkt ist, d.h., dass maximal 50 MB/s übertragen werden können. USB 2.0 ist mit 60 MB/s nominell schneller. Diese bei FireWire 400 und USB 2.0 theoretisch möglichen Transferraten werden durch den Protokoll-Overhead unabhängig von der Festplatte nicht erreicht. Die Bridge-Chips in den externen Gehäusen beschränkten anfangs sowohl FireWire als auch USB. Bei aktuellen Gehäusen liegen die Transferraten in beiden Fällen bei etwas über 30 MByte/s. Eine schnellere Alternative zu FireWire 800 sind externe SATA-Gehäuse sowie RAID-Systeme mit Thunderbolt-Schnittstelle.

Geschichte & Entwicklung von FireWire

Die zugrundeliegende Idee für FireWire geht bei Apple bis 1986 zurück, es dauerte jedoch fast ein Jahrzehnt, bis ein Standard verabschiedet wurde. Ursprünglich (1995) gab es die drei Geschwindigkeitsklassen S100, S200 und S400 für Kabel-Verbindungen mit den bekannten sechspoligen Steckern. Im Jahre 2000 kam mit IEEE 1394a der von Sony i.LINK genannte vierpolige Stecker hinzu. Ferner beinhaltet IEEE 1394a verschiedene Korrekturen und Leistungsverbesserungen bei weiterhin maximal S400. Im Jahr 2001 wurde Apple von der Academy of Television Arts & Sciences mit dem Technik-Emmy für die “bedeutende Rolle, die die FireWire-Technik in der Fernsehindustrie spielt” ausgezeichnet. Seit 2002 gibt es den Nachfolger IEEE 1394b mit S800, S1600 und S3200. Er führt eine neue Art der Signalisierung und neue Kabel mit neunpoligen Steckern ein.

Highspeed-Datentransfer dank FireWire 800

Seit 2003 ist S800-Hardware verfügbar, die in der Regel als “FireWire 800” vermarktet wird. Auch die maximale Kabellänge ist mit 100 m dank des neuen Kodierverfahrens 8B10B deutlich erhöht worden. Die Weiterentwicklung des FireWire-Standards zu FireWire 3200 kann mittlerweile als eingestellt betrachtet werden, da mit USB 3.0 und Thunderbolt wesentlich schnellere Schnittstellen für den Consumer-Markt zur Verfügung stehen.
Zuletzt aktualisiert am 10.04.2013 von
Dieser Lexikonartikel basiert auf dem Artikel FireWire der freien Enzyklopädie Wikipedia.
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