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DSL

DSL (eng.: Digital Subscriber Line; dt.: Digitaler Teilnehmeranschluss) bezeichnet verschiedene Telekommunikationsstandards, die den Austausch digitaler Daten mit hohen Übertragungsraten ermöglichen. Hierfür greifen die für den Massenmarkt eingesetzten DSL-Verfahren auf die Kupferleitungen des vorhandenen Telefonnetzes zurück.

Technischer Hintergrund von DSL

DSL unterscheidet sich von einer Internetverbindung über Analog- oder ISDN-Modem durch die Nutzung eines weitaus größeren Frequenzbereiches für die Datenübertragung. Erreicht wird damit eine höhere Übertragungsrate auf Kosten von deutlich geringerer Signalreichweite, die durch ansteigende Leitungsdämpfung verursacht wird. Dabei gilt: Je weiter die Entfernung des Nutzers zur nächsten Vermittlungsstelle, desto geringer ist die effektiv nutzbare Down- und Upload-Geschwindigkeit.

Häufig verwendete DSL-Varianten

Der Begriff "DSL" wird in Deutschland als Synonym für einen Breitbandanschluss verwendet. Folgende DSL-Varianten werden im Privatkundenmarkt überwiegend eingesetzt:
  • ADSL: Bei der für den Privatkundenmarkt vorgesehenen DSL-Variante ADSL (engl.: Asymmetric DSL; dt.: Asymmetrisches DSL) wird der für die Festnetztelefonie verwendete Frequenzbereich ausgespart, womit DSL parallel zu Analog-Telefon, Fax-Gerät oder ISDN auch während des DSL-Betriebs zur Verfügung steht. Aufgrund der asymmetrischen Übertragungstechnologie ist die Datenübertragungsrate zum Teilnehmer höher als in die Gegenrichtung (Downstream max. 8 Mbit/s, Upstream max. 1 Mbit/s).
  • ADSL2: Durch eine gegenüber ADSL verbesserte Signalverarbeitung und Kodierung erreicht ADSL2 eine maximale Downstream-Rate von 12 Mbit/s.
  • ADSL2+: ADSL2+, als eine Weiterentwicklung von ADSL/ADSL2, ermöglicht eine Steigerung der Übertragungsrate auf 25 Mbit/s und eine Reichweite auf 1,5 km Leitungslänge bei gleichzeitiger Reduzierung der Leitungsstörungen. Voraussetzung dafür ist die Erweiterung der Bandbreite des ADSL-Signals von 1,1 Mhz auf 2,2 Mhz. In Deutschland wird ein Teil dieses Frequenzbereichs gleichzeitig für Analog-Telefon bzw. ISDN benutzt, wodurch der Netzbetreiber Deutsche Telekom die ADSL2+-Geschwindigkeit auf 16 Mbit/s beschränkt hat.
  • VDSL/VDSL2: VDSL/VDSL2 (engl.: Very High Speed DSL; dt.: Hochgeschwindigkeits-DSL) ermöglicht Übertragungsraten bis zu 50 Mbit/s (VDSL) bzw. 200 Mbit/s (VDSL2). Das Datensignal wird dabei bis zu den Verteilern über Glasfaser- und erst auf der letzten Strecke zum Kunden über Kupferleitungen übertragen. Mit zunehmender Entfernung zur Vermittlungsstelle verringert sich die Datenübertragungsrate deutlich. So sinkt die nutzbare Download-Geschwindigkeit bereits bei einem Abstand von 900 m zum Verteiler auf 26 Mbit/s ab.
  • Weitere DSL-Varianten: Weitere als "DSL" bezeichnete Verfahren sind der Internetzugang über den TV-Kabelanschluss (Kabel-DSL), über Satellit (skyDSL, T-DSL via Satellit) oder via Funktechnik, auch WDSL (engl.: Wireless DSL) genannt.

Die Anfänge von DSL

Ursprünglich wurde unter dem Begriff "Digital Subscriber Line" die Übertragungstechnik für den ISDN-Basisanschluss verstanden. Als Ende der 1980er Jahre digitale Signalprozessoren mit hoher Rechenleistung auf den Markt kamen, wurde die technische Realisierung der heute als DSL bekannten Verfahren möglich. Mitte der 1990er Jahr stieg die Nutzung kommerzieller und redaktioneller Online-Angebote stark an, sodass das dadurch entstandene Datenaufkommen nur unzureichend durch Analog-Modem und ISDN-Anschlüsse bewältigt werden konnte. Folglich wurden die Netze breitflächig ausgebaut und Endnutzern mithilfe der ADSL-Technik höhere Übertragungsgeschwindigkeiten geboten.

Verbreitung von DSL

Im Juli 1999 schaltete die Deutsche Telekom erste DSL-Anschlüsse in Großstädten und versorgte damit vorwiegend Geschäftskunden. Durch die Einführung von Flatrates mit Pauschalpreis ohne Datenvolumen- und Zeitlimit, setze sich wenige Jahre später der Breitband-Anschluss im Privatkundenmarkt durch. In Deutschland verallgemeinerte sich die Bezeichnung "DSL" als Synonym für einen Internetzugang mit hoher Datenübertragungsrate, so dass inzwischen auch andere breitbandige Internetzugänge, z.B. über das Fernsehkabelnetz oder Satellit, als DSL vermarktet werden.

DSL heute

Seit Ende 2005 ist ADSL2+ mit größeren Übertragungsraten von bis zu 25 Mbit/s erhältlich. Durch die Übertragung der Breitbandangebote allein über das vorhandene Kupferkabelnetz wäre eine weitere Steigerung der Datenraten nicht mehr realisierbar. Für die Einführung von VDSL/VDSL2 Ende 2006 musste daher ein hybrides Zugangsnetz mit zusätzlichen Glasfaserleitungen installiert werden. Darüber wird in Ballungszentren eine Übertragungsrate von bis zu 100 Mbit/s verteilt und erst auf den letzten Metern vom Verteilungspunkt zum Nutzer über Kupferleitungen übertragen. ADSL2+ und VDSL/VDSL2 ermöglichen Datenübertragungsraten, die Voraussetzung für den zusätzlichen Empfang von TV-Kanälen über den Internetanschluss sind (IPTV).

Zukunft der Breitbandanschlüsse

Mehr als zwei Drittel aller deutschen Haushalte (26 Millionen) nutzen derzeit Breitbandanschlüsse über DSL, TV-Kabel oder Funknetze (UMTS, WLAN, LTE, Satellit etc.). An 98,5 % der Anschlüsse steht eine Übertragungsrate von mindestens 1 Mbit/s zur Verfügung. Doch gerade in ländlichen Gebieten, wo der DSL-Netzausbau unrentabel ist, bleiben ca. 600.000 Haushalte weiterhin von breitbandigem Internet unversorgt. Daher hat die deutsche Bundesregierung eine Breitsbandstrategie entwickelt, die bis 2014 eine Versorgung von 75 % Prozent aller Haushalte mit Übertragungsraten von mindestens 50 Mbit/s vorgibt. Dieses Ziel soll durch den flächendeckenden Ausbau schneller Kabel- und Funknetze und einer damit resultierenden Anbietervielfalt erreicht werden.
Zuletzt aktualisiert am 10.04.2013 von
Dieser Lexikonartikel basiert auf dem Artikel DSL der freien Enzyklopädie Wikipedia.
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