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Dampfgarer

  • Ein traditioneller japanischer Dampfgarer, der auf einen Topf mit kochendem Wasser gesetzt wird (CC BY Robert S. Donovan).
  • Ein moderner Design-Dampfgarer von Gastroback (© gastroback.de).
Als Dampfgarer wird ein Küchengerät bezeichnet, in dem Speisen mithilfe von Wasserdampf besonders schonend gegart werden. Neben klassischen Dampfgarern kommen in den Küchen dieser Welt immer häufiger auch elektrische Dampfgarer, Dampfbacköfen und sogenannte Systemdampfgarer zum Einsatz. Der Vorteil der Speisezubereitung mit Dampf ist, dass viele Vitamine und Aromen erhalten bleiben und Farben intensiviert werden. Neben gesundheitlichen und ästhetischen Vorteilen bietet ein Dampfgarer im Vergleich zum traditionellen Kochen auch eine große Zeit- und Energieersparnis.

Funktionsprinzip eines Dampfgarers

Speisen, die Sie mit einem Dampfgarer zubereiten, werden dem Dampf von kochendem oder siedendem Wasser ausgesetzt. Da die Nahrungsmittel beim Dampfgarvorgang lediglich von Wasserdampf umgeben sind und kein direkter Kontakt mit kochendem Wasser oder einer Kochplatte stattfindet, müssen keine Öle oder Fette zur Zubereitung verwendet werden. Die Hitze des Wasserdampfs ist ausreichend, um die Speisen komplett durchzugaren. Um den Dampfgarprozess zu beschleunigen, verwenden Sie einfach einen Druck-Dampfgarer, in dem durch Überdruck das Wasser bei circa 120 Grad kocht. Dadurch wird dank höherer Temperatur die Garzeit verkürzt und durch das geschlossene System des Druck-Dampfgarers der Energieaufwand minimiert wird.

Gesundheitliche Vorteile eines Dampfgarers

Da die Aromen und Nährstoffe der Lebensmittel beim Dampfgarvorgang erhalten bleiben, fügen Sie weniger Fette und Salze an Ihre Speisen und genießen den natürlichen Eigengeschmack von Brokkoli, Blumenkohl und Co. Zudem können Sie auf Gewürze, Aromen und Instant-Zutaten verzichten. Beim traditionellen Kochen werden die Lebensmittel ausgelaugt und verwässert, dagegen wird beim Dampfgarvorgang die Zellstruktur der Speisen kaum geschädigt, wodruch vor allem Gemüse und Obst die natürliche Konsistenz behält.

Geschichte des Dampfgarers

Obwohl in der europäischen Küche der Dampfgarer erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts Einzug hielt, wird diese Art der Nahrungszubereitung in Asien und Afrika bereits seit mehreren hundert Jahren verwendet. In Europa erlangte mit dem sogenannten "Papinschen Topf" im 17. Jahrhundert ein erster Dampfgarer zu Berühmtheit. Aber erst zweihundert Jahre später setzte sich mit dem "Siko" ein Druck-Dampfgarer für die tägliche Nahrungszubereitung durch. Ab Mitte der 1960er Jahre erleichterten praktische Schnellkochtöpfe (geschlossene Dampfgarer mit Abströmventil) das Garen von Speisen. Erste elektrische Dampfgarer setzten sich in den 1980er Jahren durch und boten gesunde und schmackhafte Mahlzeiten mit minimalem Zeit- und Energieaufwand. Heute besitzen moderne Elektro-Dampfgarer sogar eine Firmware und verfügen über hilfreiche Features wie Displays und Touchsteuerung.
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Zuletzt aktualisiert am 10.04.2013 von
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