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Backup

Als Backup bezeichnet man eine zur Datensicherung angefertigte Kopie wichtiger und unersetzlicher Daten, um diese bei Datenverlust wiederherstellen und den Verlust ausgleichen zu können. Aus dem Backup können auch ältere Bearbeitungszustände wiederhergestellt werden, wenn die betreffende Datei unbemerkt unbrauchbar geworden ist. Die Notwendigkeit eines Backups hängt direkt von der Relevanz der zu sichernden Daten ab. Die Aufbewahrung des Backups sollte örtlich entfernt in einer sicheren Umgebung erfolgen, um Brand, Diebstahl und höheren Gewalten vorzubeugen. Für Unternehmen entsteht aus der revisionssicheren Buchführung nach HGB eine Pflicht zum regelmäßigen Backup, denn die Daten der Buchführung müssen ordnungsgemäß und lückenlos nachvollziehbar sein.

Backup-Medien

Als Sicherungsmedium bieten sich externe Festplatten, Netzwerkfestplatten (NAS) und Online- bzw. Cloud-Backup (Hochladen der zu sichernden Dateien in ein Rechenzentrum) an, in Firmen kommen auch Magnetbänder zum Einsatz. Bei optischen Medien ist, bedingt durch die vergleichsweise hohe Schreibfehlerrate, von der Verwendung von CDs und DVDs abzuraten. Davon unbetroffen ist das DVD-RAM-Format, denn diese Datenträger verfügen über bessere Fehlerkorrektur und sind bis zu 30 Jahre haltbar.

Backup-Strategien

Eine Backup-Strategie legt Umfang, Inhalt und Rhytmus der Sicherung fest. In der Sicherung sollten alle nicht oder nur aufwendig wiederherstellbaren Daten und Dateien berücksichtigt werden, wie zum Beispiel Bilder, Dokumente (Texte/Briefe), E-Mails, Einstellungen und Datenbanken. Eine übersichtliche Sortierung und Organisation der zu sichernden Daten vereinfacht das Backup enorm. Nachdem der Inhalt der Sicherung feststeht, hängen die weiteren Schritte von der Datenmenge ab: Kleinere Datenmengen sichert ein Online-Backup, größere Datenmengen und streng vertrauliche Daten sind auf mehreren externen Datenträgern besser aufgehoben. Die zu sichernden Dateien werden im Sicherungsvorgang auf das Backup-Medium kopiert und stehen von dort zur Wiederherstellung bereit.

Cloud-Backup

Für die wichtigsten Dateien bietet sich ein Online-Backup mit automatischer Synchronisation an: Dateien werden bei Speicherung und Änderung automatisch mit dem Online-Backup synchronisiert, ältere Versionen und gelöschte Dateien zur Wiederherstellung vorgehalten. Das Online-Backup ist jedoch im Hinblick auf Datenmengen und Vertraulichkeit begrenzt. Die Sicherung der Daten liegt bei einem externen Anbieter und ist zwar verschlüsselt, aber dennoch nur mit einem Passwort gegen Zugriff von außen gesichert. Ein Einbruch in das Online-Backup kann nicht ausgeschlossen werden, zusätzlich erlauben viele Internetanschlüsse noch nicht den Upload großer Datenmengen.

Backup auf externen Datenträgern

Für vertrauliche Daten und größere Datenmengen bietet sich daher ein zusätzliches Backup auf externen Datenträgern wie USB-Festplatten, NAS und Magnetbändern an. Diese Backup-Medien verfügen über viel Speicherplatz und können mehrere Versionen des Backups aufnehmen. Die Sicherung sollte idealerweise abwechselnd auf zwei unterschiedlichen Backup-Medien erfolgen, von denen eines örtlich entfernt aufbewahrt wird.

Backup mit Apples Time Machine & Windows Backup

Aktuelle Versionen von Windows und Mac OS verfügen mit Software wie "Backup", "Systemabbild" und "Time Machine" über sehr gute Bordmittel, um ein solches zusätzliches Backup automatisch und einfach durchzuführen. In Windows Vista und Windows 7 nennt sich das entsprechende Programm "Sichern und Wiederherstellen" und sichert die ausgewählten Dateien und Bibliotheken, auf Wunsch auch nach Zeitplan. Zusätzlich wird ein Abbild des Betriebssystems erstellt, auf das das Betriebssystem später zurückgesetzt werden kann. In Apples Mac OS übernimmt das Programm "Time Machine" die Sicherung. Time Machine arbeitet sowohl mit externen Datenträgern als auch über das Netzwerk. Die Sicherung erfolgt stündlich, täglich und wöchentlich nach dem im Folgenden beschriebenen Generationenprinzip. Die Sicherung enthält alle Dateien des Anwenders und ein Systemabbild zur Wiederherstellung. Auf Wunsch können Ordner und Dateien vom Backup ausgeschlossen werden. Die Anwendung ist einfach zu bedienen und auch für professionelle Anwender geeignet.

Backups nach dem Generationenprinzip

Die Datensicherung sollte idealerweise nach dem Generationenprinzip erfolgen, d.h. mit mehreren Backups auf unterschiedlichen Backup-Medien in verschiedenen zeitlichen Abständen, wie zum Beispiel täglich, wöchentlich und monatlich auf jeweils einem anderen Medium. So sind immer die Daten der letzten Tage mit jeweils täglichem Stand, der letzten Wochen mit wöchentlichem Stand und der letzten Monate mit monatlichem Stand in getrennten Backups vorhanden. Unbemerkt unbrauchbar gewordene Dateien können durch Rückgriff auf ein älteres Backup wiederhergestellt werden, was bei einem einzigen, immer wieder überschriebenen Backup nicht möglich ist. Zur Vermeidung von Problemen bei der Wiederherstellung empfiehlt sich eine ausführliche Dokumentation von Umfang, Inhalt und Rythmus des Backups in Form eines Sicherungs- und Wiederherstellungsplans.
Zuletzt aktualisiert am 11.04.2013 von
Dieser Lexikonartikel basiert auf dem Artikel Backup der freien Enzyklopädie Wikipedia.
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