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Ad-hoc-Netzwerk

Ein Ad-hoc-Netzwerk bezeichnet eine direkte Funkverbindung, die sich spontan über Bluetooth oder WLAN zwischen mindestens zwei mobilen Endgeräten aufbauen lässt. Dabei können alle Teilnehmer des Funknetzes gleichberechtigt miteinander kommunizieren, ohne Daten über einen Access-Point versenden zu müssen. Dem Ad-hoc-Netzwerk gegenüber steht ein WLAN-Netz im Infrastruktur-Modus, in das sich Endgeräte über mindestens eine Basisstation, z.B. WLAN-Router, einbuchen können.

Aufbau eines Ad-hoc-Netzwerkes

Der Begriff "ad-hoc" ist Lateinisch und bedeutet "sofort". Werden vom Nutzer am Endgerät Bluetooth- oder WLAN-Verbindungen aktiviert, sucht das Gerät sofort automatisch nach einer geeigneten Gegenstation. Anschließend werden ein Netzwerkname und Passwort festgelegt, worüber sich alle am Ad-hoc-Netzwerk beteiligten Geräte verbinden können. Für ein Ad-hoc-Netzwerk ergeben sich zwei Funktionsweisen. Bei der direkten Verbindung erscheinen alle Teilnehmer in der Netzwerkübersicht des Endgeräts und können untereinander kommunizieren. Bei der indirekten Verbindung haben einige Netzwerkteilnehmer nur über ein weiteres Gerät indirekten Zugriff auf andere Teilnehmer.

Vor- und Nachteile von Ad-hoc-Netzwerken

  • Vorteile: Der größte Vorteil eines Ad-hoc-Netzwerks ist die Möglichkeit der spontanen und schnellen Verbindung von Geräten zum direkten Datenaustausch. Durch die Vermeidung eines Knotenpunkts, z.B. Router, und der Verschlüsselung des Netzwerkes, ist die Datenübertragung sehr sicher und vor einem Totalausfall geschützt. Darüber hinaus werden weder Kosten fällig, noch ist eine zentrale Verwaltung notwendig.
  • Nachteile: Ad-hoc-Netzwerke eignen sich weniger für eine Verbindung großer Teilnehmerzahlen, da es bei einer indirekten Verbindung schnell an Übersichtlichkeit verliert. So wird die Fehlersuche komplex und zeitintensiv, weil sich jedes Gerät wie ein eigenständiger Router verhält. Auch besteht die Gefahr, dass ein Netzwerkteilnehmer außerhalb des Sendebreichs gerät oder sich abschaltet und damit kein Verbindungsaufbau möglich ist. Des Weiteren müssen alle Änderungen am Netzwerk, bspw. Netzwerkname oder Codierung, an jedem Endgerät vorgenommen werden.

Verwendung von Ad-hoc-Netzwerken

Ad-hoc-Netzwerke finden aufgrund der oben beschriebenen Eigenschaften überwiegend zum direkten und spontanen Datenaustausch zweier Geräte Verwendung. Über die Bluetooth-Verbindung mobiler Endgeräte können bspw. Kontaktdaten oder Musikdateien getauscht werden. Des Weiteren bieten Smartphones häufig die Möglichkeit des WLAN-Tethering, wodurch mobile Endgeräte via Ad-hoc-Netzwerk die Datenverbindung des Mobiltelefons nutzen können. Das Apple-Betriebssystem Mac OS X Lion nutzt Ad-hoc-Netzwerke für seine AirDrop-Technologie. Ohne manuelle Konfiguration der Ad-hoc-Verbindungen können Nutzer der Software über eine Kombination aus Bluetooth- und WLAN-Verbindung Daten austauschen.
Zuletzt aktualisiert am 10.04.2013 von
Dieser Lexikonartikel basiert auf dem Artikel Ad-hoc-Netz der freien Enzyklopädie Wikipedia.
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