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Energiebündel mit Luft nach oben - Zotac ZBOX Magnus One im Test



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Zugeordnete Tags Test | Produkttest | PC
Bereiche

Bewertung
Grundsolide
4

 Pro

  • Hohe Grafikleistung
  • Kompakte Größe
  • Durchdachter Aufbau
  • Einfacher Einbau
  • Aufrüstung möglich

 Contra

  • Erhöhte Geräusch- und Wärmeentwicklung

Zwischen schlankem Gaming-Notebook und wuchtigem, gern auch extravagantem Gaming-PC will sich die Mini-Version von Zotac mit aller Macht platzieren. Auf den ersten Blick gelingt das bereits recht überzeugend. Die Hardware verspricht genügend Leistung für ambitioniertes Gaming, während das Gehäuse kaum ein Viertel so groß ist wie eine gewöhnliche Desktop-Variante. Geradezu dezent wirken die komplett schwarze Gestaltung und der Verzicht auf eine Beleuchtung.

Dazu kommt der keineswegs übertriebene Preis von 1.500 Euro, der für eine Nvidia GeForce RTX 3070 und den Intel i7-10700 realistisch wirkt. Zwar müssen noch M.2-SSD und SO-DIMM-RAM eingebaut werden, aber das lässt die Gesamtsumme je nach Wahl der Komponenten nur um etwa 150 Euro anwachsen.

So viel zum allerersten Eindruck. Wie sich der Mini-PC in der Praxis verhält, wo der Aufbau Stärken und Schwächen zeigt und wer die kleine Kiste sinnvoll einsetzen kann, will ich im folgenden Test herausfinden.

Lieferumfang

Zumindest ein Hauch von Enttäuschung

Vom Einbau der Komponenten bis zum Benchmarktest muss die Zotac ZBOX Magnus One sich beweisen.
Vom Einbau der Komponenten bis zum Benchmarktest muss die Zotac ZBOX Magnus One sich beweisen.

Das Auspacken verläuft recht unspektakulär. Zotac setzt im Gegensatz zu einigen Konkurrenten weiterhin auf viel Plastik. Statt Recycling-Pappe und einer Hülle aus Papier sind dicker Schaumstoff und Folie zum Schutz im Karton. Der ist in jedem Fall gelungen. Die recht große und entsprechend dick gepolsterte Verpackung lässt die Überraschung bezüglich des kompakten Formats noch ein wenig größer ausfallen. Beim Herausnehmen machen sich zudem die knapp über 5 Kilogramm deutlich bemerkbar, die man dem kleinen Apparat gar nicht zutraut.

Dazu liegt eine Pappschachtel bei und sonst nichts. Deren Inhalt könnte kaum knapper ausfallen:

  • Kaltgerätekabel für EU und Großbritannien
  • Zettel mit Garantieerklärung & groben Bildchen zum Einbau der Komponenten
  • zwei WLAN-Antennen
  • Stick mit nötigsten Treibern

Hier wird das Herz des leidenschaftlichen PC-Bauers doch ein wenig enttäuscht. Zumindest zwei kleine Sticker der bereits enthaltenen Teile und vielleicht noch ein Aufkleber mit Eigenwerbung hätten bei der nicht ganz so kleinen Investition gern beiliegen dürfen.

Etwas weniger Kunststoff hätte ich mir für die Verpackung gewünscht.
Nur das Allernötigste liegt bei. Selbst der Stick enthält nicht mehr als Treiber, die unter Windows 10 ohnehin schon installiert werden.
Etwas weniger Kunststoff hätte ich mir für die Verpackung gewünscht.
Hardware

Alles stimmig auf dem Papier

Den Frust über die vermissten Sticker abgelegt, versöhnt der Blick auf die Technik. Zur Grafikkarte gibt es natürlich in den Leistungstests noch Ausführliches zu berichten. Ein schneller Blick auf die bereits vorhandenen Charts gewährt jedoch bereits den Ausblick auf enorm hohe Leistungswerte. Der i7-Prozessor ist mit Blick auf das High-End-Segment der Prozessoren nicht ganz vorn dabei. Sowohl aus dem Hause Intel als auch vom Konkurrenten AMD sind deutlich stärkere Kerne verfügbar sind.

Die weiteren Komponenten können ebenfalls überzeugen. Neben Gigabit-LAN, das zum Beispiel für die Internetverbindung ausreichen dürfte, ist auch Killer-LAN vorhanden. Die 2,5 Gigabit pro Sekunde erlauben unter anderem den Zugriff auf ein passendes NAS-System und insgesamt eine angemessen schnelle Kommunikation in einem lokalen Netzwerk. Das ist mindestens LAN-Party würdig. Ähnlich solide zeigt sich die WLAN-Ausstattung mit Killer Wi-Fi 6 AX 1650. Das erreicht unter halbwegs realistischen Bedingungen etwa 600 Megabit in der Sekunde und damit typischerweise die vierfache Geschwindigkeit eines Wi-Fi-5-Adapters.

Zwei freie M.2-Steckplätze und die auswechselbare WLAN-Karte liegen neben dem Prozessor.
Zwei freie M.2-Steckplätze und die auswechselbare WLAN-Karte liegen neben dem Prozessor.

Auch das Netzteil darf nicht unerwähnt bleiben. Es leistet 500 Watt, die auch mit Blick auf den maximalen Stromverbrauch von etwa 350 Watt mit Verstand gewählt sind. Dazu besitzt es die Zertifizierung “80 PLUS Platinum” und nutzt somit stets mindestens 90 Prozent des eingespeisten Stroms. Bei etwa 50 Prozent Last sind es sogar 94 Prozent Effizienz. So werden nicht nur durchschnittlich 50 Watt gespart im Vergleich zu einem Standard-Netzteil. Dieser nicht genutzte Strom wird auch nicht in Wärme umgewandelt, die gerade beim Gaming-Komponenten einen nicht zu unterschätzenden Aspekt darstellt.

Verwunderung hat allerdings der Anschluss meines Strommessgeräts ausgelöst. Noch vor dem Einschalten zeigt es etwa 2 Watt Verbrauch an. Da ich es nicht glauben konnte, mussten mehrere Messreihen und Szenarien Gewissheit bringen. Und ja, der Standby-Verbrauch liegt bei 2 Watt. Das ist ebenso zu viel wie die knapp 50 Watt, die im Leerlauf gemessen werden. Zum Glück sorgt das hochwertige Netzteil dafür, dass die Werte nicht noch höher ausfallen.

Leichte Ernüchterung kommt bei den USB-Anschlüssen auf. Von insgesamt acht Stück ist nur ein USB-C-Port dabei. Auch ist die Durchsatzrate auf 10 Gigabit in der Sekunde begrenzt. Das höchste der Gefühle ist also USB 3.1 oder gern auch USB 3.2 Gen2.

Wer weiterhin auf einen analogen Audio-Ausgang setzt und den Klang nicht per HDMI übertragen will, dem steht nur der Kombi-Stecker für Mikrofon und Lautsprecher auf der Vorderseite zur Verfügung. Das sieht dann nicht ganz so schön aus und etwas Kabelsalat ergibt sich ebenfalls daraus. Es lässt sich aber auch kein freier Platz für die Anschlüsse auf der begrenzten Fläche der Rückseite finden. Abgesehen davon darf die grundlegende Ausstattung als sinnvoll und praxistauglich eingestuft werden.

Fertigstellung

Zusammenbau leicht gemacht

Erst mit zusätzlichem RAM und einer Festplatte ist der PC komplett und startklar.
Erst mit zusätzlichem RAM und einer Festplatte ist der PC komplett und startklar.

Die Zotac ZBOX Magnus One ist ein Barebone. Um aus dem “blanken Knochen” einen PC zu machen, bedarf es mindestens noch des passenden Arbeitsspeichers und einer SSD für die M.2-Schnittstelle. Für diesen Test sind 16 Gigabyte HyperX Impact DDR4-2933 SO-DIMM und eine Kingston A2000 500 GB NVMe SSD M.2 im Einsatz. Beide Komponenten stellen eine vernünftige Wahl dar, da sie auch preislich im Mittelfeld liegen. Dürfte es ein bisschen mehr sind, würde ich den doppelten Arbeitsspeicher empfehlen und zur Samsung 970 EVO mit 1 Terabyte mit besseren Zugriffswerten greifen. Beides zusammen ist aber auch mehr als doppelt so teuer.

Bevor der Zusammenbau beginnen kann, muss der kleine Kasten zunächst geöffnet werden. Werkzeug wird hierfür nicht benötigt, denn die beiden gummierten Schrauben lassen sich ausschließlich per Hand drehen. Sowohl der Deckel aus Kunststoff als auch die Seitenteile aus Metall sind schlicht zusammengesteckt und mit einem Handgriff demontiert. Sofort eröffnet sich der Blick auf den zweigeteilten Aufbau. Eine Seite wird komplett von der Grafikkarte in Anspruch genommen. Auf der anderen Seite befindet sich das Mainboard, das kein eigenes Branding aufweist und wohl von Zotac selbst konzipiert wurde. Das Format entspricht keinem Standard, da selbst mini-ITX zu groß für das Gehäuse ist.

Die Zotac ZBOX Magnus One ist in zwei Bereiche eingeteilt. So können die Kühlung von Grafikkarte und CPU getrennt arbeiten.
Die Nvidia GeForce RTX 3070 stammt natürlich von Zotac und nimmt eine Seite komplett in Beschlag.
Das Mainboard ist eine Sonderanfertigung, die wohl ebenfalls von Zotac stammt.
Zwei große Lüfter im Deckel deuten an, wie viel Wärme im Betrieb abgeführt werden muss.
Die Zotac ZBOX Magnus One ist in zwei Bereiche eingeteilt. So können die Kühlung von Grafikkarte und CPU getrennt arbeiten.

Der Einbau gestaltet sich denkbar einfach, weil in Summe nur fünf Steckplätze frei sind. Zwei werden für den RAM benötigt. Dazu ist immerhin dreimal M.2 vorhanden. Das bereits verbaute WLAN-Modul ließe sich deshalb später anpassen oder verbessern. Neben einer M.2-SSD kann noch Intel Optane eingesteckt werden sowie eine klassische Festplatte oder SSD im Format 2,5 Zoll.

Sowohl RAM als auch Festplatte fallen im Vergleich zu absoluten Topmodellen etwas zurück. Bei SO-DIMM-Arbeitspeicher bleibt die Taktfrequenz auf 2.933 Megahertz begrenzt. Aber immerhin sind die Preise grundlegend vergleichbar mit den großen RAM-Riegeln. Die Geschwindigkeit der SSD wird durch den Prozessor ausgebremst. Hier wird nur PCIe 3.0 unterstützt, weshalb spätestens bei 4 Gigabit pro Sekunde Schluss ist. Der Nachfolger PCIe 4.0 käme auf das Doppelte und passende SSDs gibt es ebenfalls.

Nichtsdestotrotz passt die Hardware insgesamt sehr gut zusammen. Wer nicht gerade auf professionellem Niveau 3D-Modelle erstellen oder Videos bearbeiten möchte, wird den Leistungsunterschied im Grunde nicht wahrnehmen können.

Sind RAM und SSD eingebaut, wofür dann doch noch ein Schraubenzieher notwendig wird, kann das Gehäuse wieder geschlossen werden. Fehlt nur noch das Betriebssystem, das praktischerweise per USB-Stick aufgespielt wird. Im Normalfall läuft es auf Windows 10 hinaus. Die passenden Tools zur Erstellung des Sticks finden sich direkt auf der Homepage von Microsoft. Das eher exotische SteamOS wird auf die gleiche Weise installiert, degradiert den vielseitigen PC aber zu einer reinen Spielekonsole, gibt dafür aber noch ein wenig Schub bei den FPS.

Nur zwei RAM-Riegel in einem Format, das sonst in Notebooks verwendet wird, lassen sich einbauen.
Abgesehen von einem freien Festplattenslot sind keine weiteren Möglichkeiten zum Einbau von Komponenten vorgesehen.
Nur zwei RAM-Riegel in einem Format, das sonst in Notebooks verwendet wird, lassen sich einbauen.
BIOS

Wo nichts ist, kann nichts verstellt werden

Vor dem ersten Start darf ein kurzer Blick ins BIOS nicht fehlen. Dieser fällt allerdings ganz kurz aus, weil nichts zu entdecken ist. Die Eigenentwicklung von Zotac bietet im Grunde keinerlei Anpassungsmöglichkeiten. Lediglich die Starttemperatur für das Hochfahren der Lüfter und natürlich die Boot-Reihenfolge können geändert werden.

Das ist nur konsequent. Die ZBOX richtet sich schließlich nicht an Bastler, die nach dem letzten Quäntchen Leistung streben, das sich mit ein wenig Übertaktung noch herausholen lässt. Zudem sorgt der kompakte Aufbau des Gehäuses für eine Wärmeentwicklung, die durch Übertakten ins Ungesunde abdriften könnte. Das würde schließlich nur die wertvolle Hardware gefährden. Zotac bleibt damit auf sicheren Pfaden und bietet nur das Nötigste.

Weder besonders schick noch mit vielen Option versehen ist das BIOS.
Weder besonders schick noch mit vielen Option versehen ist das BIOS.
Leistung

Im eigenen Segment wunderbar schnell

Alltägliche Prozesse wie Arbeiten, Surfen, Streamen etc. gehen fast ohne spürbare Belastung der Ressourcen vonstatten. Unter anderem dauert ein kompletter Neustart knapp 25 Sekunden. Interessant wird es jedoch erst bei extremen Belastungen, die in einem Benchmark-Test halbwegs objektiv ermittelt werden können. Im Einsatz waren 3DMark und Cinebench.

Vor allem die Nvidia GeForce RTX 3070 treibt das System sehr gut an. Das verrät beim Blick auf die Screenshots zu den Benchmarks der Vergleich von GPU und CPU. Die CPU wird regelmäßig an die Belastungsgrenze gedrückt, während die Grafikkarte noch etwas Luft hat. Ein stärkerer Prozessor würde die Ergebnisse somit noch einmal deutlich nach oben schrauben können. Dementsprechend fallen auch die Werte bei Cinebench eher durchschnittlich aus, wohlgemerkt auf einem dennoch enorm hohen Niveau.

Für den Score, der bei Cinebench R23 für die Multi-Core-Berechnung ermittelt wird, muss leider ein ganzes Stück weit ins Mittelfeld gescrollt werden, wo sich auch mobile Prozessoren aus Gaming-Notebooks tummeln.

Mit Cinebench wird nur der Prozessor geprüft. Dabei gab es zumindest keine Auffälligkeiten.
Mit Cinebench wird nur der Prozessor geprüft. Dabei gab es zumindest keine Auffälligkeiten.

Etwas anders sieht es beim Score von 3DMark aus. 11.954 Punkte bei Time Spy und 23.542 bei Fire Strike liegen deutlich über dem Durchschnitt. Das entspricht – nur zum Vergleich – einem Gaming-Notebook wie dem Razer Blade 15 Advanced 2021, das auch nach Einberechnung der zusätzlichen Komponenten deutlich über 1.000 Euro teurer wäre.

Noch höhere Leistung findet sich am ehesten in großen Gaming-PCs wie einem MSI Infinite X mit i7-10700KF und RTX 3070, der dank des schnelleren Prozessors und mehr Platz für den Wärmetransport punkten kann. Auch hier müssten annähernd 1.000 Euro mehr aufgewendet werden.

Ambitioniertem 4K-Gaming steht bei der Zotac ZBOX Magnus One aber nichts im Wege. Selbst neuste Titel sollten komplett ohne Abstriche spielbar sein.

Die kleine Box hält bezüglich der Grafikleistung selbst mit sehr kostspieligen Notebooks locker mit. Gegen Gaming-PCs, die sich allein schon wegen der Größe gut übertakten lassen, kann sie nicht bestehen. Hier setzt sie sich aber mit dem kleineren Format und ihrem Preis durch.

Der Score bleibt leicht unter dem Durchschnitt bezogen auf die RTX 3070, aber die Grafikleistung kann voll überzeugen.
Insbesondere die CPU-Temperatur steigt auf Volllast an. Die Grafikkarte bleibt dagegen unter 80 °C.
Ein ähnliches Bild ergibt sich bei Fire Strike. Die Leistung ist ausgezeichnet, aber leicht unter Durchschnitt im Vergleich zu anderen Systemen mit der RTX 3070.
Die hohe CPU-Temperatur führt auch hier zur Absenkung der Taktfrequenz, aber nur unter extremen Bedingungen.
Der Score bleibt leicht unter dem Durchschnitt bezogen auf die RTX 3070, aber die Grafikleistung kann voll überzeugen.
Stärken und Schwächen

Sehr gut für anspruchsvolles Gaming, eher nichts für Tüftler

Die Suche nach einem kompakten und leistungsstarken Gaming-PC kann bei der ZBOX im Grunde abgebrochen werden. Die Spieleleistung ist unbestritten sehr hoch und vor allem im Vergleich zum Gaming-Notebook kann sie auf ganzer Linie überzeugen. Dass sie nicht so transportabel ist, gilt kaum als Argument. Schließlich entwickelt auch die Notebook-Variante erst mit großem Monitor, mindestens mit Gaming-Headset und fest am Strom angeschlossen ihr Potential.

Sowohl der Einbau der fehlenden Komponenten als auch die generelle Einrichtung stellen niemanden vor Probleme. Wer schon einmal die Festplatte in einem PC getauscht hat oder sich das zumindest zutraut, wird hierin kein Hindernis erkennen.

Neben der hohen Leistung in kleinem Format ist auch die mögliche Nachrüstung sehr interessant. Sowohl die Grafikkarte als auch der Prozessor sitzen auf ihren Standard-Anschlüssen.

Eine Aufrüstung auf den noch schnelleren Intel Core i9-10900 gelänge vergleichsweise mühelos. Wegen der identischen Wattzahl sollte der sehr flache Kühler ausreichend sein.

Ähnliches gilt für die Grafikkarte. Sie besitzt Standardmaße. Ein neueres Modell, das in ein, zwei Jahren zweifellos neue Maßstäbe setzt, darf lediglich in Länge die gebotenen 20 Zentimeter nicht überschreiten.

Die Schwächen ergeben sich aus der geringen Größe. Zwar ist der PC somit recht leicht zu transportieren und lässt sich dezent aufstellen. Die Kühlung der Komponenten gestaltet sich dadurch jedoch sehr umständlich. Neben der räumlichen Trennung der beiden Hauptverursacher für Hitze, Grafikkarte und CPU, muss auch das Panel mit den beiden nach oben gerichteten Lüftern viel arbeiten. Entsprechend warm wird die ZBOX und gut hörbar ist sie ebenfalls – leider bereits im Leerlauf.

Steigt die Temperatur zu weit an, wird der Prozessor nach unten getaktet, was die Leistung für kurze Zeit einschränkt. Zu sehen ist dies in der detaillierten Überwachung der Benchmark-Tests. Erst bei geringerer Taktfrequenz sinkt auch die CPU-Temperatur wieder.

Allerdings könnten exakt diese Problempunkte im Grunde bei jedem Gaming-Notebook und einer Reihe von Gaming-PCs angeführt werden, die vergleichbar hohe Leistungsdaten aufweisen.

Die Desktop-Grafikkarte hat in der Länge knapp 20 Zentimeter Platz und sitzt auf dem Anschluss PCIe 3.0 16x.
Die Desktop-Grafikkarte hat in der Länge knapp 20 Zentimeter Platz und sitzt auf dem Anschluss PCIe 3.0 16x.
Fazit

Das bessere Gaming-Notebook

Für alle, die gern auch das letzte Megahertz aus Prozessor, RAM und Grafikkarte herausholen, viele Leuchteffekte und Platz für ein RAID benötigen, ist die Zotac ZBOX Magnus One ungeeignet.

Als fast fertiger Gaming-Computer überflügelt sie vor allem bestens ausgestattete Notebooks in nahezu jeder Hinsicht. Die Komponenten für ein Desktop-System zeigen sich leistungsstärker als die mobilen Varianten und es besteht sogar die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt einzelne Teile wie Prozessor oder gar Grafikkarte auszutauschen und aufzurüsten. Gerade das ist bei einem Notebook nur mit sehr hohem Aufwand möglich.

Einzig die noch bessere Tragbarkeit spricht für das Gaming-Notebook, das jedoch zum Zocken ebenso auf eine Stromversorgung angewiesen ist.

Schlussendlich ist auch der Preis ein schlagendes Argument für den kompakten PC von Zotac. Zusammen mit einem standesgemäßen Monitor, würdigen Eingabegeräten sowie RAM und SSD bewegt sich die Gesamtsumme selbst bei hochwertigen Komponenten deutlich unter 2.500 Euro.

Muss der Gaming-PC nicht ständig dabei sein und soll er einfach nur funktionieren, statt durch Übertaktung das absolute Maximum zu erreichen, ist die ZBOX Magnus One eine ausgezeichnete Wahl. Mit der aktuellen Grafikkarte und dem grundsoliden Prozessor für hohe Ansprüche sollte sie auf längere Sicht viel Spaß bereiten.

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2 Kommentare

  1. Alexander Kasprick schrieb am
    Bewertung:

    Das mit der Lautstärke ist sicher ein großes Ärgernis. Hier hätte sich ZOTAC mehr Mühe geben sollen. Legendär ist doch der Magnus mit dem Wakü. Als Bastler wird man sicher mit einem Dan Mini ITX Case glücklicher.

  2. Edmund schrieb am
    Bewertung:

    Als Besitzer des Magnus One, gekauft bei Cyberport bin ich sehr zufrieden mit dem Gerät. Vielen Dank für die ausführliche Review. Ein relevantes Detail fehlt jedoch!

    Der i7-10700 Prozessor ist im Magnus One nicht so leistungsfähig. Computerbase schreibt: "Die Performance, die ein Core i7-10700 mit dauerhaft erlaubtem PL2 auf vielen Desktop-Mainboards zeigen würde, liefert der Prozessor in Zotacs System nicht."

    In der Praxis merkt man das kaum, jedoch ist die Multicore-Leistung durch die von Zotac begrenzte Turbolaufzeit der CPU geringer. Das wird Benutzer enttäuschen, die viel Videoschnitt machen oder 3D Grafik rendern und einen i7 erwarten, aber eigentlich nur einen starken i5 Prozessor bekommen.

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