Tests

Video-Bearbeitung: Adobe Premiere Elements 12 im Test



2
Zugeordnete Tags Software | Adobe | Video
Bereiche

Bewertung
tolle & übersichtliche Leistung für Videofans
5

 Pro

  • Bearbeitungen & Effekte
  • Exportmöglichkeiten
  • Geschwindigkeit
  • anfängertauglich
  • Experten-Modus
  • Modus für InstantMovie
  • vorgefertigte Themes
  • kostenlose Musik-Bibliothek
  • zahlreiche Effekte

 Contra

  • keine

Oft schreibe ich hier über Smartphone- oder Tablet-Kameras und bewerte die Qualität von Bildern und Videos. Doch um vor allem ein Video optimal für das Internet oder einen schönen Film aufzubereiten, benötigt es neben Top-Hardware noch einiges mehr. Ebenso wichtig ist eine gute Software für PC oder Mac, mit der ihr das Ausgangsmaterial bearbeiten und im richtigen Format abspeichern könnt. Komplettiert werden solche Programme durch Features, die schöne Effekte oder Übergänge zwischen einzelnen Szenen liefern oder durch Intros sowie das Hinzufügen von stimmungsvoller Musik die Videos aufwerten.

Nun gibt es in diesem Bereich nahezu unzählige verschiedene Software-Angebote und jeder Nutzer hat andere Anforderungen. Auch ich habe lange nach einer Lösung gesucht, die mich komplett zufrieden stellt – denn oft ist die Software für meine Anforderungen nur unzureichend ausgestattet oder kostet wiederum sehr viel Geld. Zudem ist mir natürlich auch die Benutzerfreundlichkeit sehr wichtig. Immerhin möchte ich ich nicht erst einen vierwöchigen Kurs belegen, um mein Video richtig bearbeiten zu können.

Mit diesen Ansprüchen suchte ich nach einer kostengünstigen Einsteiger-Lösung, die viele Möglichkeiten bietet und trotzdem übersichtlich bleibt. Da kam mir Adobe Premiere Elements 12 gerade recht, das ihr bei Cyberport für 79,90 Euro erhaltet. Was die Software genau bietet und welche Möglichkeiten ihr mit ihr habt, erfahrt ihr nun hier.

Erste Schritte

Schnelle & bequeme installation

Vorauswahl
Vorauswahl

Die Installation der Software ist sowohl auf dem PC als auch auf dem Mac kinderleicht möglich. Direkt nach dem Start werdet ihr gefragt, ob ihr nun direkt den Video-Editor starten möchtet oder im Organizer Bilder oder Videos in die Bibliothek importieren möchtet.

Habt ihr bereits viele einzelne Videos oder eine Bildersammlung, die ihr zu einem Video hinzufügen möchtet, empfiehlt sich der Organizer. Hier könnt ihr die gewünschten Dateien zuerst in die Bibliothek aufnehmen, um sie innerhalb eures Projekts schneller zu finden. Darüber hinaus habt ihr ebenfalls die Möglichkeit, Online-Alben anzulegen und zu verwalten, um eure Daten zu sichern. Da es sich bei mir jedoch nur um wenige einzelne Videos handelte, die ich nur zusammenfügen und mit Effekten versehen wollte, startete ich direkt im Video-Editor.

Video-Editor

Übersichtliche Video-Bearbeitung

Video-Editor
Hinzufügen von Medien
Video-Editor

Beim Öffnen des Video-Editors erscheint direkt ein Fenster zum Importieren von Bildern oder Videos. Diese könnt ihr einerseits direkt von der Festplatte, aus der Online-Bibliothek oder dem Organizer öffnen oder andererseits direkt von einer angeschlossenen Kamera übertragen. Zudem ist auch die direkte Aufnahme von einer Webcam möglich. Besonders kann ich hier die sehr gute Übersichtlichkeit hervorheben: Bis auf wenige Menüs zeigt das Fenster nur die wesentlichen Funktionen an. Auch ein Laie findet schnell das richtige Video und kann es mit einem Klick importieren.

Das Menü ist einfach strukturiert und sehr aufgeräumt. Zudem wird es auch später nur sporadisch benötigt, da sich alle Funktionen direkt an der Stelle befinden, an der ihr sie braucht. Etwas weiter unten könnt ihr jederzeit zwischen drei Menü-Ansichten hin und her schalten: Die einfachste Variante wäre hier “schnell”, danach folgt ein Assistent für vorgefertigte Video-Themes sowie der Expertenmodus, der noch mehr Möglichkeiten für spezielle Anpassungen liefert.

In der Mitte des Fensters wird nach Importieren eines Videos die Vorschau angezeigt, die ihr jederzeit abspielen könnt. Auf Wunsch habt ihr auch die Möglichkeit, zu einem bestimmten Zeitpunkt zu scrollen. Direkt darunter befindet sich die Timeline. Dort könnt ihr weitere Videos hinzufügen, die Länge anpassen oder das Video an beliebiger Stelle schneiden. Ebenso lässt sich hier Musik hinzufügen oder Kommentare einsprechen.

Den Abschluss liefert uns die Werkzeugleiste. Hier stehen euch sämtliche Effekte, Übergänge, Töne oder Funktionen zur Verfügung. Diese könnt ihr jeweils mit einem einfachen Drag & Drop hinzufügen und bearbeiten.

Intro & Schnitt

Überblendungen & der richtige Abspann

Überblendungen
Veränderte Aussicht
Überblendungen

Jedes gute Video beginnt mit einem schönen Intro und endet mit einem Abspann. In diesen Bereichen könnt ihr aus einer großen Auswahl vorgefertigter Möglichkeiten wählen und diese einfach per Drag & Drop an der passenden Stelle einfügen. Natürlich lassen sich diese auch frei anpassen; ihr könnt Texte einfügen, Effekte für Bildlauf oder Einblendungen wählen sowie Länge, Farbe und alles erdenklich weitere anpassen.

Dasselbe gilt auch für die Überblendungen zwischen Intro und Video oder zwischen mehreren Videos. Diese könnt ihr ebenfalls einfach hinzufügen und perfekt editieren, damit es statt eines “harten Schnitts” sanfte Übergänge gibt. Bei Wunsch bringt Adobe Premiere Elements 12 auch effektvolle Übergänge mit. Die Auswahl ist hier sehr groß und dürfte kaum Einschränkungen bieten.

Effekte

Filter & der richtige Text

Anpassen von Texten
Anpassen von Texten

Gerade bei Dia-Shows oder Urlaubsvideos gehört immer wieder ein kleiner Info-Text ins Bild. Dieser lässt sich mit Adobe Premiere Elements 12 an jeder beliebigen Stelle einfügen und frei anpassen.

Noch interessanter sind jedoch die Videoeffekte, beziehungsweise Video-Filter. Soll das Video vielleicht aussehen, als wäre es schon vor 50 Jahren gedreht worden, oder mögt ihr Sepia-Farben? Auch Scheinwerfer-Effekte oder künstliche Unschärfe sind möglich, um dem Video den passenden Schliff zu verleihen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche interessante Effekte, bei denen es sich lohnt, sie sich anzusehen und auszuprobieren.

Features & Sound

Grafiken & die richtige Musik

Ein sehr schönes Feature stellen die einfügbaren Grafiken dar, die sich problemlos animieren lassen. So kann plötzlich im Bild ein dreidimensionales Fragezeichen wackeln oder ein Schmetterling auftauchen.

Für meinen Geschmack noch gelungener sind die integrierten Soundfiles, deren Länge sich entsprechend der Videolänge anpassen lässt. Diese liegen in vielen verschiedenen Genres sowie Stimmungslagen vor und können einem Video den passenden Schliff verleihen. In meinen Augen… ähh… Ohren ist der richtige Sound für ein gutes Video unabdingbar. Da ist es doch schön, wenn die Software die passenden Files gleich mit dazu liefert. Natürlich könnt ihr auch jederzeit eigene Musik importieren und dem Video hinzufügen.

Hilfe

Assistentenmodus zum Lernen

Assitenten...
...für die ersten Schritte.
InstantMovie
Assitenten...

Jeder Neuling hat hier hier die Möglichkeit, sich Schritt für Schritt erklären zu lassen, wie sich bestimmte Szenarien erstellen lassen. So könnt ihr sehr leicht und in wenigen Schritten erlernen, wie ihr Videos schneidet oder Texte hinzufügt. Nach dem Motto “learning by doing” wird einfach und verständlich beschrieben, wie ihr verschiedene Situationen meistert. Gerade zu Beginn lohnt es, wenn ihr hier mal reinschaut, damit ihr euch mit dem Programm sowie dessen zahlreichen Möglichkeiten vertraut macht.

InstantMovie für den schnellen Erfolg

Wenn euch das alles dennoch zu viel Arbeit ist, könnt ihr auf die „InstantMovie“-Funktion zurückgreifen. Hier wählt ihr nur noch das Video aus, entscheidet euch für eines der zahlreichen Themes und lasst Adobe Premiere Elements 12 die restliche Arbeit machen. Am Ende erhaltet ihr ein Video mit Intro und vielen Effekten, passend zum jeweilig gewählten Motto. Dies ist eine nette Funktion, überzeugt mich speziell bei längeren Videos aber nicht so recht. Für das kurze Videos vom Smartphone ist dieses Feature aber sicherlich reizvoll.

Bilder

Diashows einfach erstellt

Auch Diashows lassen sich sehr einfach erstellen – entweder manuell oder auch mit Hilfe eines Assistenten. Zu guter Letzt könnt ihr die Bilderfolge noch mit schönen Übergängen sowie Musik versehen und schon steht einer gelungenen Präsentation nichts mehr im Wege.

Experten-Modus

Mehr Möglichkeiten für erfahrene Nutzer

Expertenansicht
Expertenansicht

Solltet ihr an manchen Stellen bei den Bearbeitungs-Möglichkeiten an die Grenzen der Software stoßen, könnt ihr jederzeit direkt zur Experten-Ansicht wechseln. Hier ist die Timeline deutlich ausführlicher gestaltet und die Einstellungen wurden nochmals erweitert. In diesem Modus können sich die Profis austoben – doch auch ein Laien sollte sich hier noch gut zurechtfinden.

Habt ihr eure Einstellungen vorgenommen, könnt ihr wieder direkt in den einfacheren Modus wechseln. Das umschalten geht dabei prompt und ohne Wartezeit vonstatten.

Video-Ausgabe

Videorendering & Ausgabe

Habt ihr euer bearbeitetes Video fertig gestellt, müsst ihr es noch rendern und in dem gewünschten Format speichern. Hier stehen gleich zu Beginn einige Möglichkeiten offen, die euch die Entscheidungen abnehmen, in welchem Format ihr euer Video speichern solltet:

So könnt ihr zwischen der Ausgabe auf eine DVD oder CD, dem Speichern auf dem PC oder dem direkten Upload zu einer Video-Plattform wählen. Ebenso habt ihr die Möglichkeit, Videos direkt auf das Smartphone oder zum Online-Album übertragen zu lassen.

Besonders interessant war für mich der Upload zu einer “Sozialen Website”, was im Klartext YouTube, Facebook oder Vimeo bedeutet. Wählt ihr eine dieser drei Optionen, könnt ihr die Qualität anpassen. Hier habe ich natürlich Full-HD ausgewählt und es dann direkt zu meinem eigenen YouTube-Kanal hochgeladen. Dazu holt sich die Software im Vorfeld die Berechtigung ein. Erteilt ihr diese, kann direkt hochgeladen werden. Auch Beschreibungen und Titel lassen sich direkt in Adobe Premiere Elements 12 einstellen – die Ziel-Webseite muss dafür nicht besucht werden. Für mich ist diese Funktion eine sehr gelungene und vor allem einfache und schnelle Möglichkeit, Videos direkt hochladen zu können.

Das Rendern selbst geht trotz vieler Übergänge und Bearbeitungen erstaunlich schnell und beansprucht den PC oder Mac nicht übermäßig. Hier war ich positiv überrascht.

Mein Video-Ergebnis findet ihr direkt unter diesem Absatz.

Fazit

Top-Software für Top-Ergebnisse

Was soll ich noch weiter sagen, außer dass ich endlich eine Software für Video-Bearbeitung gefunden habe, die all meinen Ansprüchen genügt. Adobe Premiere Elemets 12 ist sowohl einfach und übersichtlich, als auch leistungsstark und vielfältig. Das Importieren aller erdenklichen Videoformate ist kinderleicht, die Bearbeitungsmöglichkeiten sind nahezu grenzenlos und das fertige Video ist im Handumdrehen gerendert und kann auf Wunsch direkt auf den entsprechenden Plattformen hochgeladen werden. Gern gebe ich dafür den schlanken Taler von 79 Euro im Cyberport-Websop aus.

Mein Video-Ergebnis könnt ihr entweder weiter oben oder direkt hier sehen. Dafür habe ich aus vielen tausenden Fotos mehrere Zeitraffer-Videos erstellt und diese mit Adobe Premiere Elements 12 zu einem ganzem Video zusammen geschnitten. Und ich bin mehr als zufrieden.

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2 Kommentare

  1. Boris Wagner schrieb am
    Bewertung:

    Hallo Daniel,

    mit welchem Rechner arbeitest du (CPU, RAM, Grafik, etc.) ?
    Bei mir dauert nämlich alles sehr lange…

    Danke.

    Gruß,
    Boris

  2. Hallo Boris,

    ich arbeite mit einem i7-2600 mit 3,4 GHz und 16 GB RAM.
    Als Grafikkarte habe ich eine NVIDIA GTX 550 Ti aber viel wichtiger in diesem Fall jedoch die SSD.
    Ich nutze eine Samsung SSD 850 PRO mit 256 GB. Gerade die Pro Version bringt nochmals knapp die doppelte Performance als die "basic" und gegen eine herkömmliche Festplatte gar kein Vergleich mehr. Hier sind Zeitersparnisse von 80% kein Problem mehr, besonders bei Videobearbeitung.

    Ein Bericht über die Basic Version findest du auch hier im Blog:
    https://www.cyberport.de/blog/tests/samsung-840-evo-ssd-mit-500-gb-im-test/2013/09/19/

    Ich würde dir in jedem Fall aber zur Pro Version raten da sie nochmals deutlich flotter läuft.Inzwischen sind diese selbst mit 256 GB recht günstig geworden, ich hatte damals noch weit über das doppelte zahlen müssen.
    https://www.cyberport.de/samsung-ssd-850-pro-series-256gb-2-5zoll-mlc-sata600–3306-01W_9446.html

    Beste Grüße
    Daniel

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