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Mit dem TomTom GO LIVE 1015 World durch Nordamerika



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Vier Wochen voller Irrfahrten, Abkürzungen und Probleme
Bekanntlich ist der Weg das Ziel und viele davon führen nach Rom. Solange man dort auch ankommt, kein Problem. Für mich ging es Anfang August aber nicht in die italienische Hauptstadt, sondern nach Nordamerika. Geplant war ein Vier-Wochen-Roadtrip von der Ost- zur Westküste der USA. Damit sich meine Ausgaben in Grenzen halten, sollte so oft wie möglich im Zelt geschlafen werden. Sofern man einen geeigneten Ort dafür finden würde. Dabei, aber auch bei der allgemeinen Orientierung, sollte mich das TomTom GO LIVE 1015 World unterstützen. Dass ich diesen Artikel am heimischen Rechner schreibe, zeigt immerhin, dass ich am Ziel angekommen bin, aber leider war das nicht immer so einfach. Ein kurzer Rückblick auf meine Tour der Leiden und das Testprodukt.
Technische Daten und Lieferumfang

  • Display: 13 cm (5 Zoll) Fluid-Touch-Display mit 480 x 272 Pixeln
  • Speicher: 8 GB intern, SD-Speicherkartenslot
  • Akkulaufzeit: bis zu 2 Stunden
  • Sonstiges: Bluetooth, Sprachsteuerung, 2 Jahre LIVE Service Europa kostenlos
  • Abmessungen: 143 x 88 x 19 mm (BxHxT)
  • Gewicht: 266 g
  • Lieferumfang: Easy-Click-Magnethalterung, USB-Autoladegerät, USB-Kabel, Installationsanleitung
    TomTom GO LIVE 1015 World – Teil 1 (Herstellerbilder)“

    Die Reise begann mit dem Flug nach New York, wo ich die ersten Tage verbrachte. Zu Fuß und per U-Bahn zog sich mein Weg durch Big Apple. Apropos Apple: Eines der Highlights war der Apple Store in der Grand Central Station. Während sich unten die Wege der Reisenden und Pendler kreuzen, wartet eine Ebene höher der Apple Store. Keine Außenwände, die mich beim Ausprobieren der neuesten Hardware aus Cupertino einengen würden, dazu die wunderbare Atmosphäre der riesigen Halle. Wow! Dagegen wirkte der Glaswürfel an der 5th Avenue recht langweilig.

    Rein in den Mietwagen und raus auf die Straße

    Von New York ging es weiter mit dem Mietwagen, der mich innerhalb von vier Wochen an den Pazifik bringen sollte. Nachdem ich einen unscheinbaren Ford Focus am Airport Newark in Empfang genommen hatte, wurde als Erstes das TomTom GO LIVE 1015 World an der Windschutzscheibe, kinderleicht und ohne großes Gefummel, angebracht und über das mitgelieferte USB-Kabel bzw. den Kfz-Adapter mit Strom versorgt. Das äußere Erscheinungsbild wirkt sehr schlicht, gefiel mir aber auf Anhieb. Ein On/off-Schalter, das war’s. Perfekt. Alle wichtigen Voreinstellungen hatte ich bereits in Deutschland vorgenommen, sodass es direkt losgehen konnte. Eine SIM-Karte hatte ich nicht eingelegt, weshalb ich einige Features des TomTom wie die Mitteilungen via Twitter, den Empfang von Informationen zu mobilen Radargeräten oder die Trip-Advisor-Bewertungen nicht testen konnte. Natürlich hatte ich aber vor Reiseantritt die aktuellsten Karten geladen, schließlich wollte ich ohne unnötige Umschweife an meine Ziele gelangen.

    Der Weg ist das Ziel, aber wo ist das Ziel?

    Die Frage stellt man sich häufig. War früher meist die Beifahrerin schuld, wenn man sich wieder einmal verfahren hatte, ist man heutzutage zwar selbst am Ziel, aber eben das Ziel nicht. Dies war in den vier Wochen meiner Reise sehr oft das Problem des TomTom: Was nützen mir auf den ersten Blick nützliche Informationen zu Points of Interests (POI), wenn diese gar nicht existieren? So geschehen bereits am ersten Abend, als ich entnervt das Unterfangen „Campingplatz suchen“ aufgab und im Motel übernachtete. Das Navigationsgerät zeigte mir zwei Plätze in der Nähe an, doch keiner von beiden existierte bzw. war dort zu finden, wo es das TomTom zu wissen meinte. Nun ist die Beschilderung in den USA für einen Deutschen sowieso gewöhnungsbedürftig lässig, aber dafür hatte ich ja ein Gerät mit, das immerhin über 300 Euro kostet.

    Der geschilderte Fall wiederholte sich innerhalb der vier Wochen nicht nur ein oder zwei Mal, sondern öfter. Ich will nichts gesagt haben, wenn sich herausstellt, dass auf dem angegebenen Campingplatz keine Zelte zugelassen sind, denn dies ist leider bei vielen Plätzen in den USA der Fall. Aber nachdem mich das GO LIVE 1015 World mehrmals in Boyscout-Camps (nur für Pfadfinder) und Gymnastikturnhallen (bei Santa Barbara) geführt oder mich zwischen Lagerhallen und Lkw-Anhängern zum Schlafen geschickt hatte, wurde ich leicht sauer. Den absoluten Knaller erlebte ich in Las Vegas: Ich sollte doch tatsächlich im altehrwürdigen Caesars Palace mein Nachtlager aufschlagen! Laut TomTom sollte sich dort ein größerer Campingplatz befinden. Auf meine Nachfrage am Empfang, ob es im Zimmer gestattet sei, ein Zelt aufzubauen und dann für kleines Geld zu übernachten oder ob ich dafür in den Keller müsste, durfte ich entnervt und leider ohne Platz für mein Zelt wieder zum Auto zurückkehren.
    Dann verlasse ich mich lieber doch auf die oft sehr schlechte Beschilderung in den USA, um einen Campingplatz für die Nacht zu finden.

    Bei Restaurants trat dieses Problem nicht auf, auch wenn die Anzeige der POI entlang der Route, am Ziel oder in dessen Nähe nie vollständig war. Fuhr ich 100 Meter weiter, wurden mir plötzlich mehr oder auch viel weniger Orte angezeigt, wo ich mich stärken konnte. Ist ja nicht so, dass das McDonald’s um die Ecke vorher nicht auffindbar war. Verhungern muss man in den USA also nicht, aber vielleicht mit einem leeren Tank stehenbleiben. Viermal wurde es knapp mit dem Erreichen der nächsten Gas Station. Die Panik war zu 50 Prozent unbegründet, da der Ford die interessante Eigenschaft aufwies, noch 20 bis 30 Meilen weiter zu fahren, wenn man ihn kurz abstellte und dann wieder startete. Vorher rannte die Restmeilenanzeige des Tanks nur so dahin. Trotzdem sorgte das Navi immer wieder für Adrenalinschübe, da es nicht existente Tankstellen anzeigte bzw. mich dorthin lotste, wo gar keine waren. Stattdessen befanden sich dort Schluchten, Bäume, Felsen oder nichts als heiße Luft.

    TomTom GO LIVE 1015 World – Teil 2″

    Viele Wege führen nach Rom und auch durch die Städte

    Ein anderes interessantes Phänomen ist die Routenwahl des TomTom GO LIVE 1015 World. Natürlich hatte ich es so eingestellt, dass ich stets über die schnellste Route zum Ziel gelangte. War ich wieder einmal auf der Suche nach einem Campingplatz, einem Restaurant oder einer Tankstelle, war es in 90 Prozent der Fälle so, dass ich von meinem Startpunkt auf dem Weg A zum Ziel kam, aber auf dem Weg B wieder zurück zum Startpunkt geschickt wurde. Teilweise waren diese Strecken wesentlich länger und nahmen mehr Zeit in Anspruch. So ging es munter über unzählige kleine Straßen durch Wohnviertel, deren Straßenkreuzungen von Stoppschildern zugepflastert waren. Der Blinker wurde einem Dauertest unterzogen, den er mit Bravour meisterte, anstatt einfach drei Blocks weiter zu fahren und dann auf die Hauptstraße abzubiegen, auf die ich ohnehin gelotst wurde. Vielleicht ist TomTom ja auch daran interessiert, dass man mehr vom Land entdeckt als die Touristen, die mit anderen Navigationsgeräten oder völlig ohne technische Hilfsmittel unterwegs sind – wer weiß?

    Hausgemachte Probleme oder einfach nur Softwareprobleme?

    Ich gebe offen zu, dass ich noch nie ein großer Freund von Navigationsgeräten war und selbst keines besitze. Da verlasse ich mich lieber auf meine Orientierung – auch wenn diese manchmal unter Hitze, Durst und Hunger etwas leidet. Wenn ich mir ein Gerät für knapp 300 Euro kaufe, die neueste Software aufspiele und dann mehrmals beim Aufrufen von POI die Warnung bekomme, dass meine SIM-Karte Probleme hat, obwohl ich gar keine eingelegt habe, wirft das doch Fragen auf. Zusätzlich zu denen, die mir durch die oben genannten Probleme sowieso bereits durch den Kopf gingen.

    Dass ein Navigationsgerät bei schlechtem GPS-Signal mal kurzzeitig die Orientierung verliert, ist nachzuvollziehen. Aber dass sich das TomTom GO LIVE 1015 World in downtown Chicago eine knappe Viertelstunde im Kreis drehte, ohne annähernd zu erkennen, wo es sich befindet, verwunderte mich schon. Ähnliches stellte ich auch fest, als ich den Mietwagen an der Westküste wieder abgab und zu Fuß durch die Stadt ging. Allzu hoch waren die Gebäude nicht, trotzdem versagte die Navigation so weit, dass ich dem Gerät teilweise um zwei Blocks voraus war. Lustig war es hingegen zu beobachten, wie sich das Gerät in den Bergen immer ein wenig auf Abwegen befand, denn es sah nicht so aus, als ob hier jemand in letzter Zeit die Straße verlegt hätte.

    Fazit: Schickes Navigationsgerät für Globetrotter mit einigen Schwächen

    Kurzum: Ich habe mein Ziel gefunden, auch wenn viele Wege fragwürdig oder unnötig waren oder abseits der Straßen lagen. Auch wenn das TomTom GO LIVE 1015 World ein wenig flacher sein könnte, gefällt es mir optisch sehr gut. Die Halterung für die Windschutzscheibe mit dem Feststellring ist hervorragend, das Gerät hielt seinen Platz im Mietwagen vier Wochen lang bombensicher. Abgesehen von den oben genannten Problemen in meinem Praxistest weist das Navigationsgerät auf Mautstraßen, Gemeinschaftsspuren und Radarfallen hin, sodass hier keine bösen Überraschungen auftraten. Die Schwächen bei den für viele Nutzer wichtigen POI wie Campingplätzen, Motels oder Tankstellen sollten allerdings nicht in der Häufigkeit auftreten, wie es in meinem Test der Fall war. Ich bin gespannt, ob dies bei Jakob, der aktuell mit dem Gerät durch die USA tourt, auch der Fall ist.

    Für etwas über 300 Euro kann ich das TomTom GO LIVE 1015 World trotzdem für Globetrotter empfehlen, da sich die Fehler durch Software-Updates beheben lassen sollten.

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  • 7 Kommentare

    1. Oskar schrieb am
      Bewertung:

      1. Das Navi hat eine eingebaute bzw. ab Werk vorhandene SIM-Karte, da braucht man selbst keine reinzustecken!
      2. Allerdings funktionieren selbst mit dieser SIM-Karte die TomTom LIVE-Dienste in Nordamerika nicht bzw. nur dann, wenn man das Gerät selbst in Nordamerika erwirbt. Der Haken bei Variante 2 wäre allerdings der, dass die LIVE-Dienste dafür nach der Rückkehr in Europa nicht funktionieren würden.
      3. Es gibt für Nordamerika hervorragende POI-Kategorien (Hotels, Motels, Diner, Tankstellen, Nationalparks, Malls, Museen usw. usf.) über das www herunterzuladen, teilweise kostenlos, teilweise kostenpflichtig. Die Qualität der TomTom eigenen POIs war schon immer recht fragwürdig, und das gilt sowohl für Nordamerika wie auch für Europa und sicherlich ebenfalls für den Rest der welt.
      4. Das TomTom Routing ist schon allein wegen IQ-Routes das Beste, was es für ein Navi gibt. Wenn auch noch HDT (aus dem LIVE-Paket) dabei ist/wäre, erst recht. Gründe für Aussetzer oder vermeindliche Unzulänglichkeiten gibt es viele, in den Ballungszentren NA’s liegt das meist am fehlenden GPS-Empfang in den Hochhausschluchten. Oft sind es aber auch turn-restrictions.
      5. Mit ein wenig mehr Vorbereitung (Infos sind in zahlreichen Navi-Foren mehr als ausreichend vorhanden!) hätte sich der Autor den meisten Ärger vom Halse halten können und sehr wahrscheinlich einen besseren Eindruck von diesem Navi gewonnen.

    2. Ben Walther schrieb am
      Bewertung:

      Hallo Oskar,

      vielen Dank für dein Feedback.

      Da ich das Navi ersten einen Tag vor Abreise bekommen haben, konnte ich mich nicht so intensiv wie sonst damit auseinandersetzen.

      Bei den POIs war ich wirklich etwas sehr genervt von den TomTom-eigenen. Da lohnt sich das Herunterladen von weiteren auf jeden Fall, um nicht unnötige Wege zu riskieren.

      Es lag meines Erachtens nicht am schlechten GPS-Empfang in den Häuserschluchten, dass sich das TomTom minutenlang im Kreis gedreht hatte. Es hat mich ohne Probleme in die Stadt hinein und dort auch in Richtung Parkhaus gebracht. Den Weg zurück musste ich mir dann selbst suchen.

    3. Oskar schrieb am
      Bewertung:

      Hallo Ben,

      solltest du jemals wieder mit einem TomTom unterwegs sein empfehle ich dir vorher einen Besuch bei uns http://www.meintomtom.de/forum/ :-)
      Ich wünsche dir noch ein schönes Wochenende.

    4. Norbert schrieb am
      Bewertung:

      Ich hatte überlegt, mir das Gerät für die nächste Tour entlang der Ostküste zu besorgen. Nach der Rezension werde ich davon aber wohl nochmal absehen. Zumal es (etwas off-topic) in den USA vom AAA (dem amerikanischen ADAC sozusagen) wirklich hervorragende Karten gibt, gerade auch mit Camping-Plätzen etc.!

    5. Oskar schrieb am
      Bewertung:

      In Zeiten wie diesen fühlt sich ja so ziemlich Jeder befähigt, Rezensionen zu Gott und der Welt zu verfassen. Selbst wenn man unterstellt dass immer ein guter Wille dahintersteckt, so heißt das noch lange nicht, dass jede Rezension eine gute Rezension ist.

      Manchmal, so wie in diesem Fall, war nicht ausreichend Zeit vorhanden sich mit der Materie zu beschaffen, aber so mancher „Rezensionist“ ist gar nicht in der Lage oder willens dazu. Rezensionen sind im Grunde eine feine Sache, aber sie befreien eben nicht davor, sich (besser) eine eigene Meinung zu bilden. Bleibt das aus ist die Wahrscheinlichkeit, dass der gewonnene Eindruck falsch bzw. verfälscht ist, groß.

    6. Ben Walther schrieb am
      Bewertung:

      Für einen zweiten, ausführlicheren Test haben wir einem unserer Redakteure das TomTom GO LIVE 1015 World ebenfalls in die Hand gedrückt. Er wird seinen ausführlicheren Test in den nächsten 1-2 Wochen veröffentlichen.

    7. Paul D. schrieb am
      Bewertung:

      Hallo Norbert,
      Es ist sehr schade, dass dich Ben mit seinem übertrieben, laienhaften Bricht ins Bockshorn gejagt hat http://de.wikipedia.org/wiki/Bockshorn_(Redensart).
      Zuerst zu meiner / unseren Person / en, ich / wir bin / sind 1968 nach Amerika ausgewandert und seitdem, wenigstens einmal im Jahr nach Europa gereist.
      Seit 2004 war ein TomTom Go GPS in unserem Gepäck als unser ständiger Begleiter. Wir haben es vorher noch auf den Straßen von Fort Myer, Los Angeles und deren weiterer Umgebung (bis Ensenada über San Felipe, Mexiko) ausprobiert.
      In 2007 sind wir auf den 920T umgestiegen, der wesentlich flacher war und Straßennamen angesagt und damit das Fahren durch Großstädte wesentlich erleichtert hat.
      Unser 920T war wesentlich besser als ein in einem Peugeot 407 TDI eingebautes GPS, was die Parkgarage des Louvre in Paris nicht finden konnte. Diese Aufgabe war für den 920T kein Problem, es war ihm allerdings nicht möglich eine unbesetzte Parklücke für uns zu finden, da mussten wir uns selbst bemühen.
      Das in dem Peugeot eingebaute GPS hat auch die Autobahnen von Österreich nicht als Mautstraßen erkannt und hatte keine Autobahn vermeiden Einstellung, was bei dem 920T, alles Selbstverständlichkeit war.

      In 2011 war das Kartenmaterial des 920T so veraltet, dass wir sehr oft in Europa, besonders Deutschland und Österreich im Grünen gefahren sind. Unter diesen Umständen wurden wir sehr oft aufgefordert nach recht oder links in eine Brückenwand zufahren, wenn eine ältere Straße die angebliche Wiese gekreuzt hat. Ein gesunder Menschenverstand sollte so etwas aber nicht zulassen, ist das richtig, Ben?
      Das im Frühjahr 2012 gekaufte Europa Kartenmaterial für den 920T, hat die ebenbeschriebenen Probleme total behoben und uns zusätzlich die Fahrspurassistenz (lane guidance) gegeben, wir waren voll begeistert.
      Unsere Begeisterung at uns veranlasst im Dezember des gleichen Jahres, auch neues US Kartenmaterial für den 920T zu kaufen, da wir vor der neunten quer durch das Land Fahrt (cross country drive) von Florida nach Los Angeles standen.
      Das aufspielen des neuen Kartenmaterials, hat unseren innigste geliebten 920T ins Wallhall befördert. Diese böse Tat der Firma TomTom, hatte in diesem Moment unsere Liebe für diese Marke zerstört und ich hatte geschworen sie vor den Kadi zu bringen. Natürlich nicht ohne vorher einen Einscheibebrief mit unseren Bedingungen und Forderungen an das amerikanisch Hauptquartier zu senden.
      Wir hatten uns dann eine Gramin 17??TM mit US und Europa Katenmaterial gekauft, was uns auf der Fahrt nach Los Angeles und zurück sehr enttäuscht hat. Um die volle Enttäuschung auf das Papier (den Monitor) zu bringen, müsste ich diesen Kommentar um drei Seiten verlängern.
      Die doch recht große Enttäuschung die uns das Garmin beschert hat, hat uns veranlasste es wieder zurückzugeben und uns mit der Firma TomTom, auf deren Bitte hin außergerichtlich, zu unserer vollen Zufriedenheit zu einigen.
      Nun haben wir den 2535 TM WT, was dem TomTom GO LIVE 1015 World, baugleich ist. Wir haben das Gerät ausgiebig studiert und ausprobiert. Heute hat es mit dem POI nicht geklappt ein Restaurant bei Namen zu finden, aber die Adresseneingabe, hat uns bis vor die Tür gebracht. Ich hatte uns das Restaurant mit Google Earth ausgesucht und mir mit “street view“ das Haus und Umgebung angesehen und ich habe mich dann bei der Ankunft in der neuen Umgebung recht heimisch gefühlt.
      Man sollte bei einer Reise über das groß baue Wasser neben dem GPS nicht nur ein Zelt und Badehose auf den Rücken schnallen und losziehen, man sollte ein bisschen planen. Dabei ist ein gutes GPS wie TomTom GO LIVE 1015 World und Google Earth mit street view unersetzlich. Street view ist recht unbekannt und unbeliebt in Deutschland, man hat sich mit Händen und Füßen und gerichtlich dagegen gewehrt, obwohl es ungefährlich und doch sehr hilfreich ist, wir benutzen es bei jeder Reiseplanung.
      Auch sollte man sich über die Gepflogenheiten des Landes, was man ausgiebig bereisen will gut unterrichten. In Amerika gibt es außer Forrest Gump und ein paar anderen, wenig die das Land durchwandern. Hotels / Motels (wir bevorzugen La Quinta) sind hier, wenn man im Voraus bucht recht preiswert. Die meisten, wenn nicht alle Hotelbuchungen können noch am Anreisetag bis vor sechs Uhr (18:00) storniert werden. Aus diesem Grund sind Hotelbuchungen im Voraus nicht riskant.
      Bei Campingplätzen, ich erinnere mich, man nannte sie irgenwann Zeltplätze in Deutschland, sollte man sich im voraus schlau machen, ob Zelte erlaubt sind, da hier in Amerika der größte Prozentsatz der Campenthusiasten auf Rädern unterwegs ist. Eine Vernachlässigung in dieser Richtung kann man nicht einem GPS in die Schuhe schieben
      Wenn man bei Google Earth “Camping in Las Vegas, NV eingibt, sind bei den meisten Angezeigten Stellen die beiden Buchstaben RV = recreational vehicle enthalten. Wenn bei einem Hotel diese Angabe gemacht wird, gibt es dort einen Abstellplatz für solche Fahrzeuge, aber keinen Zeltplatz. Die Eingabe POI – Camping – Las Vegas in unseren 2535, das aller Wahrscheinlichkeit nach das gleiche US Kartenmaterial hat wie Bens 1015 hat, gab es kein Caesars Palace Ergebnis. Das dürfte wohl eine von Bens Dichterischen Freiheiten sein. Was die fehlenden Tankstellen betrifft, America ist ein großes Land mit vielen Stürmen (Hurrikane und Tornados), die ab und zu große Teile des Landes verwüsten unter anderem auch Tankstellen, die dann dem Erdboden gleichgemacht und nicht wieder aufgebaut werden. Das Kartenmaterial kann manchmal nicht schnell genug auf den neusten Stand gebracht werden.

      Als wir im Dezember 2005, vier Monate nach Katrina nach Los Angeles gefahren sind haben wir die Verwüstungen in Mississippi, Louisiana und Ost Texas gesehen, die der Hurrikan hinterlassen hat. Wir mussten weit nördlich fahren, bis Jackson, Mississippi, um ein Hotelzimmer zu finden.

      Norbert, wenn du deine Ostküsten Tour noch nicht gemacht hast, komm aus den Bockshorn und kauf dir einen TomTom GO LIVE 1015 World, mach dich schlau und plane deine Fahrten und Übernachtungen im Voraus. Keine “triple A“ Karte, mag sie noch so gut sein kann dir soviel Auskunft, Sicherheit und Gemütlichkeit geben, wie ein gutes GPS, wir nennen unsers liebevoll Tommy.

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