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Steak-Zubereitung leicht gemacht: Fleischthermometer Meater + im Test



Zugeordnete Tags Essen | Gadget | Lifestyle
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Bewertung
Ein Plus für Grill-Liebhaber & Hobby-Köche
4,5

 Pro

  • hochwertige Materialwahl
  • einfache Bedienung
  • zeitloses, schlichtes Design
  • anschauliche, hochwertige Rezeptvideos
  • auch für Anfänger geeignet

 Contra

  • MEATER App mit Start-Schwierigkeiten

„Was ist dein Lieblingsgericht?“, ist eine Frage, die sich in so manchem Freundschafts-Album finden lässt. Tatsächlich hat wohl jeder ein Gericht, das er oder sie besonders gerne isst, andererseits aber wahrscheinlich auch einige Zutaten oder Speisen, die den persönlichen Geschmack gar nicht treffen.

Essen im Allgemeinen nicht zu mögen ist hingegen eher ungewöhnlich, zumindest habe ich noch niemanden getroffen, der mir sagte: „Ich hasse es, zu essen.“ Ganz im Gegenteil: Viele fühlen sich von ihrer Begeisterung zu Lebensmitteln so stark definiert, dass sie sich selbst liebevoll als „Foodies“ (engl. Food = das Essen) bezeichnen.

Auch ich zähle mich gerne zu dieser Gruppe und freue mich daher umso mehr, ein Testgerät serviert zu bekommen, das als Kochhelfer zu noch mehr Genuss verhelfen soll: das smarte Fleischthermometer MEATER +. Was das Gadget für Fleisch-, Fisch- und Grill-Liebhaber bietet, erfahrt ihr in diesem Test.

Lieferumfang

Umweltfreundliche Verpackung im handlichen Format

Die Verpackung zeigt eine minimalistische Skizze des MEATER + ...
... und besteht aus braunem Karton.
Die rechte Seite verrät, was sich in der Box versteckt.
Platzsparende Verpackung bei MEATER
Die Rückseite verweist auf Ladedauer und App.
Eine AAA Batterie ist im Lieferumfang enthalten.
Die Verpackung zeigt eine minimalistische Skizze des MEATER + ...

Geliefert wird das MEATER + in einer braunen Verpackung, die ungefähr der Länge einer Zahnbürste entspricht und aus Pappe besteht. Während die Vorderseite lediglich das MEATER-Logo ziert, zeigt eine auf der linken Seite abgedruckte Skizze, dass sich in der handlichen Schachtel wohl eher keine Zahnbürste versteckt. Die rechte Seite gibt dem Kind einen Namen: „Wireless | Smart Meat Thermometer“.

Ich bin gespannt und öffne die Box (, was ohne Schlaufe oder Lasche gar nicht so einfach ist). Im Inneren erwartet mich das Thermometer selbst samt Ladehalterung, in der es festgeklemmt sicheren Halt findet. Die Halterung füllt den Karton im Übrigen so weit aus, dass nichts weiter Platz hat – außer natürlich eine Bedienungsanleitung, die aufgrund ihres Formats ein wenig einem medizinischen Beipackzettel ähnelt.

Obwohl – eine Sache sei noch erwähnt: Als ich die Rückseite des Kartons betrachte, werde ich darauf hingewiesen, dass das MEATER + vor der Nutzung vier Stunden geladen werden muss. Dazu öffne ich die magnetisch befestigte Rückwand der Ladehalterung und entdecke gleich die mitgelieferte AAA Batterie. Praktisch, die muss ich also nicht zusätzlich kaufen.

Design

Meater setzt auf cleveres Design & hochwertige Materialien

Das Design des MEATER + wirkt hochwertig, wenn auch minimalisisch.
Neben einer Gravur ...
... und einer LED samt Knopf gibt es keine Verzierungen oder Spielereien.
Auf der Rückseite sind Magnete zu sehen, die ....
... das Öffnen der Batterie-Verkleidung erleichtern und ...
... Befestigungs-Möglichkeiten bieten.
Das Design des MEATER + wirkt hochwertig, wenn auch minimalisisch.

Dass ein Fleischthermometer große Hitze aushalten sollte, leuchtet ein. Deshalb besteht das MEATER + aus Edelstahl und Keramik und besitzt zwei Hitze-Sensoren: Einer befindet sich in der Edelstahlspitze und misst die Innentemperatur des jeweiligen Lebensmittels. Der andere sitzt am Fuß des Keramikgriffs und misst die Außentemperatur.

Die Thermometer-Halterung, die gleichzeitig als Ladestation dient, wurde aus Bambus-Holz gefertigt. Dadurch setzt sie einen netten Akzent zum metallischen Schimmer des Thermometers, wirkt dabei hochwertig und bleibt leicht. Übrigens ist dieses kompakte und leichte Format nicht nur für den Transport des Thermometers praktisch. Mithilfe zweier Magneten auf der Rückseite kann es so samt Ladehalterung beispielsweise am Kühlschrank befestigt werden, ohne nach unten zu rutschen.

Wie schon erwähnt, nutzt MEATER Magnetismus auch, um die Batterie-Verkleidung auf der Rückseite zu befestigen. Das klappt gut, ist also eine einfache, aber effektive Lösung.

Außer der MEATER-Gravur am Sockel und einer kleinen LED samt Knopf, die den Ladestand der Batterie beziehungsweise die Verbindung des MEATER + zum Smartphone anzeigt, hält sich der Hersteller mit Verzierungen oder Spielereien zurück. Gestaltungstechnisch wurde hier also vor allem die Praktikabilität in den Mittelpunkt gestellt, was bei einem Koch- und Grill-Helfer auch sinnvoll ist, wenn die Handhabung einfach bleiben soll.

Alles in allem gefällt mir der MEATER + optisch sehr gut – und angesichts des recht minimalistischen und zeitlosen Designs wird es wahrscheinlich den meisten so gehen. Den Einsatz der Magneten finde ich ziemlich clever, besonders weil ich eine eher kleine Küche habe und mir diese Befestigungs-Lösung bestens entgegenkommt.

App-Einrichtung

Holperiger Start in die MEATER App

Zu Beginn zeigt die App hilfreiche Informationen zu Thermometer ...
... und Bluetooth Verbindung.
Eine Standort-Aktivierung ist zur Verbindung erforderlich.
Übersicht zum Start und zur Anmeldung. Das Update dauerte länger als erwartet.
Die App ist eingerichtet, das Kochen kann beginnen.
Zu Beginn zeigt die App hilfreiche Informationen zu Thermometer ...

Mein MEATER + ist geladen, jetzt beginnt der spaßige Teil: das Kochen! Naja…fast, denn damit mir das smarte Fleischthermometer seine gemessenen Daten übermitteln kann, muss ich noch schnell die MEATER App installieren.

Dabei ist „schnell“ genau das Stichwort, denn die Einrichtung der Anwendung dauert mich leider um einiges länger als erwartet. Aber beginnen wir von vorn.

Wird die App zum ersten Mal gestartet, erscheint zunächst eine Begrüßung gefolgt von einigen anschaulichen und interessanten Informationen über das MEATER +, wie seinen Aufbau oder die Verbindung via Bluetooth. Diesen Einstieg empfinde ich persönlich als durchaus passend und gelungen.

Ein wenig später begegnen mir allerdings einige Punkte, die Unverständnis und Ungeduld in mir auslösen. Was ich beispielsweise nicht verstehe, ist die Aufforderung, meinen Standort zu aktivieren, damit sich das Thermometer via Bluetooth mit meinem Smartphone verbinden kann. Später bin ich zudem angehalten, mir ein MEATER Cloud-Konto anzulegen.

Leider ist mir schleierhaft, welcher Zusammenhang zwischen meinem Standort bzw. einer Cloud und der Bluetooth-Verbindung bestehen sollen. Wirklich sinnvoll erscheint mir die Angabe nicht.

Dennoch will ich ja endlich anfangen zu Kochen, richte daher mein Konto ein und aktiviere meinen Standort. Euphorisch lege ich alle Zutaten bereit – bis dann doch noch etwas dazwischen kommt: ein Update. Geschlagene 12 Minuten später drehe ich schließlich zum ersten mal meine Herdplatte an – endlich!

Vorbereitung

Übersichtliche App-Oberfläche mit praktischen Tipps & Extras

Die Safety-Notch (dt. Sicherheits-Markierung) muss im Fleisch verschwinden.
Zu Beginn wähle ich mein Lebensmittel und die jeweilige Garstufe aus.
Die App bietet hilfreiche Tipps, Rezept- & How-To-Videos, Einstellungen & Info-Grafiken.
Die Safety-Notch (dt. Sicherheits-Markierung) muss im Fleisch verschwinden.

Bevor ich euch von meinem Kocherlebnis mit dem MEATER + berichte, sei erwähnt, dass ich mit Anfang 20 bisher eher wenig Erfahrung bei der Steak-Zubereitung sammeln konnte – genauer gesagt: noch gar keine. Umso erleichterter bin ich, als ich entdecke, dass die App mir schon vor der Zubereitung unter die Arme greift.

Zum einen liegt das an der übersichtlichen Benutzeroberfläche, die meinen Koch-Prozess Schritt für Schritt begleitet. Zu Beginn platziere ich das Thermometer im Fleisch. Sollte ich Hilfe benötigen, zeigt mir die App eine Info-Grafik an und verlinkt auf ein Video mit einer ausführlicheren Anleitung.

Nun wähle ich aus, welches Fleisch beziehungsweise welchen Fisch ich zubereiten möchte. In meinem Fall soll am Ende ein Ribeye-Steak auf dem Teller landen.

Nach meiner Auswahl werden mir sogleich die unterschiedlichen Garstufen präsentiert – inklusive Empfehlung der USDA (United States Department of Agriculture), also des Landwirtschaftsministeriums der Vereinigten Staaten. Um einen sicheren Genuss zu garantieren, sollte die Kerntemperatur meines Steaks demnach mindestens 66 Grad betragen, das entspricht einem „Medium Well“. Mit dem Regler darüber stelle ich schließlich meine Zieltemperatur ein. Ich entscheide mich für 55 Grad, also „Medium Rare“.

Übrigens bietet MEATER in der App auch Rezept-Videos zu verschiedensten Gerichten, wie Corned Beef, Lammrücken, Weihnachts-Gans oder Truthahn. Zwar sind alle Film-Clips ausschließlich auf Englisch verfügbar, allerdings meist lediglich von wenig Text begleitet und sehr anschaulich und hochwertig produziert. Dadurch sollten selbst Menschen mit geringen Englischkenntnissen den meisten Videos folgen können.

Zubereitung & Endergebnis

MEATER gibt die Temperatur & den Ton an

Ein paar Minuten Herderwärmung und einige Gewürze später, befördere ich mein Steak in die Pfanne. Die MEATER-App gibt sogleich eine ungefähre Zubereitungszeit von 10 Minuten an. Die grafische Darstellung empfinde ich dabei als sehr anschaulich.

In der Mitte wird groß die Garzeit angegeben. Verbildlicht wird dieser Wert zudem durch drei Marker und einer Hitzeleiste. Die Legende am oberen Rand zeigt die Bedeutung der Markierungen: Der lilafarbene Zeiger gibt die derzeitige Innentemperatur an und bewegt sich Schritt für Schritt von links in Richtung Mitte. Hier finden sich das blaue und grüne Dreieck: Blau steht für meine vorher definierte Wunsch-Innentemperatur, Grün für die momentane Außentemperatur, die am Keramikgriff gemessen wird.  Das ist also die Temperatur, die gerade außerhalb des Steaks in der Pfanne herrscht.

So stehe ich nun hier, wende mein Steak in der Pfanne und blicke gespannt auf mein Smartphone. Fast könnte man meinen, das hier ist ein lustiges kleines Handy-Spiel – bis mein Handy mich 1-2 Minuten vor Beendigung des Garvorgangs durch Vibration ermahnt: „Achtung, bald ist dein Steak fertig.“

Ein wenig später geht alles ganz schnell. Mein Smartphone klingelt, vibriert und blinkt rot: nun muss ich die Pfanne von der Hitze nehmen. Die App sagt mir jetzt, ich solle mein Steak ein wenig ruhen lassen. Einige Momente später wird die Anzeige endlich grün. Es ist Zeit für den Anschnitt.

Das Steak ist in der Pfanne, die MEATER-App sagt mir wie lange noch.
Meine gewünschte Innentemperatur ist erreicht. Nun muss ich das Steak schnell aus der Pfanne nehmen.
Das Endergebnis: Kartoffelecken und Salat mussten ohne MEATER-App zubereitet werden.
Der Anschnitt ist gelungen: Innen ist das Steak noch rosa, außen zeigt sich eine dünne Kruste.
Das Steak ist in der Pfanne, die MEATER-App sagt mir wie lange noch.
Fazit

Das Mahl ist durch – ist der MEATER ein "Plus" oder "Minus"?

Mein Steak ist nicht durch, es sollte ja auch „Medium Rare“ werden – und das ist auch gelungen. Dass diese Zubereitungsart nicht jedem mundet, dürfte klar sein. Geschmäcker sind, wie in der Einleitung beschrieben, nun einmal verschieden. Sicher wird es auch Steak-Liebhaberinnen und Profi-Köche geben, die sagen: „Ein Steak gehört auf den Grill!“ Aber um all das soll es jetzt gar nicht gehen.

Am Ende meines Tests stelle ich mir vielmehr die Frage: „Würde ich das MEATER + weiterempfehlen?“ Meine Antwort darauf lautet: „Ja!“ Und das hat seine Gründe.

Meiner Meinung nach hat MEATER es geschafft, ein Gadget zu entwickeln, dass das Potential hat, sowohl Hobby-Köche und Gelegenheits-Griller als auch Profis zu begeistern.

Sicher: Die App hatte ihre Anlaufschwierigkeiten und könnte sicher an der ein oder anderen Stelle optimiert werden, aber ist sie einmal eingerichtet, funktioniert sie einwandfrei. Mich haben vor allem die Rezeptvideos, aber auch die übersichtliche Bedienung überzeugt.

Anfängerinnen wie ich werden von der Anwendung an die Hand genommen und bekommen das Gefühl: Es kann nichts schief gehen. Meine anfänglichen Unsicherheiten zur richtigen Gartemperatur oder der passenden Garzeit wurden von Anfang an beseitigt. Wer auf diese Art der Führung verzichten will, kann in den Einstellungen beispielsweise den Alarm zum Ende der Garzeit deaktivieren.

Natürlich habe ich außer einem erfolgreich gegartem Steak in „Medium Rare“ keinerlei Beweise, ob das Thermometer auf den Punkt genau funktioniert. Analoge Vergleichs-Messwerte habe ich zumindest nicht vorgenommen. Dennoch: Meine erste Steak-Zubereitung ist mit dem MEATER + geglückt – und das ist doch schon mal ein Pluspunkt, oder?

Für knapp 110 Euro ist das Gadget zwar kein Schnäppchen, verspricht aber eine lange Haltbarkeit und ist mit anderen MEATER-Thermometern kombinierbar. Schlussendlich kann ich das smarte Fleischthermometer jedem ans Herz legen, der gerne Fleisch kocht oder grillt, auf eine hochwertige Materialwahl Wert legt, sein Kochsortiment platzsparend erweitern will und kein Problem damit hat, bei der Zubereitung ab und an das Smartphone zu zücken.

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