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Razer Book 13 mit Intel Evo im Test



Zugeordnete Tags Notebook
Bereiche

Bewertung
schlank, schnell & ausdauernd
4

 Pro

  • hochwertige Materialien
  • schlankes Design
  • sehr schönes Touchdisplay
  • farbenfrohe beleuchtete Tastatur
  • schnelle Performance
  • gute Aukkulaufzeit
  • viele Anschlüsse
  • schnelles WLAN

 Contra

  • unter Last sehr lauter Lüfter
  • Displayhelligkeit könnte höher sein
  • nicht fürs Gaming geeigent

Heute stelle ich euch das Razer Book 13 vor, das den Spagat zwischen Top Hardware und guter Akkulaufzeit schaffen will. Das Razer Book 13 ist mit dem Intel Evo-Zertifikat versehen, was auf neuste Hardware und schnelles Arbeitstempo schließen lässt. Die Marke Razer ist vor allem für Gaming-Hardware und beleuchtete Tastaturen bekannt. Außerdem typisch für den Hersteller sind bunte und auffällige Designs. Ob das Razer Book 13 dies alles vereinen kann, wie es mit dem Gaming steht oder ob Razer auch Business und Farben verbinden kann, will ich in diesem Test herausfinden.

Lieferumfang

Verpackung und Zubehör

Die Verpackung des Razer Book 13 ist schlicht in Schwarz gehalten aber dennoch mit auffälligen Logos versehen, sodass Razer als Marke erkennbar bleibt. In der großen Umverpackung finden sich eine kleinere Innenverpackung, sowie Netzteil und Stromkabel zum Laden des Notebooks. Die Verpackung selbst soll besonders Umweltfreundlich sein, was Razer auch direkt im Inneren der Packung anpreist. Weniger schön ist dann aber, dass das Netzteil wiederum in dicken Luftpolsterfolien verpackt ist.

Wenn ich die innere Verpackung öffne, bekomme ich gleich das silberne und sehr edel wirkende Razer Book 13 zu Gesicht. Darunter befinden sich zudem die Beipackzettel mit Staubtuch und kleinen Aufklebern. Das Notebook wirkt in dieser Verpackung, zusammen mit der zusätzlichen Umverpackung sehr gut geschützt.

Die Umverpackung ist in Schwarz gehalten.
Innen mit Razer-Verzierung
Größenvergleich
Lieferumfang des Razer Book 13
Die Umverpackung ist in Schwarz gehalten.
Design

Verarbeitung & Design

Als ich das Razer Book 13 zum ersten mal in der Hand halte, spüre ich direkt die hohe Qualität des Geräts. Dieses besteht fast ausschließlich aus stabilem und sehr gut verarbeitetem Aluminium. Mit 29,6 mal 1,5 mal 19,9 Zentimetern ist es sehr schlank, lässt sich prima auch auf dem Schoss nutzen und passt in nahezu jede Tasche. Mit einem Gewicht von 1,4 Kilogramm zählt es nicht zu den leichtesten Geräten, kann dennoch jederzeit dabei sein und ist dafür deutlich stabiler als viele andere Notebooks aus Kunststoff. Die Verarbeitung ist allgemein auf einem sehr hohen Niveau und Knarzen oder Klappern ist nicht wahrnehmbar.

Das Razer Book 13 wirkt von außen, anders als erwartet, eher wie ein Business Notebook – und das obwohl es von einer Gaming-Firma stammt. Auffällig ist im zusammengeklappten Zustand nur das eingravierte Logo auf der Displayrückseite. Razer versucht hier offensichtlich nicht nur Gamer anzusprechen, sondern mit kleinen Details die passenden Akzente für Business-User zu setzen. Darunter zählt zum Beispiel auch das WUXGA-Format des Displays, das sich optimal für Dokumente oder Websites eignet und dadurch besonders im Arbeitskontext punkten kann.

Mit 1,5 Zentimetern ist das Razer Book 13 recht flach.
Das Razer-Logo schimmert bei Lichteinfall sehr schön.
Rückseite mit Plastikverkleidung
Razer Book 13 im aufgeklappten Zustand
Mit deaktivierter Tastenbeleuchtung wirkt die Tastatur sehr dezent.
Mit 1,5 Zentimetern ist das Razer Book 13 recht flach.
Hardware

Tastatur als Markenzeichen von Razer

Besonders bekannt ist Razer vor allem wegen seiner guten Tastaturen, die außerdem häufig in allen Farben des Regenbogens leuchten können. Direkt nach dem Anschalten des Notebooks, ist dies auch das auffälligste Feature am ganzem Gerät.

Das Razer Book 13 verfügt über eine beleuchtete Tastatur, bei der ich nicht nur die Helligkeit anpassen kann, sondern auch jede Taste einzeln unterschiedlich bunt leuchtet. Mit der vorinstallierten Software „Razer Synapse“ lassen sich diverse Effekte der Beleuchtung oder die freie Belegung einzelner Tasten individuell konfigurieren.

Auf den ersten Blick wirkt das Farbenspiel sehr schön, jedoch sind manche Tasten nicht vollständig ausgeleuchtet. Besonders bei „Shift“ oder „Enter“ ist zu erkennen, dass eine LED für die größeren Tasten nicht ganz ausreicht.

Die Tasten selbst fühlen sich beim Tippen ausgezeichnet an, sodass auch längere Texte kein Problem darstellen. Der Tastenhub ist kurz aber präzise und der Druckpunkt klar spürbar. Die Pfeiltasten sind zwar etwas klein, aber dennoch für das ein oder andere Spiel geeignet.

Schönes Design auch mit bunten Farben.
Die Tastaturbeleuchtung funktioniert leider nicht immer perfekt.
Die Tasten lassen sich in allen Farben ansteuern.
Schönes Design auch mit bunten Farben.
Technische Daten

Performance mit Intel Evo

Intel Evo ist die Zertifizierung für Notebooks, die besonders modern ausgestattet sein sollen, aktuelle Hardware bieten und auch für die Zukunft ausreichend Performance bereitstellen. Dafür sorgt nicht nur ein Intel Prozessor der 11. Generation mit 16 GB Arbeitsspeicher, sondern auch das aktuell schnellste WLAN-ax.

Das Razer Book 13 kann mich im Alltagstest auf ganzer Linie überzeugen. Es ist immer sofort Einsatzbereit, läuft erstaunlich flott und Ladezeiten gibt es auch fast keine. Programme starten fix und auch Fotobearbeitung ist sehr einfach zu handhaben.

Je nachdem welche Energieeinstellungen ich nutze, merke ich aber schon Unterschiede. Im Performance-Modus rennt das Razer Book 13. Jedoch wird der Lüfter direkt sehr deutlich hörbar, was auf Dauer schon störend ist. Im Energiesparmodus ist es weiterhin flott und der Lüfter ist deutlich angenehmer und fast nicht unhörbar. Diese Leistungsdrossel kann ich hier sehr gut verkraften.

Sehr gute SSD-Geschwindigkeit
Sehr gute SSD-Geschwindigkeit
Gaming

Gaming mit Intel Iris

Stetig am Leistungslimit ist jedoch die onBoard Grafik Intel Iris Xe. Diese reicht für kleine Spiele aus dem Microsoft Store hin und wieder aus und genügt für Foto und Videobearbeitung. Steam oder andere Gaming-Bibliotheken braucht ihr aber nicht zu installieren. Hierfür ist das Razer Book 13 wirklich nicht gemacht. Kleinere Spiele wie „Stardew Valley“ oder „Factorio“, die wenig Grafikleistung benötigen, laufen. Für mehr Spielspaß hilft dann aber nur eine Gaming-Notebook.

Im Benchmark-Vergleich ist deutlich zu sehen, dass das Razer Book 13 sich eher als Business-Notebook eingliedert, statt als Gaming-Notebook.

Die Grafikleistung ist im Vergleich zu Gaming-Devices nur mangelhaft.
Die Grafikleistung ist im Vergleich zu Gaming-Devices nur mangelhaft.
Display

Display mit Touch und WUXGA

Viel mehr Spaß macht das 13,4 Zoll große WUXGA-Display. Dieses löst mit 1.920 mal 1.200 Pixeln auf, sieht dabei scharf aus und wirkt sehr farbenfroh und kontrastreich. Bilder sehen auf dem entspiegelten Display des Razer Book 13 sehr schön und realistisch aus und auch von der Seite ist die Blickwinkelstabilität gewährleistet.

Die Größe von 13,4 Zoll ist perfekt zum mobilen Arbeiten geeignet und ist dabei handlich genug, um auch mitgenommen werden zu können. Die Ränder des Displays sind hier zudem sehr schmal, sodass hier kein Platz verschenkt wurde. Einen einzelnen Arbeitstag kann ich damit bewältigen, auf Dauer benötige ich dann aber einen zusätzlichen Monitor am Arbeitsplatz.

Als besonderes Feature ist noch die Touchfunktion zu erwähnen, die neben dem normalen TouchPad Eingaben direkt am Bildschirm des Razer Book 13 ermöglicht. Die Displayeinheit bleibt dabei auch stabil stehen und wackelt nicht herum.

In Innenräumen sind Bildschirminhalte perfekt sichtbar, nur im Außenbereich dürfte es noch etwas heller sein. Meiner Meinung nach geht das aber noch in Ordnung.

Farbenfroh und kontrastreich
Die Displayränder sind schmal gehalten.
Die Helligkeit könnte besser sein.
Farbenfroh und kontrastreich
Akku

Akku hält fast was er verspricht

Die Akkulaufzeit des Razer Book 13 wird bei einer Akkukapazität von 4.602 Milliamperestunden mit bis zu zehn Stunden angegeben. Wer bereits ein Notebook besessen hat, weiß jedoch, dass Theorie und Realität bei Notebook-Akkus häufig weit auseinander liegen. Hierbei solltet ihr streng darauf achten, welche Energieoptionen ihr wählt, wie hell das Display eingestellt ist und ob die Tastaturbeleuchtung aktiv ist. Im Performance-Modus mit aktiver Beleuchtung und diversen Anwendungen kann es nämlich bedeuten, dass der Akku unter etwas Last bereits nach zwei Stunden geladen werden muss.

Nutze ich hingegen den Energiesparmodus, schalte die Tastaturbeleuchtung ab und reduziere die Helligkeit des Displays und beschränke mich auch auf die wesentlichen Anwendungen, dann erreiche ich auch Laufzeiten von bis zu acht Stunden realistisch. Einem sechs bis acht Stunden Netflix-Marathon oder Arbeitstag mit einfachen Office-Anwendungen steht dann auch nichts im Weg.

Geladen wird der Akku über das beiliegende Netzteil mit USB-C-Port. Von diesem Anschluss steht sowohl rechts als auch links einer zur Verfügung, sodass ich die Seite frei wählen kann.

Technische Daten

Sound und Anschlüsse

Um beim Netflix Marathon nicht auf Kopfhörer angewiesen sein zu müssen, die man jedoch sehr wohl per Bluetooth oder 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss verwenden könnte, sind Stereolautsprecher verbaut. Diese klingen ausreichend laut sowie klar und machen insgesamt ein guten, wenn auch nicht überragenden Eindruck.

Einen zusätzlichen Monitor könnt ihr jederzeit direkt per HDMI anschließen, dafür steht an der rechten Seite ein Anschluss bereit. Dort befindet sich auch der Kartenleser für microSD-Karten und einer von zwei USB-C-Anschlüssen inklusive Thunderbolt 4, die beide ebenfalls zum Aufladen des Akkus verwendet werden können. Ein zusätzlicher USB-A-3.1-Anschluss ist auf der linken Seite, um auch herkömmliche USB-Sticks verwenden zu können. Mehr benötigt es meiner Meinung nach nicht.

Der Speicher des Razer Book 13 ist 256 Gigabyte groß und sehr flott. Daten lassen sich hier sehr schnell speichern und Programme laden ebenfalls zügig. Da das Notebook für große Spiele ohnehin weniger gut geeignet ist, sollten hierauf auch alle Anwendungen problemlos Platz finden.

Anschlüsse links
Anschlüsse rechts
Sogar ein HDMI-Anschluss ist an Board.
Der Displaydeckelt hebt die Basiseinheit beim Aufklappen leicht an.
Anschlüsse links
Fazit

Fazit des Razer Book 13

Das Razer Book 13 wirkt erwachsen, und seriöser als der Name erst vermuten lässt. Es ist hochwertig verarbeitet, sieht toll aus und ist dank Intel Evo-Technologie auch zukunftssicher. Sofern Ihr euch auf Alltagsanwendungen, Fotobearbeitungen, Office-Aufgaben oder Homeschooling beschränkt, findet ihr hier ein leistungsstarkes und schnelles Notebook, welches bei entsprechenden Einstellungen zudem eine gute Akkulaufzeit bietet. Mit 13,4 Zoll und Touchdisplay ist es sehr flexibel einsetzbar und groß genug für produktives Arbeiten. Ein Highlight ist für mich die Tastatur, die dann doch typisch Razer den Hingucker liefert und eine gewisse Personalisierbarkeit bietet.

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