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Produkttest: Sony NEX-5 – Teil 1



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Mit der Silberbüchse auf Fotosafari
Ein haptisches Fazit – heute mal den Schluss zuerst: Ich kann mit der Sony Digitalkamera Alpha NEX-5 wenig anfangen. Und das liegt daran, dass sie mir zu klein und unpraktisch in der Hand liegt. Zwar ist der Handgriff so geformt, dass sie wie eine kleine SLR-Kamera aussieht, aber greifen lässt sie sich nicht so angenehm. Für meinen Geschmack ist sie etwas zu klein für die Hände eines Erwachsenen. Ich muss zur Erklärung nachschicken, dass ich sonst mit einer Canon EOS 1 Mark II fotografiere. Und der Umgang mit diesem Arbeitsgerät ist mir mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen. Mit dem besten Willen weiß ich nicht, wie ich die NEX-5 in der Hand halten soll, ohne mit den Daumen der linken und rechten Hand ständig auf dem rückwärtigen Display herumzuschmieren, oder unfreiwillig an Bedientasten zu stoßen.
Haptik
Für meine Durchschnittshände ist das Gehäuse zu kompakt, um ernsthaft damit arbeiten zu können. Wenn der Handgriff des Magnesiumgehäuses nicht geriffelt wäre, würde mir der Winzling vermutlich auch aus der Hand und zu Boden fallen. Diese Angst begleitete mich in den letzten Tagen auf Schritt und Tritt mit kleinen Foto-Apparaten – dazu zähle ich jene Kompaktkameras bis hin zu den Einsteiger SLR Kameras, wie z.B. eine EOS 450D. Und selbst die semiprofessionellen Apparate im Stile einer EOS 60D benutze ich am liebsten, wenn ein Batteriegriff angeschraubt ist. Die Haptik ist für mich erst einmal entscheidend, bevor die eigentliche Bildleistung des Foto-Apparates ins Gespräch kommt. Von der Größe ist die Sony Alpha NEX-5 also eher etwas für Kinderhände, und dabei habe ich nicht einmal so große Pranken.

Sony NEX-5″

Body, Akku etc.
Zugegeben, die Anmutung des titansilbernen Bodies sieht gut aus. Ein edles, unaufdringliches, schönes Teil ist der Testsieger der Zeitschrift VideoAktiv, Ausgabe 05/2010. Die wenigen Bedienelemente sind sinnvoll platziert: Oben rechts befinden sich der Einschaltknopf und der Auslöser sowie die Taste für die Bildwiedergabe. An der Gehäuserückseite sind ebenfalls rechts die Steuerelemente fürs Kameramenü angeordnet, inklusive einem 4-Wege-Schalter mit einem Rändelrad. Den übrigen Platz nimmt ein nach oben klappbarer Breitbild-Monitor mit einer Diagonale von 7,5 cm ein. Direkt über dem abnehmbaren E 2.8/16mm Wechselobjektiv sitzt der Anschluss für einen separat aufsteckbaren Mini-Blitz mit (kleiner) Leitzahl 7. Der Fotoknirps wirkt auf den ersten Blick spartanisch ausgestattet, aber hochwertig.

Vor dem Einschalten geht’s dann aber auch schon weiter mit dem Hadern und Zaudern. Der mitgelieferte Li-Ionen-Akku hat 7,7 Wh (1080Ah) wird komplett leer ausgeliefert und muss erst einmal im mitgelieferten Ladegerät ans Stromnetz. Nach ca. vier Stunden ist er voll, dann erscheint auf dem Display, das gleichzeitig als elektronischer Sucher dient, um das Aufnahmemotiv herum gruppiert eine Vielzahl von Bild- und Kamera-Informationen, deren Fülle den Benutzer zunächst erschlägt. Für jemand, der sich beim Fotografieren gerne auf das Motiv und den Bildausschnitt als auf die Kamera-Infos konzentrieren möchte, empfiehlt sich, die Bilddaten auszublenden oder zu minimieren.


Review von DigitalTrends

Sucher und Optik
Den sehnlich vermissten optischen Sucher ersetzt bei der Sony NEX-5 das 3 Zoll TruBlack-TFT-Display, das sich über ein Scharnier nahezu im rechten Winkel zum Kameragehäuse hochklappen lässt und dem Fotografen das Gefühl vermittelt, als schaue er von oben durch einen Lichtschacht. Ich halte mir eine Kamera aber lieber vors Auge als vor den Bauch und fotografiere nicht gerne mit ausgestreckten Armen. Möglichst weit weg auf Armlänge. Ich bin eben noch mit einer Sucherkamera groß geworden. So ist halt jeder mit einem Bedienkonzept sozialisiert und vertraut. Das ist wohl wie beim Fahrradfahren: Der eine liebt die gebeugte Haltung auf einem Rennrad, der andere den aufrechten Sitz auf einem City-Bike oder die Liegeposition auf einem Liegerad.

Meine Testknipse (Modell Sony NEX-5A) kommt mit einer 16mm Festbrennweite und einer lichtstarken durchgehenden 2.8 Blende daher. Das auch „Pancake“ genannte, flache Weitwinkelobjektiv hat übrigens keinen Bildstabilisator wie seine Zoom-Geschwister, die mir leider nicht zum Test zur Verfügung standen und ich somit nicht einer Beurteilung unterziehen konnte. Spontan denke ich ans Spielen mit einer Modelleisenbahn.

Im zweiten, abschließenden Teil kommt dann die Praxistauglichkeit zur Sprache und vor allem die Bildqualität inkl. Beispiele.

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