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Produkttest: Seagate Momentus 7200.4 (ST9500420AS) – Teil 1



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Performanceschub im Hosentaschenformat – Testvorbereitungen
Wem seit Notebook zu langsam sein sollte, der hat eigentlich nur wenige Austauschmöglichkeiten. Den Prozessor aufzustocken gelingt nur in den wenigsten Fällen und hat auf jeden Fall einen Garantieverlust zur Folge. Deutlich einfacher ist in der Regel der Austausch des Arbeitsspeichers und der Festplatte, da diese oft unter Klappen liegen, die mit dem Schraubendreher schnell geöffnet werden können. In Zeiten von günstigem Arbeitsspeicher besitzen zahlreiche Notebooks bereits den höchstmöglichen bezahlbaren Speicherausbau von 2x 2 GB, welcher in der Praxis fast immer komplett ausreichend ist. Kommt zum Beschleunigen des Systems eigentlich nur noch der Festplattentausch in Frage. Außerdem kann gleichzeitig das maximale Speichervolumen großzügig aufgestockt werden. Im Computerbereich rotieren Festplatten gewöhnlich mit einer Umdrehungsgeschwindigkeit von 7200 U/Min. Kombiniert mit einer sehr hohen Datendichte von bis zu 500 GB pro Platter sind so Datenraten von weit über 100 MB/s und Speichervolumen bis zu 2 Terabyte realisierbar. Notebookspeicher müssen aufgrund des begrenzen Platzangebots in einem kleineren 2,5 Zoll-Gehäuse unterkommen und der Speicherplatz ist dementsprechend deutlich geringer. Hinzu kommt der Umstand, dass der bereits installierte Datenträger in der Regel mit einer Geschwindigkeit von 5400 U/ Min. dreht. Das hier noch ein hohes Verbesserungspotential vorhanden ist, lässt sich auch ohne Wahrsager vorhersagen.
Dies hat sich wohl auch der kalifornische Festplattenhersteller Seagate gedacht und bringt seit 2007 eine Festplattenreihe auf den Markt, die unter dem Namen Momentus 7200.x (das x steht für die jeweilige Serie) läuft. Wie man aus dieser Bezeichnung bereits ableiten kann, handelt es sich um Modelle mit 7200 Umdrehungen pro Minute. Somit sollen höhere Transferraten und geringere Zugriffszeiten ermöglicht werden, als dies vergleichbare Laufwerke mit einer Umdrehungsgeschwindigkeit von 5400 U/Min. ermöglichen.

Ob es sich lohnt, seine bestehende Festplatte mit einer Seagate Momentus zu tauschen, soll dieser Test zeigen.

Testproband und weitere Modelle:
Unter der kryptischen Bezeichnung „ST9500420AS“ verbirgt sich eine Festplatte der aktuellen Momentus-Produktfamilie der Firma Seagate. Unterteilt wird sie in acht Serien, die sich anhand von verschiedenen Merkmalen unterscheiden. So gibt es Modelle mit 5400 U/Min. und mit 7200 U/Min. Des Weiteren gibt es noch spezielle Festplatten mit Daten- oder Erschütterungsschutz. Die Seagate ST9500420AS gehört der neuen Serie Momentus 7200.4 an und fasst bis zu 500 GB an Daten. Des Weiteren gibt es sie noch in den Größen 160, 250 und 320 GB. Allen gemein ist die Rotationsgeschwindigkeit von 7200 U/Min., der 16 MB fassende Cache und der SATA 3.0Gb/s-Anschluss. Über einen Erschütterungsschutz namens G-Force Protection verfügen Modelle mit einem „G“ am Ende der Produktbezeichnung. In dem Kaufpreis von ca. 100 Euro (Stand: Juli 2009) für das 500 GB-Modell ist ein dreijährige Garantie enthalten. Für nur drei Euro mehr gibt es bereits die Variante mit G-Force Protection, welche speziell im Einsatz bei sehr mobilen Geräten die bessere Wahl darstellen sollte.

Vorgedanken:
Zwar hat der letzte Festplattenvergleich gezeigt, dass Modelle mit 5400 U/Min. nicht langsam sein müssen, aber wenn es um Geschwindigkeit geht, kann man nie genug haben :). Inwiefern die erhöhte Leistung Nachteile in der Ergonomie (Lautstärke, Vibrationen und Wärmeentwicklung) mit sich bringt und ob sich der Aufpreis von knapp 30 Euro (42% teurer) wirklich lohnt, ist die wohl spannendste Frage.

Testaufbau
Getestet wird die Seagate an einem internen SATA II-Anschluss eines Mainboards mit P35-Chipsatz und ICH9R-Controller. Die Daten liefert ein auf 2,66 GHz übertakteter Intel Core 2 Duo E6400 dem 8GB Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Als Betriebssystem kommt Windows Vista Home Premium in der 64bit-Variante mit aktuellem Service Pack 2 zur Verwendung.

Testprogramme

Geschwindigkeit
Zur theoretischen Bewertung der Geschwindigkeit findet das HD Tune Anwendung. HD Tune misst die maximale und minimale Datentransferrate und ermittelt die durchschnittliche Leserate. Weiterhin gibt das Tool die Zugriffszeit, die Burstrate und die Prozessorauslastung der Festplatte an.
NEU: Neben der Ermittlung der Lesegeschwindigkeit wird nun auch die theoretische Schreibgeschwindigkeit gemessen.

Mit Hilfe von CrystalDiskMark werden die Lese- und Schreibgeschwindigkeit der Festplatten in verschiedenen Tests überprüft. Speziell das zufällige Lesen und Schreiben von vorher definierten Datenblöcken steht bei diesem Programm im Vordergrund.

Der ATTO Disk Benchmark ist ein praxisorientiertes Testverfahren. So misst das Programm die Lese- und Schreibrate der Festplatte bei Datenblöcken bis zu 1 MB. Höhere Werte bedeuten in der Regel eine höhere Arbeitsgeschwindigkeit beim Öffnen von Programmen und beim Starten von Windows.

Der FileCopy-Test von xbitslabs.com überprüft die Schnelligkeit einer Festplatte mit Hilfe von vordefinierten Patterns (Muster). Diese Muster ähneln in ihrer Zusammenstellung Szenarien, die im Alltag häufig vorkommen und daher ist dieser Test sehr praxisnah. So werden zur Bewertung der Lese- und Schreibgeschwindigkeit Installations- , ISO-, MP3- Programm- und Windowsdateien benutzt. NEU: Bisher wurde mit dem Test die „Create“- und „Read“-Geschwindigkeit der einzelnen Muster bestimmt. Aufgrund von Messfehlern sind die „Read“-Werte der letzten Testprobanden nicht mehr zu verwenden und fließen daher nicht in den aktuellen Vergleich mit ein. Neu hinzugekommen sind die Werte für das Szenario „Copy“. Hierbei muss die Festplatte die Daten lesen und gleichzeitig auf eine zweite Partition schreiben.

Lautstärke
Aufgrund von fehlenden Messinstrumenten zur Bestimmung der Lautstärke werden subjektive Hörtest aus einer Entfernung von 5 cm, 30 cm und 1m durchgeführt. Dies geschieht im offenen Zustand, was dazu führen kann, dass die Festplatten eingebaut leiser oder unter Umständen auch lauter sein können. Die Vibrationen werden in der offenen Hand ermittelt.

Soweit zu den Vorbereitungen des Testaufbaus, im zweiten Teil kommen wir dann zu den handfesten Ergebnissen.

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