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Produkttest: Samsung UE32D6510 3D-LED-TV – Teil 2 von 2



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Schicker Flat-TV im „Teststudio“
Bildqualität: Das wichtigste bei einem Fernseher ist und bleibt die Bildqualität, das nTest-Testbild wurde Fehlerfrei inkl. aller Graustufen dargestellt. Den Eindruck zur Bildqualität findet Ihr nachfolgend in die entsprechenden Bereiche unterteilt. Zuerst eine kurze Zusammenfassung. Der Samsung UE32D6510 liefert ein optisch kontrastreiches und klares Bild. Es wirkt sehr scharf und wirklich Plastisch. Die 2D-Darstellung ist wirklich hervorragend, die Bildverbesserer des Fernsehers leisten hier wirklich eine gute Arbeit. Allerdings hat dies auch einen Nachteil, diejenigen welche nicht auf plastische verbesserte Videodarstellung stehen, werden mit dem Samsung nicht glücklich werden. Hier muss ein anderes Modell her, oder ein Plasma-TV (welche es in 32 Zoll aber gar nicht gibt).
Löblich ist auch die sehr gute Abdeckung des sRGB-Farbraumes und die Darstellung von allen Zahlen im Einser-Test, jedenfalls wenn das Bild entsprechend Kalibriert wird. Ab Werk sind die Einstellungen für ein Korrektes Bild leider nicht optimal. Wunderschön ist der Schwarzwert, so ein tiefes Schwarz habe ich bei noch keinem Flachbildfernseher gehabt. Zwar ist im reinen PC-Modus der Schwarzwert nicht hervorragend, aber wirkt durch das Glossy-Panel immer noch gut. In den TV Modi sinkt er dann sogar auf Tiefe 0,02.

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Probleme hatte ich allerdings in Sachen PC-Darstellung und 3D. Schrift vom PC sah irgendwie unscharf aus, auch konnte ich mit dem Auge teilweise den Zeilenaufbau und Moire-Effekte des Panels wahrnehmen. Sehr seltsam. Bei 3D verwendet der Fernseher die Shutter Technologie, benötigt also eine Shutterbrille, wie die SSG-3100GB. Auch kann die gesamte D6-Serie von Samsung im 3D Modus kein FullHD darstellen. Das gesamte 3D-FullHD-Bildmaterial wirkt daher aus der Nähe etwas pixelig.

Blickwinkel
Auch wenn das hier (siehe unten) verwendete Blickwinkel-Bild etwas dunkler wirkt. Der Fernseher hat eine recht brauchbare Blickwinkel-Größe. Die Farben bleiben auch bei seitlicher Betrachtung sehr stabil, anders sieht es hier mit Helligkeit & Kontrast aus. Auf dem Bild ist gut zu erkennen, dass es besonders bei der Betrachtung von unten und oben viel dunkler und flauer wirkt. All zu sehr sollte man also seine Video-Gäste nicht in die Ecke Drängen. Auch sollte der Kopf der Betrachter möglichst mittig und nicht zu weit oben oder unten sein.

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Wer alleine oder zu zweit vor dem 32-Zoll-Modell sitzt, hat aber gar keine Probleme mit dem Betrachtungswinkel. Insbesondere bei kleineren Abweichungen wirkt die Darstellung recht stabil, wie Ihr an diesem zweiten helleren Bild sehen könnt.

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Ausleuchtung und Clouding

Ein großes Problem bei Edge-LED-Fernsehern ist das sogenannte Clouding, leider sind hiervon viele Geräte betroffen und der D6510 bildet hier bedauerlicherweise keine Ausnahme.

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F2.8, 1/6s, ISO1600, Helligkeit Max.

Clouding sind Helle Wolkenbildungen, welche man besonders gut auf einem schwarzen Bild sehen kann. Es entsteht meistens aufgrund von Verspannungen des Panels. Der Samsung hatte bei mir ein sehr starkes Clouding, wie Ihr an dem Testbild auch sehen könnt. Besonders die linke obere Ecke hatte schien sehr hell (was eher als Taschenlampen-Effekt bezeichnet wird). Das nächst hellste war die Wolke oben Rechts. Auf der Rückseite liegt hier übrigens der CI+-Anschluss. Generell schien mir, dass die Stellen mit der größten Wärmeentwicklung auch das meiste Clouding hatten.

Doch was kann man gegen Clouding unternehmen? Nun, hier gibt es zwei empfehlenswerte Möglichkeiten: Erstens, einfach alle äußeren Schrauben lockern, so können sich Verspannungen lösen. Manchmal reicht sogar ein leichtes Anheben des Fernsehers aus. Die zweite Möglichkeit, einfach abwarten. Eventuell auch beides kombinieren. Soforthilfe schafft die Helligkeit stark zu reduzieren. Bei meinem D6510 war das Clouding nach ca. einer Woche stark reduziert und eigentlich nur noch bei abgedunkeltem Raum wahrnehmbar. Wie Ihr an dem Testbild sehen könnt, ist die gesamte Ausleuchtung auch wesentlich gleichmäßiger gegenüber dem ersten Testbild.

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F2.8, 1/4s, ISO800, Helligkeit Max.

Schwarzwert
Der Schwarzwert gibt an wie Schwarz das dargestellte Schwarz wirklich ist. Der Idealwert beträgt hierbei 0.00, also Tiefschwarz. Je nach Helligkeit und ausgewählten Optionen schwankte der Schwarzwert zwischen 0.02 und 0.10. Diese Werte sagen aus, dass man mit einem sehr guten Schwarz rechnen kann. Tagsüber wirkt Schwarz wirklich Tiefschwarz, dies hängt natürlich sehr mit der Helligkeit der Umgebung ab.

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F2.8, 1/20s, ISO800, Bei ca. 120cd/m²

Im abgedunkeltem Raum sieht man auch noch bei Werten von 0.03 und weniger, ein Leuchten des Panels. Allerdings schaut sich außer uns verrückten Testern niemand ein schwarzes Testbild an. Regulär ist meist irgend eine Lichtquelle im Bild zu sehen. Daher habe ich hier ein Testbild gewählt mit einer Leuchtquelle. Die Helligkeit wurde auf den regulären Betrieb nach sRGB Darstellung gestellt. Wie Ihr sehen könnt, ist zwischen dem Monitor und dem schwarzen Rahmen nur sehr schwer ein unterschied auszumachen. Ich war vom Schwarzwert jedenfalls sehr angetan.

Reflektionen
Samsung verzichtet gänzlich auf eine Entspiegelung des Panels. Daher habt ihr hier ein wirkliches Problem in hellen Räumen, oder mit Lichtquellen vor dem Fernseher. Auch beim Videoabend in heller Kleidung könnten euch Spiegelungen in dunklen Bildbereichen stören.

Reflektionen”

Bei mir war es eine Weiße Rückwand, welche schon die Überlegung brachte um die Couch herum eine schwarze Decke zu hängen oder der Wand ein schwarzes Viereck zu verpassen. Auch ohne Raumlicht hellt der Fernseher die davor sitzenden Personen oder eventuelle Gegenstände noch auf. Nichts für Personen welche damit Probleme haben, mich hat es nur geringfügig gestört. Denn andererseits wirkt durch die fehlende Entspiegelung auch das Bild viel brillanter, Farben satter und Schwarz viel dunkler.

3D-Funktionalität

Besonders wichtig ist bei einem 3D-Fernseher natürlich auch die 3D-Darstellung. Zunächst einmal sei gesagt, was Farben, Kontraste, Schwarzwert und Plastizität angeht steht die 3D-Darstellung genauso gut da wie im 2D-Modus. Anders sieht es jedoch in Sachen Schärfe aus. Leider kann die gesamte Serie 6 von Samsung kein FullHD in 3D bieten. Das äußert sich so, dass 3D-Videomaterial sehr pixelig wirkt. Bei der Zuspielung von 3D-Material (via Bild an Bild) sieht man dies bereits sehr gut. So sind z.B. die Lippen bei Trickfilmen wie „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ sehr verpixelt.

Hier ist ein Abstand von mindestens dem dreifachen der Bilddiagonale zu empfehlen, das könnte es zumindest optisch verbergen. Berichten zufolge löst im 3D-Modus das linke Auge mit 1/2er FullHD-Auflösung auf und das rechte mit 1/4 FullHD-Auflösung.

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(Trailer, Spiel Crysis 2 in 3D)

Eigentlich ist die verwendete Shutter-Technologie dafür bekannt, dass sie 3D in FullHD ermöglicht. Ein Vorteil gegenüber der neueren Polarisations-Technologie, welche nur die Auflösung halbiert. Manche hatten einen Samsung der Serie 6 noch gekauft wo er mit 3D-FullHD beworben wurde, inzwischen soll Samsung sich wohl dazu überwunden haben diese Kunden mit bis zu 150 Euro zu entschädigen. Hierfür hat Samsung eine extra Kundenhotline eingerichtet, siehe hier.

Ansonsten braucht Ihr zum Betrieb natürlich noch eine passende 3D-Brille, für den Einstieg kann ich euch die günstige Samsung SSG-3100GB empfehlen.

Probleme hatte ich allerdings mit der Shutter-Technologie, bei Blick in Lichtquellen war das Flimmern wahrnehmbar, bei Blick auf dem TV meistens überhaupt nicht. Dennoch ermüdeten meine Augen sehr und das Schauen war eher anstrengend. Für mich ist die Shutter-Technologie daher nicht geeignet gewesen. Allerdings ist das von Person zu Person verschieden.

2D-zu-3D-Wandlung
Eine interessante Funktion ist die 2D-zu-3D-Konvertierung. Hierbei kann der Fernseher aus normalem 2D-Material ein 3D Bild erschaffen, das funktioniert überraschend gut. Allerdings gibt es dem Bild nur mehr Tiefe. Bei gutem Ausgangsmaterial (z.B. V-Die Besucher von PRO 7) wirkte das ganze sehr angenehm. Der Erfolg ist abhängig vom Ausgangsmaterial. Leider kommt es aber immer wieder zu Fehlern. So das z.B. Objekte im Hintergrund nach vorne gesetzt werden. Die gesamte Konvertierung basiert natürlich nur auf Algorithmen, welche sich schon mal verschätzen können. Denn sie wissen nicht, welches Objekt an welchem Ort stehen muss, sie schätzen es eher. Dennoch etwas das einen Vorgeschmack auf 3D-Filme gibt, solange man selber noch keine hat. Richtige 3D-Filme sehen aber noch viel besser aus!

Crosstalk
Crosstalk, oftmals auch Ghosting genannt. Was ist das eigentlich? Nun, Crosstalk bedeutet, dass ein Auge noch Informationen des anderen Auges erhält. Also das im 3D-Modus noch Teile des rechten Bildes auf dem Linken Auge erscheinen und Teile des linken Bildes auf dem Rechten. Das ist natürlich unerwünscht. Im Bild zeigt sich das z.B. durch transparente Ränder um Personen oder Objekte. Leider ist der Fernseher ebenfalls von diesem Effekt betroffen, insbesondere die 3D Shuttter-Technologie soll wohl dazu neigen. Es ist auch abhängig von der Helligkeit und teilweise vom Bildmaterial. Das ganze habe ich auch noch in einem Testbild erfasst.

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Hierbei wurde auf dem Linken Auge alles ab ca. Ziffer 20 angezeigt, auf dem rechten Auge alles nach Ziffer 13. Auch Optisch konnte ich dies bestätigen, während auf dem linken Auge kaum Crosstalk wahrnehmbar war, ist das rechte oft sichtbar davon betroffen gewesen. Auch anhand der helleren Darstellung ist dich verständlich. Crosstalk entsteht in der Regel durch Synchronisationsprobleme zwischen TV und Brille. Auch Polarisationsbrillen sind hiervon betroffen, allerdings tritt dieser Effekt dort meist weniger stark auf.

Ein weiteres Crosstalk-Bild, durch das rechte Brillenglas geschossen:

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SmartTV und hbbTV
Etwas womit ich mich weniger beschäftigt habe sind die Funktionen SmartTV und hbbTV. Der Fernseher kann über Internet den Fernseher mit Apps ausstatten, wie zum Beispiel Skype. Das Funktioniert ähnlich wie auf einem Smartphone. Auch können über das SmartTV-Menü Filme gestreamt werden, daher kann sich der Nutzer auch gleich über das SmartTV-Menü einige 3D-Filme anschauen. Das funktioniert bei den Serie6-Geräten auch ohne Kabel, denn W-LAN ist bereits integriert.

hbbTV ist ein ganz eigenes Thema, hierbei stellen Sender weiteres Material zur Verfügung. So kann man z.B. auf ZDF schauen und mittel hbbTV bestimmte vergangene Sendungen aufrufen und anschauen. Oder mehr Informationen zu bestimmten Themen aufrufen. Das ganze wird ebenfalls über das Internet realisiert.

Interpolation und PC-Darstellung
1920 x 1080 bei 32 Zoll sind natürlich nicht gerade eine hohe Auflösung, dennoch möchten viele ein 32-Zoll-Gerät auch als Monitor benutzen, ich bilde da auch keine Ausnahme. Daher habe ich mir das ganze natürlich auch mal etwas genauer angeschaut.

Leider hat es mich etwas enttäuscht: Zwar hat man bei korrekter Einstellung des Fernsehers eine gute Darstellung, dennoch nehmen meine Augen die Texte irgendwie unscharf wahr. Auch konnte ich teilweise den Zeilenaufbau und Moire wahrnehmen. Etwas das ich sonst eigentlich nur durch die Kamera erfassen konnte. Auch hatten besonders die Buchstaben „l“ und „i“ Farbsäume, trotz mehrfacher Optimierung von ClearType. Das störte mich wirklich sehr, so das ich die Verwendung als Monitor nicht zufriedenstellend fand. Allerdings hatte ich alles bei 60Hz getestet. Möglicherweise sieht es bei 50Hz wieder völlig anders aus, dummerweise hatte ich an diese Option nicht gedacht. Inzwischen ist der TV leider nicht mehr hier.

Wer über den PC nur Videos schaut kann aber bedenkenlos zugreifen, das Problem gab es wirklich eher bei Textdarstellung und ist möglicherweise auch eher subjektiv wahrnehmbar.

Wer einen LCD Bildschirm nicht auf seiner nativen Auflösung betreibt braucht eine gute Interpolation. Das heißt, der Fernseher soll auch wenn niedrigere Auflösungen dargestellt werden als die natürliche Auflösung des Fernsehers eine möglichst scharfe Darstellung bieten. Folgend hierzu meine Erfahrungen in Form einer Bilderserie, nebst Erklärung.

1080p: Die natürliche Auflösung wirkt zwar scharf, aber irgendwie hat sie leichte Ausreißer. Nicht perfekt.
720p: Manche Geräte können nur 720p, oder aufgrund schwacher Grafikleistung wird die Auflösung heruntergestellt. Bei 720p ist deutlich zu sehen dass, das Bild unschärfer wird. Zum Spielen oder für die Videowiedergabe ist dies aber noch in Ordnung. Abgesehen von Spielen die viele Texte haben.
Darstellung bei Schärfe 0 (bei 60Hz) Total matschiges Bild, absolut unbrauchbar und nicht zu empfehlen.
Darstellung bei Schärfe 50 (bei 60Hz). Dies ist die Standardeinstellung, im Vergleich zu einem TFT Monitor wirkt es leider immer noch unscharf.
Darstellung bei Schärfe 50 (bei 60Hz). Dies ist die Standardeinstellung, im Vergleich zu einem TFT Monitor wirkt es leider immer noch unscharf.
Interpolation”

Kalibrierung & Ausmessung
Neben subjektiven Bildeindrücken sind auch Messungen sehr wichtig. Nachfolgend findet ihr daher nicht nur Informationen des subjektiven menschlichen Auges, sondern auch objektive Messergebnisse. Gemessen wurde mit Hilfe des Quato silver haze pro (DTP94) und iColor Display. Nachfolgend findet Ihr einige Werte der verschiedenen Modi welche unter anderem als Preset im OSD auswählbar sind.

Als Ziel habe ich mich wieder für sRGB entschieden, der Farbraum und die Helligkeit sind hier ähnlich wie für die HD-Wiedergabe. Bei selbiger wird allerdings eher eine Helligkeit von 150cd/m² genutzt. Da tagsüber evtl. gerne mehr und Abends weniger eingestellt wird, ist der Wert von 120cd/m² sicher auch ein gutes Mittelmaß.

Standard (Werkseinstellung):

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Natürlich:

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Film:

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Dynamisch:

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DVI-Standard:

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Farbraumabdeckung:
Der farbige Bereich stellt den Farbraum dar welcher von dem Monitor abgedeckt wird. Das weiße Netz ist der sRGB-Farbraum.

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Wie ihr sehen könnt, ist die Form zwar sRGB-ähnlich, geht jedoch seitlich etwas auseinander. Dafür fehlt an den anderen enden ein kleinwenig vom sRGB Farbraum. Trotzdem kann der Fernseher mit sage und schreibe 96 Prozent, das ist ein sehr guter Wert und bedeutet das man mit dem Fernseher im Monitor-Betrieb auch sehr genau im sRGB-Farbraum arbeiten kann, entsprechende Kalibrierung vorausgesetzt.

Kalibrierungserfolg sRGB
Die Kalibrierung der Werte für Gamma, Farbtemperatur und Helligkeit erfolgte mittels Quato silver haze pro. Während Gamma, Farbtemperatur und Helligkeit hervorragend auf den Zielwert kalibriert werden konnten, zeigt der erzielte Kontrast eher schwächen. Im DVI-PC-Modus erreichte das Gerät laut Messung lediglich 0.10, das ist an sich aber trotzdem kein schlechter Wert. Obwohl der Kontrast dadurch auf 1.200:1 sinkt, wirkt das Schwarz dennoch sehr dunkel und die Kontraste kräftig.

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Wer möchte kann an den umfangreichen Einstellungen herumexperimentieren und die Werte auf kosten der sRGB-Genauigkeit ändern, oder einfach den PC-DVI Modus bei der Videowiedergabe abschalten. Ihr könnt die von mir ermittelten Einstellungen, Werte und das Profil gerne für euren D6510 benutzen, beachtet jedoch dabei das es keine Garantie für korrekte Farbdarstellungen gibt. Denn eine Kalibrierung erzeugt von Gerät zu Gerät oft andere Ergebnisse.

Verwendete Einstellungen:

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deltaE-Ergebnisse:

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AdobeRGB:

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Der farbige Bereich stellt den Farbraum dar welcher von dem Monitor abgedeckt wird. Das weiße Netz ist der AdobeRGB-Farbraum. Der UE32D6510 verfügt zwar über einen etwas erweiterten Farbraum, ist jedoch dennoch für sRGB ausgelegt. Die AdobeRGB-Abdeckung beträgt daher lediglich 64 Prozent.

Videodarstellung
Aufgrund des sehr guten Schwarzwertes und des hohen Kontrastes ist die Videowiedergabe in 2D wirklich ein Augenschmaus. Störend ist lediglich der abgespeckte 3D Modus und das anfängliche Clouding. Die Fotos wollte ich möglichst so einfangen wie sie direkt für das Auge wirken, was natürlich immer etwas schwer ist. Und die Helligkeit wurde natürlich bei sRGB (ca. 120cd/m²) belassen. Die Farbdarstellung kann natürlich etwas abweichen.

Der Tag an dem die Erde Stillstand 0:54:58; 1/13, ISO400, F2.8
Der Tag an dem die Erde Stillstand 01:05:10; 1/13, ISO400, F2.8
Der Tag an dem die Erde Stillstand 01:36:06; 1/20, ISO400, F2.8
Der Tag an dem die Erde Stillstand 0:35:06; 1/20, ISO400, F2.8
Death or Alive; 1/30, ISO400, F2.8
Selbst erstellter Videoclip; 1/15, ISO100, F3.2
Trailer the Amazing Spiderman, bei 00:00:05; 1/15, ISO400, F2.8
Trailer the Amazing Spiderman, bei 00:01:03; 1/40, ISO400, F2.8
Trailer the Avengers, bei 00:00:05; 1/100, ISO400, F2.8
Trailer the Avengers, bei 00:00:05; 1/100, ISO400, F2.8
Videodarstellung”

Eines ist klar, die Kontraste wirken wirklich gut, das Schwarz ist sehr gut und das gesamte Bild wirkt farbenfroh und plastisch. Ich würde sogar sagen Videomaterial sieht besser aus als es ursprünglich ist. So fehlen einigen Videos scheinbar Artefakte die man auf einem PC Monitor noch gut (und störend) sehen kann. Hier greift wohl Samsungs Bildverbesserung prima ein.

Fazit
Mit dem Samsung UE32D6510 erhält der Käufer einen nicht nur optisch sehr schönen Fernseher. Sein 2D-Bild wirkt sehr ansprechend, plastisch und brillant. Der Schwarzwert ist hervorragend, aber man bekommt ihn auch auf Kosten der Spiegelungen. Die 2D-Darstellung bekommt von mir auf jeden Fall eine dicke Kaufempfehlung.

Anders sieht es da allerdings im PC-Betrieb aus. Mit den Augen wahrnehmbare Moire-Effekte, Zeilenaufbau und eine eher unscharfe Textdarstellung, welche ich so nicht einmal vom größeren 40PFL5605K kannte, trübten meinen Genuss (könnte auch an der Bildwiederholfrequenz gelegen haben und ist eher subjektiv). Auch in Sachen 3D sollte man eher unempfindlich sein. Einerseits wegen der pixeligen Darstellung von nativem 3D-Material, welches man mit etwas Entfernung kompensieren kann, andererseits wegen der akiven Shutter-Technologie. Denn selbige liegt nicht jedermann, mir leider nicht.

Durch die LED-Hintergrundbeleuchtung begnügt sich der TV auch mit 40-70W im normalen Betrieb. Wer es richtig hell mag muss aber noch ein paar Watt drauflegen. Der Kontrast wirkt sehr gut, ist im aktiviertem PC-Modus aber nur noch bei 1.200:1, sieht aber trotzdem nach mehr aus.

Klarer Kauftipp in Sachen 2D von mir. Wer auf FullHD-3D Wert legt, sollte etwas tiefer in die Tasche greifen und sich die Serie 7 oder 8 (z.B. UE40D8090) anschauen. Empfindliche Augen empfehle ich lieber auf passive Fernseher von LG oder Phlips zu setzen.

Wer das plastische Bild von LCD-Fernsehern nicht mag, sollte auch mal einen Blick auf die Plasma-TV’s werfen, diese sind heutzutage nicht mehr solche Stromfresser wie früher, auch hat sich das Gewicht und die Einbrenngefahr reduziert.

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3 Kommentare

  1. Mathias schrieb am
    Bewertung:

    Danke für den guten und hoffentlich unabhängigen Test. In Zeitschriften haben wir das Gefühl dass Testergebnisse auch von der Anzeigenabteilung abgesegnet werden. Das ist hier besser und verbraucherfreundlicher. Super und weiterhin viel Erfolg.

  2. Arnaud schrieb am
    Bewertung:

    Klasse Arbeit! Dankeschön.

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