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Produkttest: Nokia C5-00



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Günstiger Einstieg in die Symbian-Welt
Das Nokia C5-00 war und ist einer der ersten Boten der neuen Nomenklatur Nokias, die im Zuge der Straffung des Handy- und Smartphone-Sortiments eingeführt wurde. Das günstige Nokia C5-00 verspricht mit seinen Merkmalen einen günstigen Einstieg in die Smartphone-Welt: Symbian S60 3rd Edition, EU-normierter micro-USB-Anschluss, UMTS und GPS, jedoch kein WLAN. Sehr ähnlich dem Nokia E52, nur in einer etwas einfacheren Ausführung. In jedem Fall einen Blick wert, folgend hierzu nun meine persönlichen Erfahrungen mit dem Gerät.
Design
Das Design des C5-00 ist schlicht und einfach. In bester finnischer Tradition trägt das Nokia C5 in seiner Funktion als Businesshandy nicht zu stark auf, nur ein paar Metall-Akzente sorgen für den notwendigen eleganten Kick. Das Smartphone ist übrigens sehr leicht, man gewinnt den Eindruck, dass es eigentlich fast gar nichts wiegt und im ersten Moment hat man das Gefühl, dass der Akku fehlen würde. Auch liegt das Federgewicht gut ausbalanciert in der Hand und die Gefahr, dass es auf den Boden fallen würde, besteht zu keinem Zeitpunkt.

Nokia C5-00″

Die Verarbeitung in Relation zum Preis ist über jeden Zweifel erhaben, auch wenn es sich im ersten und zweiten Moment sehr nach Plastik anfühlt –jedoch, gutes und solides Plastik. Einzig und alleine die Klappe für den micro-SD Kartenslot ist etwas zu spröde, hier hätte ich bei häufiger Nutzung Angst, dass die Klappe doch mal abreißen könnte. Aber bspw. mit einer (nicht serienmäßigen) 16-GB-Speicherkarte reduziert sich dieses Risiko, hat man doch ausreichend Reserven in petto und muss nicht gleich zur Wechselkarte greifen. Das Display allerdings wirkt im Vergleich zum Gesamtgehäuse etwas klein und mickerig (dem Nokia E52 gleich) und auch die geringe Auflösung von 320 x 240 Pixel ist im Jahr 2010 nicht mehr zeitgemäß. Die Qualität der Anzeige entspricht dem Durchschnitt bei Nokia. Durchschnitt meint, dass Nokia wohl noch zu viele der älteren Displays auf Lager hat die den Querschnitt entsprechend verschlechtern – kein Lob also an dieser Stelle. Die Tastatur indes wirkt angenehm, nach den ersten paar Dutzend SMS hat man sich gut daran gewöhnt und tippt schnell und sicher. Der Tastenhub ist zufriedenstellend und die Haptik schmeck weniger nach Plastik als wie bei anderen Smartphones dieser Klasse.

Betriebssystem
Mit einem Smartphone, welches Symbian S60 3rd Edition einsetzt, kann man heutzutage niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlocken. Nachdem es in diesem Jahr noch durch ein Upgrade verbessert werden soll, spare ich mir zunächst an dieser Stelle einfach die Worte und hoffe, das Nokia die nächste Version deutlich besser hinbekommt. Hervorzuheben ist allerdings die mehr als kümmerliche Umsetzung von Exchange, die mangelhafte Geschwindigkeit und die wenig zufriedenstellenden Apps. Freude kommt so nicht auf!

Multimedia
Die Kamera ist mit 3,2 Megapixel und einem Fix-Fokus ein alter Hut, die Fotos sind daher, ebenso wie die Videos mit einer Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten bei 15 Bildern/Sek. nicht wirklich der Rede wert. Die verbaute LED-Leuchte als Blitzersatz ist zwar ein netter Versuch, aber verbessert den Eindruck nicht sonderlich. Auch der MP3-Player ist – Symbian-typisch – eher schlecht. Salopp gesagt hat selbst ein iPod Shuffle ein besseres „Menü“ und bereitet mehr Spaß – obwohl er nicht einmal ein Display besitzt ;-). Lobenswert ist aber von Nokia der Einsatz einer 3,5-mm-Klinke für die Nutzung von Standardkopfhörer. Bisher galt bei Nokia stets das Gebot, dass der Einsatz einer speziellen 2,5-mm-Klinke bzw. eines Micro-USB-Adapters wichtiger ist als die Kundenzufriedenheit. Ovi Maps ist zwischenzeitlich eine relativ gute Navigationslösung geworden, aber auch hier habe ich bereits im Blog darüber geschrieben, deshalb fasse ich mich kurz. Mit den kostenlosen Ovi Maps bietet Nokia einen Mehrwert, der ein C5 kaufenswert macht – zumindest solange bis Nokia mit einer neuen Version von Symbian wieder ein besseres Betriebssystem zur Verfügung hat.


Video-Review von PhoneArena.

Laufzeit & Empfang
In meiner persönlichen Testecke reißen die Gespräche fast genauso häufig ab wie beim iPhone oder bei anderen Nokia-Modellen. Wunder kann mal also keine erwarten, es wird Standard-Qualität geboten. Die Standby-Zeit liegt bei ca. drei Tagen, nach einigen Dauergesprächen habe ich jedoch auch schon mal innerhalb von vier Stunden den Akku aufgebraucht. Somit liegt die Leistung des Nokia C5-00 im Durchschnitt. Das kleinere Display dürfte seinen Anteil an den halbwegs guten Werten haben.

Fazit
Nettes Smartphone für einen kleinen Preis mit dem Mehrwert von Ovi Maps. Wer jedoch bereits Symbian kennt und bisher nicht mochte, der sollte den Kauf einfach lieber nochmals überdenken, vielleicht nach Alternativen Ausschau halten oder auf die neuen Versionen des mobilen Betriebssystems hoffen. Nokia C5-00 oder doch lieber Nokia E52? Bedenkenlos kann man direkt zum günstigeren C5 greifen.

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