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Produkttest: NetTop ASRock ION 330 BD – Teil 3



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Gaming und Fazit
Wie angekündigt wird es in diesem dritten und letzten Teil des Testberichts um die Gaming-Fähigkeiten des ASRock ION 330 BD, eine Pro- und Contra-Liste sowie ein abschließendes Fazit gehen. Bei den Gaming-Fähigkeiten bin ich aber leider an einem ganz, ganz traurigen Kapitel angekommen, was aber nicht an dem ASRock NetTop liegt. Nach der Installation eines Windows Vista Ultimate, das mir von Microsoft auf einer Messe zu Testzwecken gegeben wurde, installierte ich zuerst die auf CD mitgelieferten Treiber, führte ein Windows Online-Update durch und startete dann einen Benchmarktest mit 3DMark06. Da dieser mit einem DirectX-Fehler abbrach, startete ich das von Microsoft angebotene DirectX-Websetup, welches mir aber eine DirectX11-Version installierte, die wiederum gar nicht für das System geeignet ist.
Ich will’s hier nicht übertreiben mit der Problembeschreibung, aber im Endeffekt hab ich das System zweimal aufgesetzt, diverse Updates, Servicepacks und Treiberupdates aufgespielt sowie Fehlerbehebungsmaßnahmen durchgeführt, die Ereignisanzeige durchwühlt und überflüssige Systemupdates entfernt…alles mit sehr geringem Erfolg. Immer wieder setzte sich der Anzeigetreiber zurück, was in den Spielen dem Effekt einer Neusynchronisierung des Bildschirms entspricht; sprich: der Monitor schaltet für einige Sekunden ab. Da man so nicht zocken kann und ich die Vermutung hatte, dass tatsächlich die Auto-Sync-Funktion des Optoma HD200X Beamers mit schuld an diesen Fehlern ist, habe ich das System nochmals an einen normalen LED-Bildschirm angeschlossen, was aber kaum Verbesserungen gebracht hat. Einzig das Rennspiel GTR2 habe ich bei einer Auflösung von 800 x 600 Punkten mit etwa 25 Frames pro Sekunde ans Laufen bekommen, was aber mit einem sauber funktionierenden OS sicher nicht das Ende der Fahnenstange ist. Am normalen Monitor lief dann aber auch das 3DMark06 einmal durch und lieferte ein Ergebnis von 1390 Punkten. Bei der Benutzung des Aero Desktop in Vista zeigt der Framezähler etwa 30fps an, was ja in Ordnung ist. Das Spiel Call of Duty und die Grafiktests von 3DMark06 konnten aber gerade noch mit zwei bis acht Bildern angezeigt werden.

ASRock ION330″

Pro: klein, leicht und leise, 6xUSB, große Festplatte, Overclocking-Software, HDMI, HD-Audio, Blu-Ray-Laufwerk, vielseitig einsetzbar, Rubberpad, HDMI-DVi-Adapter

Contra: kein WLAN, keine Fernbedienung, kein Bluetooth, Softwareausstattung, Software-Folgekosten, Bedienkomfort, grell-blaue Front-LED, kein HDMI-Kabel

Wie Sven schon im letzten Artikel angemerkt hat, ist das vorliegende Modell bereits abgekündigt und es wird in Zukunft nur noch die ASRock ION 330 (BD) HT-Modelle geben, die eben MIT Fernbedienung und WLAN ausgestattet sind. Der von mir ebenfalls angemerkte Punkt des schwachen Bedienkomforts sollte damit zumindest zum größten Teil behoben sein, aber einen BT-Dongle zum Anschluss einer passenden Maus/Tastatur ist wohl trotzdem noch sinnvoll.

Fazit
Das ASRock ION330 BD hat mir in der vorliegenden Variante leider nicht so gut gefallen, was aber weniger mit der Leistung des Systems, denn mit dem nicht ausgereiften Bedienkonzept zu tun hat. Die ASUS-Tochter ASRock hat hier einen kleinen Schnellschuss hingelegt, dem mit den kommenden HT-Modellen aber wohl die gröbsten Fehler abgewöhnt werden. Durch seine Home-Cinema-Eigenschaften, die sehr geringe Lautstärkeentwicklung durch das externe Netzteil und nicht zuletzt wegen des Grafikchips ist das System wiederum sehr variabel einsetzbar. Als Multimediaserver im Wohnzimmer ist der ASRock ION330 wohl ebenso gut zu gebrauchen, wie als Arbeitsrechner oder als Erst-PC für den jugendlichen Nachwuchs, der AUCH spielen will. Die ganz großen Ansprüche an einen Arbeits- oder Gaming-PC kann das System zwar nicht erfüllen, aber für Heimkino- und die angesprochenen Zwecke reicht es allemal aus. Beim Einsatz als Arbeitsrechner empfiehlt sich natürlich ein möglichst genauer Abgleich der Anforderungen mit den Möglichkeiten des Systems, aber wenn ich an die Kisten denke, vor denen ich in so manchen Call-Center gesessen habe, ist das ASRock ION 330 ´n ziemlicher Renner…

…das OS muss natürlich wieder runter, bevor die Kiste zurückgeschickt wird ;-)

Technische Daten ASRock ION 330 BD

  • Intel Atom 330 (2x 1,6 GHz, 2x 512 KB L2 Cache, 533 MHz FSB)
  • 2 GB SDRAM-DDR2 800 MHz, 2 DIMM-Slots Dual Channel (max. 4 GB gesamt)
  • 320 GB Festplatte
  • ION-Grafikprozessor (HDMI, VGA, DVI-Adapter),
  • 5.1 Sound onboard
  • Blu-ray (HD-DVD) / CD-RW Combo Laufwerk
  • Gigabit-LAN, 6x USB 2.0, S/PDIF
  • 24 Monate Herstellergarantie

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