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Produkttest: Logitech Squeezebox Duet Teil 2



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Squeezebox, Mac – Mac, Squeezebox
Letzte Woche habe ich meine Erfahrungen mit der Internet-Radio-Funktion des Logitech Squeezebox-Duet-Sets beschrieben. Diese Woche muss sich die Kombination aus Logitech Squeezebox Receiver und Squeezebox Remote einer neuen Herausforderung stellen: Das Streamen von Musik vom Mac ins Wohnzimmer steht im Pflichtenheft. Schaffen die Logitech-Gerätschaften auch diese Hürde auf Anhieb? Registrierung und Download der Software: Wie bereits letzte Woche erwähnt, verweigert das Squeezebox-Set seinen Dienst, solange man sich nicht mit der eigenen Geräte-PIN bei Squeezenetwork.com registriert hat. Hat man das über den Browser erledigt, gibt einem die Webseite sofort die passende Software für das eigene Betriebssystem als Download an die Hand. Die rund 35 Megabyte schwere Software lässt sich wie erwartet problemlos über einen Installer auf den Mac bringen. Dabei erstellt das Installationsprogramm kein App im Programme-Ordner, sondern nistet sich direkt in der Systemsteuerung ein.
Von dort aus kann man über die Funktion Squeezecenter alles steuern, was man braucht. Zum einen lässt sich der Medien-Server hierüber an- und abschalten, zum anderen kann man mit einem Klick auf den Button „Web Zugang“ über den Browser auf die Konfiguration und später auch auf die Medien zugreifen.

Browser-Bedienung
Über den Browser kann man verschiedene Einstellungen festlegen. So zum Beispiel die Ordner, in dem der Server nach Musik- und Playlisten suchen soll. Oder das Verhalten bezüglich der erneuten Durchsuchung dieses Ordners. Weiterhin lässt sich die Syntax der Anzeige von Titeln und Interpreten festlegen oder beispielsweise das Sortierverhalten bei Interpretennamen mit Artikeln bestimmen.

Besonders für iTunes-Benutzer ist der Reiter „iTunes“ interessant, über den man dem Squeezebox-Server befehlen kann, Daten direkt über die iTunes-Mediathek zu beziehen. Auch Podcast-Fans kommen auf ihre Kosten: So lassen sich über die Podcast-Funktion komplette Podcast-Feeds in die Squeezebox übernehmen, so dass kein langes Suchen über den Computer mehr notwendig ist.

Remote-Bedienung
Ein Bisschen umständlich ist die anfängliche Auswahl der Mac-Musik über die Fernbedienung: Bevor man nämlich über W-LAN auf die eigene Musik-Bibliothek zugreifen kann, muss man über das Einstellungs-Menü die Musikquelle auswählen. Der Mac gibt sich im Quellen-Menü als „;Macintosh.lan“ zu erkennen. Hat man sich durch die Menüs gewühlt, kann man endlich der Musik lauschen, die man gerade hören möchte. Die Suche danach gestaltet sich so, wie man sie von einem iPod gewohnt ist. Über das Scroll-Rad kann man sich durch die Interpreten, Alben oder Titel wühlen und den gewünschten Track oder das gewünschte Album direkt auswählen. Ist man die Bedienung des iPhones oder des iPod touchs gewöhnt, kann man das Bediengefühl als klassisch bezeichnen. Das ist natürlich übertrieben, denn selbst die inzwischen in die Jahre gekommene Rädchen-Bedienung geht leicht von der Hand und funktioniert zuverlässig und schnell. Ebenso wie das Abspielen der eigenen Musik. Sogar die Covers zeigt die Fernbedienung auf dem großen Farb-Display an. Herausforderung bestanden, das Streaming funktioniert mit dem Squeezebox-Duet-Set einwandfrei!

Logitech Squeezebox Duet

Abschließende Kommentare zur Hardware
Alle Hardware-Komponenten aus dem Squeezebox-Duet-Set machen einen grundsoliden und optisch ansprechenden Eindruck. Sowohl der Receiver als auch die Remote kommen in Klavierlack-schwarz daher und wirken sehr edel. Zumindest bei der Fernbedienung erweist sich der Stil aber als unpraktisch: Für ein Produkt, dass man dauernd an einen anderen Ort verlegt und immer wieder in die Hand nimmt, ist das Material einfach zu empfindlich für Fingerabdrücke und Krätzerchen. Außerdem gibt’s zu meckern, dass einige Funktionen des Geräts auf Grund unreifer Software ungenutzt bleiben: Der in der Fernbedienung vorhandene SD-Karten-Slot wird noch nicht unterstützt und eventuell über ein Firmware-Update aktiviert. Vielleicht kann man dann sogar Musik von der SD-Karte über den Receiver wiedergeben.

Zweiter wunder Punkt der Remote: Die Fernbedienung hat auch einen Kopfhörerausgang. Und natürlich wäre es schön, wenn man die Musik auch hierüber wiedergeben könnte. Trotz einigem Einlesen und Ausprobieren ist es mir aber nicht gelungen, diesen zum Laufen zu bringen. Immerhin kann man den in die Bedienung eingebauten Lautsprecher zur Wiedergabe nutzen. Auch hier kann man nur auf ein Software-Update hoffen.

Fazit
Nur schweren Herzens gebe ich das Squeezebox-Duet-Set wieder her. Denn eigentlich können die beiden Geräte in Kombination alles, was man als Musik-Genießer fürs Wohnzimmer braucht: Jede Menge Internet-Radio und Musikdienste wiedergeben und wenn man dort nichts passendes findet, auf die eigene Musik-Bibliothek auf Mac oder PC zurückgreifen. Schade, dass an der schicken Hardware einige Features ungenutzt bleiben und die Software der Fernbedienung sich teilweise nur holprig bedienen lässt. Abgesehen davon bekommt man mit den beiden Geräten eine echte Multimedia-Bereicherung.

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