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Produkttest: Lenovo IdeaPad S10-3T Tablet Netbook – Teil 3



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Benchmarks, Touch-Software und Fazit
Wie man unter anderem den Cyberport-Charts entnehmen kann, sind die Lenovo-Netbooks seit jeher recht beliebt. Das Ideapad S10-3T weist sich mit seinem drehbaren Multitouchscreen als eigenständiges Konzept aus, das aber ansonsten den Netbookstandards mit Intel Atom N450 CPU und 250 GB HDD entspricht. Nicht zuletzt bei den Benchmarks zeigt sich dies ganz deutlich, wobei die lediglich 2,3 Punkte in der Windows Leistungsbewertung schon einen ersten Hinweis geben, wohin die Reise geht…
Benchmarks?
Ja, und so war es dann auch…das 3DMark-Programm vermeldet eine nicht ausreichende Grafikpower, um das System zu testen. Cinebench R11.5 folgt dieser Einschätzung zumindest in der OpenGL-Bewertung; die Bewertung der CPU endet mit dem Wert von 0,15 Punkten. Da ich eigentlich keinen weiteren Sinn mehr in diesen zeitaufwändigen Tests gesehen habe, habe ich mir weitere erspart. Einerseits sind die Ergebnisse natürlich eine Enttäuschung, aber andererseits war das Ideapad S10-3T ja eh nicht als Powermaschine konzipiert. Für leichte Tätigkeiten als Freizeitrechner mit dem durch den Multitouchscreen erhöhten Spaßfaktor kann man den Neuling trotzdem durchaus empfehlen. Im Businessbereich wird das Modell aber wohl auch aus anderen Gründen keinen Fuß auf den Boden bekommen (siehe auch Testbericht 1 und 2), aber dafür gibt’s ja auch die ThinkPads.

Touchscreen-Software
Wie ich im letzten Teil schon geschrieben hatte, ist mir die speziell für die Fingerbedienung konzipierte, grafische Oberfläche schon ein paar mal abgestürzt. Bereits bei der Vorführung durch einen Mitarbeiter auf der CES, die man im Video sehen kann, ist das System nicht flott genug, die gewünschten Aufgaben ohne Verzögerungen respektive Ruckler hin zu bekommen. Darunter leidet natürlich das Gefühl, mit seinen Berührungen etwas zu bewirken, was den User zu voreiligen Mehrfach-Klicks bewegen und zu entsprechender Doppelauslastung des Rechners führen kann. Sicher, Windows 7 hat teilweise größere Buttons bekommen, aber eine Optimierung für einen Multitouchscreen stelle mir eigentlich anders vor. Man muss doch immer sehr genau treffen, um eine Reaktion zu erhalten. Dazu sind längst nicht alle Buttons groß genug gehalten, sie mit Fingern zu bedienen; teilweise ein quälendes Unterfangen.

Egal, ob nun die automatische Richtungserkennnung, die den Bildschirminhalt an den Drehungswinkel des IdeaPads anpasst, eingeschaltet ist oder nicht, sobald man den Screen auf die Tastatur klappt, dreht sich das Bild auf den Kopf; eben so dass man den Akku oben hat. Somit hat man natürlich auch das ganze Gewicht oben, weswegen man die Darstellung normalerweise wieder umdreht. Leider kann man die Richtung auch nicht festsetzen, womit das häufige Drehen zum Nervtöter werden kann.

Fazit
So begeistert ich von dem alternativen Bedienkonzept eigentlich bin, so enttäuschend ist die Umsetzung von Lenovo. Am IdeaPad S10-3T hat man einfach zu häufig den Eindruck, dass dieses Konzept noch nicht ausgereift ist. Man muss sozusagen immer wieder ein paar Haken schlagen, um zu seinem Ziel zu kommen. Sicher hilft die Kalibrierung und etwas Übung bei der Bedienung des Bildschirms, aber immer wieder auf das Touchpad zurückgreifen zu müssen lässt keinen anderen Schluss zu.

Über die drei Testberichte sind eine ganze Menge Eigenheiten des IdeaPad positiv und negativ in die Bewertung eingeflossen, die ich im Einzelnen nicht noch einmal auflisten will. Ein spezielles Detail muss ich aber leider wiederholen: der Lüfter nervt! Im Netzbetrieb pustet dieser nahezu dauerhaft, auch ohne dass der Rechner irgendeine Aufgabe hätte. Scheinbar arbeitet dieser auch noch nach dem Rennfahrermotto „Vollgas oder Vollbremsung, dazwischen geht nix“. Vielleicht möchte Lenovo die Lebensdauer ihrer Systeme damit erhöhen, indem sie es immer gut kühlen. Vielleicht wollen sie die Lebensdauer aber auch verkürzen, in dem sie möglichst viel Dreck und Staub ins System pusten. Einen vernünftigen Sinn kann ich darin jedenfalls nicht erkennen; andere Hersteller kriegen das auf Basis sehr vergleichbarer Hardware doch auch hin.

IdeaPad S10-3T“

Pro: Hingucker, Multitouchscreen, Ideenreiches Design

Contra: zu viel Plastik, etwas unausgereiftes Bedienkonzept, schwache Systemleistung

Gesamtnote: befriedigend

Technische Daten Lenovo Ideapad S10-3Tablet:

  • Intel Atom Prozessor N450 (1.66 GHz)
  • 10.1 Zoll WSVGA Multi-Touch LED Display (glänzend), Webcam
  • 1 GB RAM, 250 GB Festplatte, Intel GMA Grafik
  • VGA, WLAN-g, Bluetooth, 2x USB2.0, Cardreader
  • 8-Zellen Akku, MS Windows 7 Home Premium 32 Bit

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  • 2 Kommentare

    1. Thomas schrieb am
      Bewertung:

      „Egal, ob nun die automatische Richtungserkennnung, die den Bildschirminhalt an den Drehungswinkel des IdeaPads anpasst, eingeschaltet ist oder nicht, “

      kann mir jemand sagen wo ich die einschalten kann, find es einfach nicht

    2. Dieter schrieb am
      Bewertung:

      Habe das S10-3t seit mehr als vier Wochen im Einsatz und täglich im Dauereinsatz. Was nach m.E ebenfalls ein absolutes Pro ist: Mit dem mitgelieferten 8-Zellen-Akku ist eine lange Laufzeit garantiert. Gleichfalls die Tastatur. Da der Bildschirm 10,1 Zoll im 16:9 Format aufzeigt, ist somit mehr Platz für größere Tasten, die unwesentlich kleiner sind als bei herkömmlichen Notebooks.
      Sicherlich, es ist keine Multimedia-Wunder-Maschine, doch für unterwegs neben Surfen schnell E-Mails abrufen und Officeanwendungen nutzen, dafür eignet es sich hervorragend.
      Großes Staunen bei meinen Kollegen erzeugt der Touchmodus, der angelehnt ist an das Touch Pack von Microsoft (das ebenfalls auf dem S10-3t funktioniert). Abends im Bett mal schnell ein paar Seiten E-Book lesen, ist schon einfach ein Genuss.

      Wie aus den Foren von Lenovo entnehmen kann, wird das S10-3t nur in wenigen Ländern, darunter in Deutschland mit Windows 7 Home Premium ausgeliefert und nicht mit der Starterversion, was natürlich weiterhin positiv ist.

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