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Produkttest: Lenovo IdeaPad S10-2 HD unter der Lupe



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720p-Display im Netbook
Ich geb’s zu. Trotz meiner Affinität zu Produkten aus dem Hause Apple bin ich irgendwie auch ein Fan von Netbooks. Sie sind so angenehm klein, halten lange durch und reichen allemal, um den ein oder anderen Text zu tippen, Instant Messaging zu betreiben oder einfach nur im Web zu surfen. Das einzige Manko bisher: Auf den kleinen Bildschirmflächen der Mini-Computer fanden bisher nur wenige Pixel Platz. Doch inzwischen gibt es glücklicherweise ein paar 10-Zöller, die mit größeren Auflösungen als 1.024 x 600 aufwarten können. So schickt beispielsweise Lenovo das S10-2 mit High Definition Display ins Rennen. Und ich mein altes S10e in Rente…
Von den Schwächen verabschiedet
Eigentlich mochte ich mein Lenovo IdeaPad S10e von Anfang an ganz gut leiden. Na klar, ein paar Kinderkrankheiten hatte es schon noch. Das schlimmste an dem Gerät war jedenfalls der Lüfter in Kombination mit der miserabel programmierten Lüftersteuerung. Auch die etlichen von Lenovo bereitgestellten Bios-Updates brachten hier keine Besserung, das ewige An-Aus ging weiter. Hier kann ich Entwarnung geben: Der Lüfter, den Lenovo im S10-2 verbaut, ist erheblich leiser und stört beim normalen Arbeiten kaum, auch wenn die Lüftersteuerung mir immer noch nicht so ganz ausgereift zu sein scheint.

Lenovo IdeaPad S10-2 HD – Teil 1″

Auch an der zweiten Schwachstelle, dem minimalistischen Touchpad mit den viel zu hart gelagerten Tasten hat Lenovo nachgeholfen: Das Touchpad ist um einiges größer und die Maustasten klicken sich viel angenehmer als beim Vorgänger, dem S10e. Auch die Tastatur ist ein Stück gewachsen, hat einen angenehmeren Druckpunkt und das Tippen geht leichter von der Hand. Nichts geändert hat sich am Akku. Dieser ist nach wie vor das „herausragende“ Merkmal der Lenovo S10 Reihe. Wer in Kauf nimmt, das der Akku heraussteht und das gesamte Gerät ein wenig anhebt, bekommt mit dem Sechs-Zellen-Akku zwischen vier und sechs Stunden Laufzeit, gemessen mit Windows 7.

Apropos Windows…
Während ich mein erstes Netbook noch mit Novell Suse Linux Enterprise Edition 10 gekauft hab, um ein paar Euro zu sparen und die eigene XP-Lizenz zu verwenden, hatte ich diese Wahl beim S10-2 mit HD Display nicht mehr, hier ist momentan nur die Version mit Windows XP Home verfügbar, auch wenn bei Cyberport bereits eine Version mit Windows 7 Professional gelistet wird, für die allerdings auch ein Professional-Aufpreis fällig wird. Ich habe jedenfalls Windows XP sofort in die ewigen Jagdgründe geschickt und selbst Windows 7 Professional auf das Gerät gespielt. Für ein Windows-System bin ich damit sehr zufrieden.

Netbook-Standards
In Sachen Ausstattung und Hardware findet man im S10-2 keine Überraschungen. Im Inneren des Netbooks finden sich der etwas schneller getaktete N280er Atom mit 1,66 Gigahertz, 1 Gigabyte Arbeitsspeicher, eine 160-Gigabyte-Festplatte und die GMA950-Grafik. Auch bei den Anschlüssen gibt’s nur Standard-Kost: drei USB-2.0 Ports, der SD-Karten-Leser, Audio-Ausgang, Mikrofon-Eingang und der VGA-Ausgang finden sich am Gehäuse des S10-2. Der vom Vorgänger bekannte Express-Card-Slot ist dem Rotstift zum Opfer gefallen. In Sachen Funk versteht sich der Mini-Lenovo auf Bluetooth und Wireless Lan nach 802.11g Standard, die Webcam ist obligatorisch mit an Bord

Lenovo IdeaPad S10-2 HD – Teil 2″

Die Offenbarung, das Display
Endlich komme ich zu dem eigentlichen Grund des Artikels. Eine Lobpreisung auf das höher aufgelöste Spiegel-Display mit 1.280 x 720 Bildpunkten. Dank der paar Pixel mehr, fühlt sich das S10-2 fast an, wie ein ernstzunehmender Computer. Natürlich sollte man nicht hoffen, dass man nur auf Grund der HD-Bezeichnung ab sofort ruckelfrei hoch aufgelöste Filme auf dem Gerät genießen kann. Dafür reicht die Hardware hinten und vorne nicht. Viel mehr erweist sich die 720p-Auflösung im Arbeitsalltag als große Hilfe. Es passt einfach viel mehr auf den Schirm, egal ob im Browser oder in der Textverarbeitung. Doch Vorsicht: Das 10-Zoll-Display mit einer solch hohen Auflösung ist mit Sicherheit nichts für Weitsichtige, die Pixeldichte ist so enorm hoch, dass Symbole und Schriften einem am Anfang schon relativ klein vorkommen. Daran gewöhnt man sich glücklicherweise relativ schnell und lernt den Mehrplatz auf dem Desktop deutlich zu schätzen. Insbesondere beim Surfen macht sich die Mehrauflösung nach rechts und unten sehr deutlich bemerkbar.

Fazit
Danke Lenovo für diesen Schritt! Das S10-2 ist designmäßig zwar nicht ganz so hübsch wie das S10e, das HD Display hat mich schlussendlich aber doch zum Upgrade bewegt. Es ist einfach ein großer Gewinn für ein Netbook, der nicht mal viel Aufpreis bedeutet. Das einzige was dem guten Stück jetzt noch fehlt, ist ein internes UMTS-Modem, die Vorbereitung dafür ist schon mal vorhanden. Vielleicht kommt ja noch eine preisgünstige Variante vom S10-2 HD mit Windows 7 Starter, wer weiß. Warum Lenovo allerdings ein Muster auf die Glossy-Rückseite des Bildschirms machen muss, ist und bleibt mir ein Rätsel. Das fällt allerdings kaum ins Gewicht: Denn dank leisem Lüfter, großem Touchpad, angenehmer Tastatur und dem tollen HD Display bekommt man ein günstiges Netbook, welches – von der Leistung mal abgesehen – keine Wünsche offen lässt.

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