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Produkttest: Jawbone ERA



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Stylisches Bluetooth-Headset mit NoiseAssasin® 3.0, Bewegungssteuerung und MyTALK
Ich kann mich noch gut an die erste Begegnung erinnern. Es war war auf dem Flughafen, als ich auf dem Weg zum Gate eine Dame mittleren Alters überholte, als ich plötzlich hinter mir die Worte „Hey Honey, how are you?“ hörte? Ungläubig blickte ich über die Schulter, konnte neben ihr aber niemanden entdecken. Kannten wir uns? War ich Honey? Als sie ihren scheinbaren Monolog fortsetzte, schaute ich genauer hin und entdeckte an ihrem rechten Ohr etwas Schwarze, was mit dem großen Ohrring um Aufmerksamkeit rang. Na kurzer Zeit erkannte ich, dass sie ein Headset trug und mit ihrem Honey telefonierte. Seit diesem Tag präsentierten immer mehr Hersteller immer bessere und vor allem auch stylischere Headsets. Noch nicht allzu lange gibt es das Jawbone ERA im Sortiment von Cyberport, welches mir sofort auf den ersten Blick gefiel, nachdem ich es vom Produktmanager bekommen habe. Nur ein Headset wie jedes andere auch oder doch etwas Außergewöhnliches?
Wie schon bei der Jawbone JAMBOX entwickelte sich das Entpacken zum Erlebnis. Bereits bei der Produktverpackung denkt der Hersteller mit, reduzierte er diese auf das Wesentliche, ohne die Produktpräsentation zu vernachlässigen. Wie auf dem Thron sieht man auf den ersten Blick nur das Headset hinter PET-Plastik. Im Bauch der aus recycletem Papier bestehenden Box findet sich das mitgelieferte Zubehör.

Lieferumfang:
– vier Spout-Ohrstöpsel
– vier runde Ohrstöpsel
– binaurale Ohrbügel (optional)
– Mikro-USB-Kabel
– KFZ-Adapter
– Case
– Benutzeranleitung


Stylische und ökofreundliche Verpackung.
Trotz minimaler Größe bietet es das komplette Zubehörpaket.
Verschiedene Aufsätze und USB-Ladekabel.
Sesam öffne dich. Hinter dem Türchen verbirgt sich ein KFZ-Ladegerät, die Bedienungsanleitung sowie ein Case.
Der komplette Lieferumfang im Überblick.
Jawbone ERA Bluetooth Headset Midnight Perfect Red. (Offizielles Bildmaterial - Quelle: Jawbone)
Jawbone ERA Bluetooth Headset Midnight Perfect Red. (Offizielles Bildmaterial - Quelle: Jawbone)
Jawbone ERA Bluetooth Headset Midnight Perfect Red. (Offizielles Bildmaterial - Quelle: Jawbone)
Jawbone ERA Bluetooth Headset Midnight Perfect Red. (Offizielles Bildmaterial - Quelle: Jawbone)
Jawbone ERA Bluetooth Headset Midnight Perfect Red. (Offizielles Bildmaterial - Quelle: Jawbone)
Jawbone ERA – Teil 1″

Design: Schon immer hat uns Männer das kleine Schwarze sofort gefesselt

Man braucht nur wenige Augenblick, um in den Bann gezogen zu werden. Das Headset ist optisch mit dem Mix aus glatten Flächen und aufregendem Muster ein echter Hingucker, überzeugt aber auch in der Verarbeitung auf voller Linie. Neben meinem Testmodell – das Midnight Perfect Red – bietet Jawbone mit dem Silver Lining Smoke, dem Smokescreen Hex Brown und dem Shadowbox Hex Black drei weitere Varianten an, die genauso toll aussehen, wie sie auch klingen. Mit lediglich 10,2 Gramm fällt es kaum ins Gewicht und mit Abmessungen von 51,3 x 14,5 x 24,1 mm (Länge x Breite x Höhe) trägt es auch nicht zu dick auf. So kommt es, dass man wohl auch in Zukunft Leuten über den Weg laufen wird, die scheinbar mit sich selbst reden. ;-)

Headset mit persönlicher Note: Was nicht passt, wird passend gemacht

Bevor ich mir unter den Ohrstöpseln das passende Paar suche und das Headset für den ersten Test über das mitgelieferte USB-Kabel aufladen, werfe ich einen Blick auf die Funktionen, die mir das Headset bietet, denn aus dem Talk-Button und dem On/Off-Schalter finden sich keine weiteren Knöpfe, die das ansprechende Design stören. Meine Vermutung: Im Inneren steckt das wahre Potential des Jawbone ERA:

image

Nachdem das Headset aufgeladen wurde, schalte ich es ein und paire es mit meinem iPhone. Alternativ kann man es auch mit mehreren Geräten gleichzeitig verbinden, was ich aber nicht getestet habe. Die Einrichtung der Bluetooth-Verbindung gelingt innerhalb weniger Sekunden und auch mit mehreren Geräten gleichzeitig. Mit den einstigen Headset aus der Flughafen-Geschichte hat es wenig gemein, ist das Jawbone ERA doch das erste Headset mit eingebautem Beschleunigungssensor und patentierter MotionX™-Technologie. Damit kann ich das ERA direkt aus der Verpackung nehmen und mit ShakeShake® in Paarungsmodus oder mit TapTap® zum Beantworten von Anrufen bringen. ShakeShake und TapTap? Viermaliges, leichtes Schütteln (ShakeShake) versetzt das Headset in den Pairing-Mode – also nichts für James Bond, der es lieber gerührt mag – und mit zweimaligem Tippen auf die Oberfläche (TapTap) nimmt man eingehende Anrufe entgegen. Was in der Theorie so einfach klingt, bedarf am Anfang ein paar Trainingseinheiten. Vielleicht sind die beiden Technologien noch nicht ganz ausgereift, aber womöglich genügt auch ein Update, welches, wie auch schon bei der JAMBOX, über die Online-MyTALK-Plattform möglich ist. Damit stehen zusätzlichen Funktionen für das ERA nichts mehr im Wege. Mit MyTALK können neue Apps heruntergeladen, neue Funktionen wie Anrufer-ID per Name, verschiedene Stimm- oder Sprachoptionen eingestellt werden. Außerdem kann man auch selbst das Jawbone ERA dazu programmieren, E-Mails und Textnachrichten mit der eigenen Stimme zu senden.


Stylische Optik, tolle Verarbeitung.
v.l.n.r.: Voice Activity Sensor (VAS), On/Off-Schalter, Ohrstöpsel
Der eingebaute wiederaufladbarer Li-Ion Polymer-Akku wird geladen.
Im Gegensatz zum Novero Lexington bedarf es beim Jawbone ERA keiner Ladeschale - USB-Kabel genügt.
Im Gegensatz zum Novero Lexington bedarf es beim Jawbone ERA keiner Ladeschale - USB-Kabel genügt.
Jawbone ERA – Teil 2″

Klang-Qualität: Schluß mit Rauschen und blechernen bzw. zu leisen Stimmen

Noch so tolle Zusatzfunktionen sind ja schön und gut, aber ein Headset muss sich vor allem an den eigentlichen Funktionen messen lassen. Für verbesserten Klang auch abseits des Telefons soll die NoiseAssasin®-3.0-Technologie sorgen, die für Geräusch- und Windunterdrückung zuständig ist. Tatsächlich ist es so, dass die Klangqualität gemessen am Novero Lexington wirklich um einiges besser, wenn man sich im stürmischen Großstadt-Dschungel oder am Flughafen befindet. Ursprünglich wurde NoiseAssasin® 3.0 für Panzerkommandanten und Helikopterpiloten entwickelt, um Hintergrundgeräusche besser auszublenden. Die Technologie passt außerdem automatisch die Lautstärke von eingehenden Anrufen und die Sprachverständlichkeit an die Umgebung an, sodass mich auch die Person besser versteht, mit der ich telefoniere. Unterstützt wird die Technologie durch den 10mm-Breitband-Lautsprechern, der im Inneren verbaut wurde. Dadurch wird nicht nur die Qualität der Telefonate besser, sondern auch Musik, der Ton von Videos oder der Routenplanung wird dank voller Bandbreite und HD-Qualitäts-Sound lebendiger.

Fazit: Ein nahezu perfektes und zudem schickes Headset

Aussehen ist nicht alles, denn auf die inneren Werte kommt es an, um sich von den gewöhnlichen Headsets abzuheben – und das gelingt dem Jawbone ERA eindrucksvoll. Während es mit seinem ausgesprochen schicken Design schon optisch ein echter Hingucker ist, hat das ERA auch innere Werte, die sich sehen, aber vor allem auch hören, lassen können. Die scheinbar perfekte Kombination macht aus dem Jawbone ERA ein einzigartiges Headset, das dank der MyTALK-Plattform auch nachträglich noch mit zusätzlichen Funktionen ausgestattet werden kann. Für den Preis von knapp 120 Euro sitzt das Headset sicher im Ohr, bietet eine ausgezeichnete Sprachqualität und mit Noise Assassin 3.0 einen tollen Geräusch-Filter.

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich aber dennoch: Warum nur musste man dem schicken, schwarzen Headset nur einen hässlichen, grauen KFZ-Adapter beilegen – auch das USB-Kabel ist grau. Ich bin froh, dass ich von Haus aus noch ein paar schwarze Kabel und einen schwarzen Belkin KFZ-Adapter rumliegen habe, sodass ich über diesen Punkt doch noch hinwegsehen kann. Alles im allem kann ich euch das Headset nur wärmstens empfehlen.

Wem die Optik nicht so zusagt wie mir, aber dennoch mit Style telefonieren möchte, kann ja einen Blick auf das Novero Lexington werfen, das allerdings fast doppelt so teuer ist. Außerdem muss man zum Laden auch mehr als nur ein einfaches Mikro-USB-Kabel mitführen. Durch die mitgelieferte Ladestation kann man allerdings das Headset jederzeit, unabhängig von USB-Schnittstelle oder Steckdose, mehrmals aufladen.

Die angegebene Akkuleistung des Jawbone ERA (bis zu 5,5 Stunden Sprechzeit und bis zu 10 Tage Standby-Zeit) ließ sich im Test nahezu bestätigen. Damit man auch weiß, wie lange man am Flughafen noch mit seinem „Honey“ telefonieren kann, bietet der Jawbone Akkumesser ein zusätzliches Icon auf dem iPhone, sodass ich neben der Akkulaufzeit meines iPhones auch die des ERA im Blick habe. Einzig der nette Hinweis der Stewardess, das Telefonieren doch zum Start des Flugzeugs einzustellen und alle elektronischen Geräte abzuschalten, ist noch ein Grund, nicht das Jawbone ERA mit Genuss zu benutzen.

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