Tests

Produkttest: Jabra Bluetooth-Stereo-Headset HALO



3
Zugeordnete Tags Headset | USB | Bluetooth | Skype | Messenger | Jabra
Bereiche

Ein Allround-Talent?
Passend zu meinem laufenden Test des Samsung S5230 Star, erhielt ich vor einigen Tagen aus dem Produktmanagement ein weiteres Testmuster. Das Jabra „HALO“ ist ein Stereo-taugliches Headset, dass über Bluetooth angesteuert wird und somit eigentlich ideal geeignet ist, um kabellos Musik zu hören, oder – für ein Headset typisch – Gespräche zu führen. In meinem Test unterzog ich das Gerät zwei Szenarien, einmal am bereits erwähnten Samsung Star, des weiteren am heimischen Mac über VoiP. Ohne zuviel verraten zu wollen, bei einem Szenario konnte mich das Jabra nicht wirklich komplett überzeugen, doch Stück für Stück…
Lieferumfang
Neben dem eigentlichen Headset, finden wir noch folgendes Zubehör mit im Karton:

  • Netz- Ladeteil (Mini-USB)
  • Mini-USB-3,5mm-Klinkenkabel
  • Mini-USB Kabel (sehr kurz)
  • Tasche

    Direkt vermissen tut man nichts, allerdings erschließt sich mir nicht wirklich der Sinn, des sehr kurzen Mini-USB-Kabels. Es ist anzunehmen, dass mit diesem das Headset am Rechner geladen werden kann, allerdings ist dann an einen gleichzeitigen Einsatz nicht zu denken, obwohl man grundsätzlich das Headset auch während des Ladevorgangs nutzen kann. Sehr löblich, mit dem beiliegenden Klinkenadapterkabel, kann das Jabra auch als normaler Kopfhörer für iPods und Co genutzt werden, allerdings braucht das Headset dann nach wie vor noch Strom, sprich muss etwas aufgeladen sein.

    Jabra HALO – Teil 1″

    Design und Funktion
    Das Jabra kann platzsparend zusammengeklappt und transportiert werden, in diesem Zustand wird ebenso kein Strom verschwendet, denn das Gerät schaltet sich ab. Erst wenn die Bügel aufgerichtet und eingerastet sind, erfolgt das automatische Anschalten des Headsets. Die Muscheln sind aufliegend und nicht umschließend, dies lässt das Jabra zwar sehr dünn und elegant erscheinen, führt jedoch an anderer Stelle zu einem Problem, doch dazu später mehr. Das Mikrofon befindet sich wohl, nicht sichtbar, unterhalb des rechten Ohrhörers. Ebenso finden wir auf der rechten Seite die Steuerelemente. Den Knopf für die Annahme von Gesprächen, respektive Start/Stopp-Fuktion beim Musikhören und die Sensoren für die Lautstärke, die zudem durch zweimaliges Tippen innerhalb einer Playlist einen Titel vor- oder zurückgehen. Hier der erste Kritikpunkt. Die Sensortasten lassen leider nur erahnen ob man die Lautstärke nun erhöht oder reduziert, denn die Reaktion entspricht der eines Dinosauriers, ein mechanisches Rädchen wäre mir wesentlich lieber gewesen. Die Verarbeitung kann indes überzeugen, sicherlich wir finden überall Plastik, doch dies in einem guten Zustand. Der Bügel hinterlässt einen Gummiartigen Eindruck. Gott sei Dank kommt das Headset ohne billiges Klavierlack-Imitat aus, wohin man schaut, eine funktionale und vor allem matte Oberfläche.

    Wie schon erwähnt, ist das Jabra-Headset eines von der unauffälligen Sorte, man(n) muss ja nicht immer wie ein „Ghetto-Kind“ in der Öffentlichkeit auftreten ;-). Im Gegenteil, das schlanke Erscheinungsbild passt auch durchaus zum Boss-Anzug, sprich es ist auch Business-kompatibel. Doch kommen wir nun zur eigentlichen Verwendung.

    Szenario Nummer 1: Am Mac
    Dank Fernbeziehung gehören Skype und Co für mich zum täglichen Umgang. Bis vor nicht allzu langer Zeit verwendete ich für meine Videocalls ein USB-Headset von Plantronics, mit dem ich sehr zufrieden war. Allerdings, aufgrund der eigenen Blödheit, entschärfte ich dies. Seitdem nutze ich Ohrhörer plus das interne Mikrofon meines MacBooks. Ein drahtloses Headset wie das Jabra kommt also wie gerufen für einen Test. Das Paring mit dem Mac ist schnell erledigt, es stehen zwei BT-Dienste im Anschluss zur Verfügung. Zu einem lässt sich das Jabra als Headset verwenden, zum anderen als reiner Kopfhörer. Leider lässt sich nicht wirklich „on the fly“ zwischen diesen Modi wechseln, was allerdings mehr ein Problem des Macs sein dürfte.

    Im Headset-Modus offenbart sich jedoch eine grundlegende Schwäche. Das Signal kommt nur in mono an, dazu noch sehr dumpf, praktisch wie bei einem Handy-Gspräch – kein Vergleich zu einem kabelgebundenen Headset. Aber auch das Mikrofon hält dem Vergleich nicht stand. Meine bessere Hälfte auf der anderen Seite der Leitung, beschwerte sich nachhaltig ebenso über ein dumpfes Signal. Hörte ich parallel noch Musik (was im Headset-Modus nicht wirklich zu empfehlen ist), konnte sie mich noch erheblich schlechter verstehen. Der Grund dürfte – wie schon angesprochen – darin liegen, dass das Mikro sich direkt unterhalb des rechten Ohrhörers befindet. Eine gänzlich unglückliche Position, zusammen mit den aufliegenden Ohrhörern findet also quasi keine Abschirmung statt. Halten wir fest, im Headset-Modus am Mac/PC macht das Jabra keine gute Figur.

    Doch werfen wir die Flinte nicht zu früh ins Korn. Der Stereo-Kopfhörer-Modus versöhnt mich wieder ein wenig. Für ein Bluetooth-Headset ist die Klangqualität ordentlich, erfreulich ist ebenso, dass sich iTunes wunderbar steuern lässt (Play/Pause/Vor/Zurück). Kleiner Tipp: Wer dennoch die kabellose Freiheit mit Skype ungestört genießen möchte, nutzt das Jabra im Kopfhörermodus und verlässt sich bei der Eingabe auf das interne Mikro des Mac, dann klappt es auch mit der Qualität.

    Jabra HALO – Teil 2″

    Szenario Nummer 2: Am Handy
    Sind wir ehrlich, Bluetooth-Headsets wurden von Anfang an mehr für den Gebrauch am Mobiltelefon entworfen. Ich nutze das Jabra nun mit dem Samsung S5230 Star. Die Verbindung ist auch hier fix aufgebaut, besonders gefiel mir die Bluetooth-Suche beim Star, ähnlich eines Radar-Schirmes. Nutzt man den eingebauten MP3-Player, erschallt die Musik automatisch in stereo, kommt ein Gespräch, wird einem dies auch über das Headset signalisiert. Über den Annahmeknopf hat man sein Gegenüber an der Strippe und kann sich unterhalten, die Musik wird indes auf stumm gestellt. Die Qualität ist hierfür zufriedenstellend, schließlich erwartet man im Mobilfunknetz keine klare Kommunikation wie sie bspw. Skype über den heimischen Rechner bietet. Ein kleiner Kritikpunkt existiert aber auch hier. Nach Beendigung des Gespräches wird die Musik nicht automatisch fortgesetzt, hierfür muss man diese am Handy wieder aktivieren.

    Fazit
    Das Jabra „HALO“ ist ein gutes Bluetooth-Headset, allerdings kein perfekter Allrounder. Als drahtloser Kopfhörer mag das Gerät sowohl am Handy, als auch am Rechner überzeugen. Indes als Headset nur am Mobiltelefon. Skype und Co sind leider nicht wirklich geeignet, da der Qualitätsverlust im Vergleich zu einem normalen, kabelgebundenen Headset zu groß ausfällt.

    RSS-Feed

    Werde Autor!

    Dieser Beitrag wurde von veröffentlicht.
    hat bereits 2433 Artikel geschrieben.
    Sei auch dabei: Werde jetzt Autor und teile dein Wissen!

  • 3 Kommentare

    1. Vyte schrieb am
      Bewertung:

      Es muss gesagt sein, dass bei einem Iphone bzw Ipod-touch die Musik nach erneutem drücken der „Annehm“-Taste, die Musik von alleine wieder startet. Warum dies beim Samsung Star nicht der Fall ist, weiß ich leider nicht.

      ich finde das headset für den Preis von ca 60€ „gut“. Es bietet viel Inhalt, hält lange und hat zudem noch eine Top Ton Qualität. Meines erachtens gibt es solch ein BT Headset bisher noch nicht.

      Einziger Kritikpunkt wäre das zu kurz geratene USB-kabel wie schon von euch angesprochen. Dennoch lässt sich dies für wenig Geld nachkaufen.

      Ich gebe dem Headset 5/5 Sternen ;)

    2. Jens Litzer schrieb am
      Bewertung:

      Nicht schlecht dieses Headset – das würde ich mir denke ich einmal auch noch zuelegen, vor allem da es anscheinend sehr viele tolle Möglichkeiten bietet, wie in dem Test beschrieben. Danke für die tolle Beschreibung. Ist nur die Frage ob das auch mit itube kompatibel ist, welches ich bislang habe und womit ich immer Musik höre?

    3. Benjamin Grüning schrieb am
      Bewertung:

      Hallo Jens Litzer,

      ich selber habe auch das Halo Headset und bin sehr sehr zufrieden damit. Vor allem, weil es schnell „verpackt“ ist und die Verbindung relativ schnell gefunden wird.

      Ich denke mal, dass „Halo“ auch mit iTube funktionieren sollte, da auch das Bluetooth Signal vorhanden ist. Ansonsten kaufen, testen und wenn es nicht funktioniert, wieder ordentlich zurück senden (innerhalb von 14 Tagen)

      Mit freundlichen Grüßen
      Benjamin Grüning

    Kommentieren

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    *

    *

    Ähnliche Beiträge

    VoIP-Softphone Jabra Evolve2 65 mit Bluetooth im Test

    Tests

    19.10.2020

     | Sebastian Kundisch

    Business-Headsets klingen schrecklich, weil sie entweder zu kleine Lautsprecher (sogenannte Treiber) besitzen, oder nur den Voice-Codec für Bluetooth-Übertragungen unterstützen. So kommt es, dass Business-Headsets und Voice-over-IP (VoIP)... mehr +

    Fresh 'n Rebel Clam ANC DGTL Over-Ear-Kopfhörer mit Bluetooth im Test

    Tests

    26.03.2020

     | Sebastian Kundisch

     | 1

    Steel Blue und Silky Sand heißen die zwei verfügbaren Farben, die für das Flaggschiff der Kopfhörer von Fresh ’n Rebel zur Auswahl stehen. Der geschlossene Over-Ear-Kopfhörer nennt sich Clam ANC DGTL und unterscheidet sich von seinem... mehr +