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Produkttest: HP Compaq Presario CQ56 - Teil 2



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Günstiges Notebook mit kleinen Schwächen
Nachdem ich die Ersteinrichtung und die Äußerlichkeiten des Presario nun zur Genüge beschrieben habe soll es heute einmal um die Leistungsfähigkeit des Systems gehen. Nicht ganz unproblematisch hat sich tatsächlich das Suse Linux herausgestellt, vor allem wenn es um Updates oder zusätzliche Hardwaretreiber geht. Mehrfach wurde mir vermeldet, dass es Schwierigkeiten mit den Abhängigkeiten gebe, wenn dies oder jenes Programmteil installiert werden soll. In der Regel hab ich versucht von der Installation dann Abstand zu nehmen, was aber auch immer bedeutet, die gewünschte Funktion nicht zur Verfügung zu haben.
Compaq nimmt dem User dankenswerterweise die Einrichtung der wichtigsten Codecs und Programme ab. Versucht man aber die Installation beispielsweise eines VLC-Client stellen sich schnell die ersten Hürden auf. Abgesehen von der Einbindung der normalen Suse-Repos wird dazu mindestens eine weitere Quelle benötigt, was man auch erstmal wissen muss. Eine ähnliche Erfahrung habe ich mit meinem TV-Stick gemacht, für den zwar eigentlich ein Treiber im System hinterlegt ist, der aber nicht richtig funktioniert.

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Benchmark von Notebookcheck.com

Ich könnte jetzt noch eine Weile auflisten, welche Schwierigkeiten im Einzelnen so aufgetreten sind, aber ich will es mal dabei belassen: der Umgang mit Suse ist eben nicht so einfach, wie der mit Ubuntu. Wie ich im Netz gelesen habe ist aber der Betrieb des Presario CQ56 unter Ubuntu ebenso unproblematisch. Lediglich der proprietäre ATi-Treiber müsse dazu herunter geladen werden, so die Aussage.
Empfehlenswert finde ich auch die Einbindung eines klassischen Hauptmenüs, das einen besseren Systemüberblick erlaubt. Etwas irritierend war dagegen der Umstand, dass sich bei Anpassung der Maussettings keine Änderung einstellte. Hier muss stattdessen die Konfigurationsoberfläche für das Touchpad benutzt werden.

HP Compaq CQ56-103EG – Teil 1″

Positiv aufgefallen ist mir, dass ein flashplayer bereits vorinstalliert ist, so dass Onlinevideos direkt wiedergegeben werden können. Hier habe ich zwar die Erfahrung gemacht, dass Filme grösser als 720p-Auflösung den Rechner allzusehr auslasten, aber auch das haben findige Bastler wohl schon hingekriegt. Da die Auflösung des Displays allerdings „nur“ 1366×768 Punkte beträgt stellt sich eh der Sinn eines solchen Vorhabens in Frage…1080p-Videos mit einer Auflösung von 1080×1920 Punkten müssen aufwändig wieder heruntergerechnet werden, was der Qualität sicher nicht grad zuträglich ist.
Leider habe ich aber weder den VLC noch den Linux-Player Totem dazu bewegen können, meine selbstgedrehten Videos abzuspielen, wozu ich dann den eigentlichen Audioplayer Banshee bewegen konnte.

HP Compaq CQ56-103EG – Teil 2″

Fazit:
Abgesehen von seinen Hardwareschwächen im Bereich der CPU (single core AMD V140) und der Anschlussmöglichkeiten stellt Compaqs Presario CQ56 ein solides Notebook dar, nur leider mit dem falschen Betriebssystem. Trotz des reinen Kunststoffkorpus sieht es recht schick aus und sollte nicht auf den ersten Blick als Billigheimer entlarvt werden können. Der glänzende Bildschirm, die extrem nervige Zusatztastenreihe links neben der Tastatur und das nur einzelne Finger erkennende Touchpad setzen dem Spass an der Maschine aber schnell eine Grenze. Für meinen Geschmack ist das Touchpad sogar etwas zu gross, weil so mehr „Mauskilometer“ gemacht werden müssen. Die Handballenauflage ist aber auch ziemlich gross, so dass wenigstens eine gute und angenehme Positionierung zum Schreiben eingenommen werden kann. Im Grossen und Ganzen kann man auch die Auswahl der Software loben, denn neben dem flashplayer findet sich eine ganze Reihe vollwertiger Programme auf dem System, wie z.B. OpenOffice, Firefox, E-Mail-Client, Pidgin-icq und vieles mehr.

HP Compaq CQ56-103EG – Teil 3″

Wer also auf Cardreader, HDMI-Ausgang, Bluetooth und ein Multitouchpad verzichten kann und unbedingt unter 300 Euro bleiben möchte, findet im Presario schon ein gutes Notebook. Preislich darunter finden sich nur noch schwächere Note- bzw Netbooks, so dass ich das Preis-Leistungsverhältnis schon als gut bezeichnen möchte.
Dass es aber auch für ein paar Euro mehr schon eine Ecke mehr Leistung und vor allem Ausstattung geben kann beweist dagegen das HP625 im nächsten Artikel. Ein höher auflösendes Display – ein Punkt der die Qualität noch deutlich steigern würde – ist allerdings nur für einen deutlich höheren Preis zu bekommen, weswegen ich diesen Kritikpunkt aussen vor lasse.

Hier findet man noch ein paar Windows-Benchmarks von Notebookcheck.com

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