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Produkttest: HP 625 (Modell: WS833EA) – Teil 1



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Zugeordnete Tags HP | Notebook | Presario | Compaq
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15-Zoller zum kleinen Preis…
Unter der Bezeichnung „HP 625“ findet sich eine ganze Latte unterschiedlicher Notebooksysteme, die aber allesamt mit AMD-CPUs ausgestattet werden. Für diesen Test habe ich das Modell WS833EA erhalten, welches jedoch bereits wieder abgekündigt. Weiterhin erhältlich sind jedoch ähnliche Systeme, auch im selben Preisrahmen von knapp über 300 Euro. Ähnlich dem letztlich vorgestellten Compaq Presario CQ56 zeichnet sich – wie schon erwähnt – auch das HP 625 durch einen recht geringen Preis für seine Klasse aus. „Seine Klasse“ bedeutet in dem Fall, dass die avisierte Zielgruppe nicht die preisbewussten Heimnutzer, sondern kleine und mittelständische Unternehmen sind. Im naheliegenden Vergleich der beiden Systeme, den ich in einem folgenden Artikel noch vertiefen werde, ist das HP Notebook dementsprechend etwas besser ausgestattet und gestaltet, als der Presario-Kandidat. Usus ist bei dieser Klasse beispielsweise ein HDMI-Ausgang und ein ExpressCard-Slot. Auch Bluetooth mit EDR-Unterstützung ist für den Preis von 329 Euro (Preis fürs vorliegende Modell, weitere zwischen 329 Euro und 465 Euro im Shop) schon inklusive, was eben auch eher ein „Business-User“ benötigt. Eine Auflistung der möglichen Tech-Specs, eine kleine Einschätzung meiner Wenigkeit und diverse Fotos bilden den ersten Teil. Im zweiten Teil wird es dann um einen Vergleich gehen, bei dem besonders das auf beiden Systemen verwendete Suse-Linux auf dem Prüfstand stehen wird.

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Technische Daten – Ein Überblick
Wie man am Übersichtsbild sieht, ist es nicht so leicht, einer Modellbezeichnung eine Ausstattungsvariante zuzuordnen, so dass man bei genauen Vorstellungen die Angebote einzeln prüfen muss. Andere Hersteller machen den Durchblick etwas leichter, ordnen Modellbezeichnungen nach einzelnen Prozessorserien oder herausstehenden Merkmalen, wie zum Beispiel der Displaygröße. Wie gesagt bedeutet HP 625 nur, dass es sich um ähnlich aussehende 13 und 15 Zoll Notebooks handelt, die mit einer CPU von AMD ausgestattet sind, welche beim vorliegenden Modell Athlon II Dual-Core P320 (2,1 GHz, 1 MB L2-Cache) heißt.

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Lieferumfang:

  • HP625 Notebook 15,6 Zoll
  • Li-Ion-Akku 47Wh
  • Netzteil, Netzanschlusskabel
  • Garantiekarte, Kurzbeschreibung
  • Handbuch-CD, Suse Linux Betriebssystem-DVD
    HP 625 – Teil 1″

    Die äußere Form ist sehr eckig, scharfe Kanten werden aber vermieden. Die Oberseite ist in einer anderen Farbe und mit einer anderen Oberflächenstruktur versehen, als der durchgehend schwarze (Kunststoff-)Korpus der Unterseite. Das feine, griffige Muster des Bildschirmdeckels ist eigentlich grau, scheint aus anderen Blickwinkeln aber so ein bisschen flieder-lila…na ja. Den nötigen Edel-Touch bekommt das Notebook dann noch von der spiegelnden Tastaturumrandung.

    HP 625 – Teil 2″

    Ein Leckerbissen ist allerdings die Serviceklappe auf der Unterseite des HP625: Dachte ich beim ersten Blick noch, es gäbe nur Gehäuseschrauben und gar keine zusätzlichen Öffnungen, stellte sich dagegen heraus, dass nahezu die ganze Bodenfläche eine einzige, abnehmbare Abdeckung darstellt. Der Zugang zu Festplatten, Arbeitsspeicher-Slots und Mini-PCIe-Modulen zwecks Auf- und Umrüstung ist also besonders einfach gehalten, ein dickes Lob dafür an HP.

    HP 625 – Teil 3″

    Die Ausstattungsmerkmale HDMI, ExpressCard-Slot und matter Bildschirm fallen wohl am ehesten positiv auf, allerdings scheint das Display nicht sehr verwindungssteif zu sein. Das Touchpad ist angenehm groß, genau wie die Tastatur. Dagegen könnten die Druckpunkte allgemein etwas besser sein, was auch für die Anordnung der einzelnen Tasten gilt. Dem allgemeinen Hype um die Chicklet-Keyboards mit den einzeln stehenden Tasten schließt sich HP zwar nicht an, was ich eigentlich OK finde, aber die linke und rechte Funktionstastenreihe sowie eine riesige Caps-Lock-Taste (wieso schafft man die eigentlich nicht ENDLICH mal ab?) machen dem User das Leben meiner Meinung nach unnötig schwer.

    HP 625 – Teil 4″

    Wie sich die Hardware und vor allem das Suse Linux 11 im Alltag so schlägt, dies steht natürlich als Nächstes auf dem Prüfstand. Ob die doppelkernige Athlon II P320-CPU obgleich ihres etwas älteren Entwicklungsstands besser ist, als der in Compaqs Presario CQ56 verbaute, einkernige Sempron V140-Prozessor – oder zumindest worin diese sich sonst noch so — ebenfalls.

    Vorläufiges Fazit:

    Pro:

  • Preis-/Ausstattungs-Verhältnis
  • großes, mattes Display
  • große Touchpadfläche
  • perfekte Serviceklappe

    Contra:

  • ungewöhnliche Tastaturbelegung

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  • 4 Kommentare

    1. Blub schrieb am
      Bewertung:

      Also groß ist der Bildschirm ja.
      Aber die Auflösung ist doch eher lächerlich. So viele Bildpunkte verteilen andere Hersteller inzwischen auf 13″ oder sogar 11,6″. Aus meiner Sicht also ein klarer Minuspunkt. Viel zu viel Gewicht (und geringere Akkulaufzeit) für wenig Platz auf dem Bildschirm.

      Und große Touchpads sehen ja nu auch anders aus. Das vom HP ist vielleicht knapp unter Durchschnitt…

    2. Matthias schrieb am
      Bewertung:

      na ja, jein… so Testberichte sind natürlich immer recht subjektiv, was ja wohl auch so sein soll.

      Das Touchpad am HP625 hat eine Grösse von 8,7×4,2cm, das des Compaq Presario hat 9,2×5,2cm und mein Edel-EeePC S101 hat eins mit 7×4,2cm…bei vielen Netbooks sind die sogar noch kleiner, 6x3cm oder weniger. Für mein Empfinden sind die 8,7×4,2 also sehr wohl angenehm gross. Ich finde den Zentimeter mehr in der Höhe am Compaq sogar schon fast zu viel, weil man eben weitere Wege macht und ob jetzt 8,7 breit oder 9,2….

      Auch beim Display kann ich Dir nur bedingt Recht geben, denn eine höhere Auflösung kann man zwar prinzipiell schon anmahnen…bei dem Preis aber eigentlich nicht erwarten.

    3. Blub schrieb am
      Bewertung:

      Naja, mir geht es eher um die Absolutaussagen.
      Ein „großes“ Touchpad ist das nicht. Das MBP hat z.B. 10,5×7,5 cm. Das ist groß. Was nicht heißen soll, dass es für die Preisklasse evtl. trotzdem ordentlich ist.

      Das man eine höhere Auflösung nicht erwarten kann, da gebe ich Dir Recht.
      15″ allerdings als „groß“ unter Pro zu verbuchen ist für mich nicht nachvollziehbar, wann man auf den 15″ nichts unterkriegt, das Gewicht trotzdem mit sich rumschleppt und die Hintergrundbeleuchtung einem den Akku leersaugt. Größe ist in diesem Fall aus meiner Sicht alles andere als ein Pluspunkt. Bei der gleichen Auflösung und 13″ könntest Du mich da schon eher überzeugen.

      Das ist die gleiche Augenwischerei wie in vielen M*-Markt Prospekten, wo einem ein „großer 15″ HD-Bildschirm“ angepriesen wird und am Ende heißt HD 720p, also so ziemlich die niedrigste Auflösung, die man noch in einem Nicht-Netbook kaufen kann.

    4. schlabber schrieb am
      Bewertung:

      Nicht jeder mag große Touchpads. Mich z.B. stören große Touchpads wie beim MacBook. Das ist mir dann beim Tippen im Weg, wenn ich meine Handballen auflege. Was mich am HP aber abschreckt, ist dass es nur einen Lautsprecher hat. Das sollte man auf jeden Fall noch erwähnen. Das ist für viele Käufer ein K.O.-Kriterium. Ich wollte den HP zuerst auch kaufen. Dann sah ich dass es nur 1 Lautsprecher hat und das Thema war für mich gestorben. Freilich, wer nur externe Boxen verwendet, dem kann das egal sein. Ich gehöre jedoch zu den Usern, die sich keinen externen Krempel zulegen möchten. Wenn ich aber ein wenig Musik über den Laptop höre, möchte ich wenigstens Stereo haben.

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