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Produkttest: Canon EOS 550D – Teil 1



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Ersteindruck und Vergleich mit der EOS 400D
Vor wenigen Wochen kaum Sven auf mich zu und fragte mich, ob ich nicht mal wieder Lust hätte, etwas für das CyberBloc zu testen. Genauer gesagt, sollte ich die – inzwischen nicht mehr ganz neue – Canon EOS 550D testen. Als stolzer Besitzer einer 400D mit ca. 2,5 Jahren und mehr als 18.000 Aufnahmen auf dem Buckel, sagte ich nicht nein, reizte mich doch der Vergleich und vor allem die neuen Funktionen. So zum Beispiel die Möglichkeit neben dem Festhalten der Augenblicke auf unbewegten, wenn auch nicht zwingend undynamischen, Bildern auch in Filmen. Die Canon EOS 550D bietet hier die HD-Movie-Funktion mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080. Wie oft stand ich zwischen den Wolkenkratzern New Yorks, an perfekten Surfspots auf Bali oder auf der Tribüne bei American-Football-Spielen und wünschte mir, den Moment als Bewegtbild festhalten zu können.
Da mir ein Testbericht zu einem einzigen Produkt immer ein wenig zu fad erschien, entschloss ich mich kurzerhand, zunächst die aktuelle Canon EOS 550D mit meiner drei Generationen älteren 400D zu vergleichen. Bevor ich hier die nackten Zahlen auf die Leser loslasse, sollten wir uns zunächst einen optischen Überblick über die beiden Modelle verschaffen – festgehalten mit meiner IXUS 80.

Canon EOS 550D – Teil 1″

Nimmt man beide Kameras in die Hände, fällt einem zunächst auf, dass die EOS 400D im Laufe der Zeit gewachsen ist. Da muss man gar nicht erst auf die angegebenen Maße schauen, um zu merken, dass die 550D etwas größer in den Abmessungen ist und somit auch anders in der Hand der liegt. Wenn man über 30 Monate lang permanent nur mit einem Modell in der Hand unterwegs ist, gewöhnt man sich daran und würde sein Modell auch im Dunkeln unter vielen anderen Kameras finden. Ebenfalls kann ich als Tester nicht allgemein beurteilen, ob sie besser in der Hand liegt oder nicht. Für mich war es zunächst schon eine etwas größere Umstellung und es hat etwas Zeit gebraucht, bis ich mich an die EOS 550D gewöhnt habe. Sagen kann ich aber, dass sie sicherer zu halten ist, da sie an den entsprechenden Stellen mit mehr Grip versehen wurde. Aber blicken wir doch genauer auf beide Modelle und die wichtigen Dinge des Lebens – die inneren Werte:

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Den Unterschied zwischen der Canon EOS 400D und der 550D ergibt sich logischerweise auch aus den knapp drei Jahren, die zwischen beiden Modellen liegt. Mit den wachsenden Megapixel (10,1 > 18,0) wächst folglich auch die Bildauflösung (3.888 x 2.592 Pixel > 5.184 x 3.456 Pixel). Verbaut wurde ein neuer, leistungsstärkerer Bildprozessor und ein größeres Display (2,5 Zoll > 3,0 Zoll), welches nun Live-View unterstützt. Ob ich diese Funktion beim Fotografieren nutzen werde, wage ich zu bezweifeln, da ich mir dann nicht mehr wie der Fotograf hinter einer Spiegelreflex fühle, sondern wie ein Tourist mit seiner Knipse. Da sich das Display weder ausklappen noch neigen lässt, scheint mir Live-View wenig sinnvoll, da ich mich dann auch etwas mehr, um wie gewohnt durch die Sucher zu schauen, verrenken kann. Für die Videofunktion ist es allerdings unabdingbar – sonst hätten wir wieder: Back to the roots – Videoaufnahmen durch den Sucher.

Canon EOS 550D – Teil 2″

Auffallend neben dem größeren Display ist die Neuanordnung und -gestaltung der Button auf der Rückseite, aber auch das im Vergleich zur 400D viel griffigere Modus-Wählrad. Es ragt wesentlich weiter aus dem Gehäuse heraus und verstellt sich auch nicht mehr ganz so leicht aus Versehen. Die Taste für die Videoaufnahme wurde links oberhalb des rechten Daumens platziert. Mir hätte es besser gefallen, wenn man die Aufzeichnung auf die gleiche Weise hätte starten und beenden können, wie man Fotos schießt. Menschen mit kleinen Händen bzw. kurzen Fingern könnte es schwer fallen, den Knopf bequem und ohne größeres Gewackel zu betätigen. An der Vorderseite oberhalb des EOS-Schriftzuges befindet sich eines der beiden im Gehäuse verbauten Mikrofone für die Tonaufnahme. Leider folgt mit diesem auch die deutlichen hörbaren Geräuschen vom Objektiv-Bildstabilisator, wenn man vergisst, diesen abzuschalten. Ansonsten machte der Ton bei den ersten Versuchen einen guten Eindruck, wenngleich für Videos oberhalb des YouTubes-Niveaus ein externes Mikrofon ratsam wäre.

Canon EOS 550D – Teil 3″

Die Video-Funktion der Canon EOS 550D bringt einen Mini-HDMI-Anschluss sowie eine 3,5-mm-Mini-Stereoklinke für das besagte externe Mikrofon mit sich, die sich ober- bzw. unterhalb von USB- und AV-Anschluss befinden. Auf der anderen Seite des Gehäuses befindet sich der Slot für SD-/SDHC- bzw. SDXC-Karten. Auch wenn man stets mit mehreren Karten unterwegs ist, möchte ich hier nicht von großen Gewichtseinsparungen im Gegensatz zu den CF-Karten in der 400D sprechen. Was neben den bereits oben erwähnten Unterschieden noch auffällt, ist der deutlich größere Akku, der folglich auch für mehr Aufnahmen reicht (ca. 400-440 statt 280-360).

Canon EOS 550D – Teil 4″

Mit diesen Bildern möchten ich auch schon den ersten Kurzeindruck zur Canon EOS 550D beenden. In gewohnter Qualität ist es Canon gelungen, eine ohnehin gute Spiegelreflex noch besser zu machen. Mit den technischen Features stieg für mich auch die Haptik und der Gesamteindruck. Letztes Wochenende war ich bereits mit beiden Gehäusen und meinen drei Objektiven bestückt rund um Schloss Moritzburg unterwegs. Bereits beim ersten Sichten der Aufnahmen wurde deutlich, dass auch die Bildqualität besser geworden ist. Doch dazu mehr im nächsten Teil meines Produkttestes.

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11 Kommentare

  1. LexX Noel schrieb am
    Bewertung:

    Bin ich gespannt was Du in puncto Akku-Laufzeit bei der Canon EOS 550D zu vermelden hast und natürlich auch in puncto HD-Aufnahme Funktion. Bilder interessieren mich auch, so vergleich zwischen den beiden Kameras.

  2. Eric schrieb am
    Bewertung:

    Wenn Dich interessiert wie toll das Bild einer solchen Cam ist,
    dann schau Dir mal das an, alles mit der 550er gedreht
    http://vimeo.com/11822706

  3. Ben Walther schrieb am
    Bewertung:

    @LexX Noel: Vergleichsbilder gibts im zweiten Teil des Tests.

  4. Bernd schrieb am
    Bewertung:

    Auf Schloss Moritzburg? Hihi. Da bin ich nächste Woche Dienstag auch.
    Auch mit der EOS 550D. Die hab ich jetzt seit ca. einer Woche hier und bin begeistert.
    Ich hatte vorher eine EOS 450D, welche auch schon sehr gut war.
    Aber an der EOS 550D reizte mich die Videofunktion, da ich mir sowas eben doch ab und zu gewünscht habe. Ein richtiger Camcorder würde bei mir nur rumliegen, da ich den zu wenig nutze. Aber die Videofunktion der EOS 550D kam wie gerufen.
    Was mich noch an der Kamera begeistert ist die automatische Vignettierung für Canon Objektive.
    Irgendwie wirken die die Bilder aus der EOS 550D auch schärfer und und besser, als die aus der EOS 450D. Das ist mein Eindruck.
    Ich bin rundum zufrieden mit der neuen Kamera.

  5. Florian schrieb am
    Bewertung:

    Interessanter wäre ein Vergleich zwischen einer 7D und der 550er gewesen…

  6. Bernd schrieb am
    Bewertung:

    @Florian:
    Die Zeitschrift “Spiegelreflex digital” hat die EOS 550D mit der 7D verglichen.
    Deren Fazit: Die 550D ist bei der Bildqualität ebenbürtig, sie löst sogar bei allen Empfindlichkeiten höher auf, als die 7D. Das liegt wohl an der offensiveren Detailaufbereitung, was aber nichts negatives ist.
    Auch beim Rauschen und der Dynamik schneidet die 550D etwas besser ab.

    Allerdings hat die 550D nicht die Qualität der 7D, was Verarbeitung und Ausstattung angeht.

  7. Ben Walther schrieb am
    Bewertung:

    @Florian: Dann müsste ich nochmal bei Kaule anfragen, ob er mir noch eine 7D zum Testen gibt. ;)

  8. Torsten schrieb am
    Bewertung:

    @Florian: Au ja – die 7D mit der 550D vergleichen…gibts dazu auch gratis Äpfel und Birnen für die Leser? ;-)

  9. Giesi schrieb am
    Bewertung:

    moin moin,
    Mal eine Frage machst du auch Bilder in der Serienfubktion oder bzw von sich schnell Bewegenden Objekten (z.B. schnell fahrende Autos). Ein Vergleich zur Nikon D90 wird es nichg geben? Die Spielen ja in der selben Liga…
    mfg

  10. Ben Walther schrieb am
    Bewertung:

    @Giesi: Ich werde schauen, ob ich über Pfingsten vielleicht noch dazu komme. Da ich mich aber dazu entschlossen habe, die 550D zu nehmen, könnte ich dies auch noch nachreichen. Eine Nikon D90 steht mir leider nicht zur Verfügung – oder Sven? ;)

  11. Johannes schrieb am
    Bewertung:

    Hab meinen letzten Kurzfilm mit der Canon 550d gedreht. Der Picture Style war auf Super Flat eingestellt und ich habe am Computer noch die Tonwerte bearbeitet.
    Das Video ist hier abzurufen:

    http://www.youtube.com/watch?v=qF7_zxs_Obs

    Ich glaub es ist ganz gut gelungen.

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