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Produkttest: ASUS UX31 Zenbook - Teil 2



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Ein Arbeitspferd der schönen Sorte
Der erste Teil meines Berichts über ASUS UX31 Ultrabook ist zwar schon einige Tage alt, meine positive Meinung über das System hat sich seither auch nicht geändert, doch es fehlt noch der offizielle Leistungsnachweis. Der Plattform an sich, also hauptsächlich die i7-2677M CPU im Bundle mit dem Intel HD 3000 Grafikchip, werden gewisse Stärken und Schwächen nachgesagt, die es zu überprüfen gilt. Vor allem im Vergleich mit anderen Testrechnern, die ich in der Vergangenheit so hatte, kann das Ultrabook glänzen, wenn auch nicht in allen Bereichen. Abschließend gibt es aber auch noch ein paar Worte zum Vergleich mit Apples Macbook Air und ein persönliches Fazit.
Sagen wir es gleich vorweg: mit dieser Plattform ist kein DirectX11 möglich, allerneueste Spiele oder andere grafisch aufwendige Darstellungen, die daraf bauen, werden mit den Ultrabooks also nicht erlebbar sein. Aber, hey, wofür gibt es die zweieinhalb tausend Euro Notebooks mit all dem Klimbim drin und dran? Die Ultrabooks haben halt ein anderes Konzept, hier steht mehr die Rechenleistung im Vordergrund, die zum Arbeiten benötigt wird. Die ersten beiden Screenshots zeigen zur Verdeutlichung die Ausgaben der Tools CPUz und GPUz, worauf unter anderem auch zu sehen ist, daß dem Grafikkern kein eigener VRAM zugeordnet ist; eine der Ursachen für die geringere Grafikpower.

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Die zur Verfügung stehende Arbeitskraft ist jedoch bereits im Sparmodus recht ordentlich, lässt sch durch Umschaltung in den High Performance Mode aber noch enorm steigern. Zur Verdeutlichung auch hier ein paar Screenshots, diesmal von den Ergebnissen mit den Test-Tools MaxxPI, Cinebench und WinRAR, bei dem noch in Single- und MultiCore-Tests unterschieden wird..

Ergebnisse Sparmodus

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Ergebnisse High Performance Modus

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Besonders die Testergebnisse des WinRAR-Benchmarktests zeigen, wo der Hammer hängt. Satte 2300 KB verarbeiten die 2 Kerne mit 4 Threads in der i7-CPU innerhalb einer Sekunde, womit sich das UX31 eindeutig in die Notebook-Oberklasse katapultiert. Wie groß die Unterschiede zwischen den Performance-Modi sind, kann man wohl am ehesten den Cinebench-Ergebnissen entnehmen: hier stehen 0,9 gegen 2,28 Punkte im CPU-Test, der OpenGL-Test bringt Ergebnisse von 3,7 bzw. 10,4 Punkten, was in etwa dem Dreifachen entspricht.

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Dass der Windows-Leistungsindex nicht die volle Wahrheit zeigt kann man auch am UX31 beobachten. Der Overall-Index ist mit 5,6 Punkten zwar nicht zu verachten, die eher durchschnittlichen Angaben von 5,9 Punkten für die Festplattenleistung können so aber eigentich nicht stimmen. Die deutlich langsameren HDD-Platten in meinen letzten Test-Notebooks, den Lenovo E525 Edge, wurden ebenfalls mit 5,9 bewertet, obwohl diese deutlich langsamer booteten oder aus dem Ruhezustand aufwachten. Diese Werte sind an ASUS Ultrabook mit jeweils knapp über 20 Sekunden jedenfalls deutlich besser, was nebenbei auch für den Datendurchsatz der SanDisk U100 SATAIII-SSD an sich gilt.

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Wem das nicht genügt, der greift womöglich auf eine externe Speicherlösung über den USB 3.0-Anschluß zurück, wenngleich sich auch der Durchsatz über den Cardreader (immerhin 30MB/s mit einer Class10-Karte) durchaus sehen lassen kann.

So weit, so gut, doch wie stehts nun mit dem Vergleich zum Macbook Air? Dieser Frage haben sich die Kollegen vom laptopmag intensiv gewidmet und -bei gleicher Ausstattung mit i5-Prozessoren – einen leichten Überhang beim Apple-System festgestellt. Zwar stellen sie es in ihren Grafiken etwas drastischer dar, als es sich wirklich verhält (eine Stunde mehr Akkulaufzeit entsprechen ja nicht doppelter Balkengröße in der Grafik…), aber man bekommt einen guten Eindruck von den Unterschieden. Speziell im Datendurchatz, aber auch in punkto Grafikleistung und Bootzeiten hat das Air die Nase vorn. Ob sich diese leichten Vorteile im Vergleich mit dem mir vorliegenden i7-Modell gänzlich in Luft auflösen würden, kann ich nicht hundertprozentig beurteilen; etwas näher beieinander wären die Benchmarkergebnisse wohl dennoch.

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Fazit:
Man sollte sich bei den Ultrabooks keinen Sand in die Augen streuen lassen: die einzigen, die an Apples Air auch nur anstinken können, sind die UX-Modelle von ASUS. Alle anderen, ob nun Acers S3, Lenovos U300 oder irgendein anderes Ultrabook, liegen in den Leistungswerten weit abgeschlagen hinter den ASUS-Modellen und Apples Air.

Kratz mich, beiß mich…ich bin ultra-robust…
Zum Vergleich der „Leader“ bin ich dann auch extra nochmal in den Apple-Shop unserer Stadt gewackelt und hab mir das Air in Natura angesehen, und da muss ich sagen: das UX ist eine ganze Ecke schöner! Das gebürstete Alu sieht erheblich besser aus, als die glatten Flächen des Air, unter denen man auch eine Plastikbauweise vermuten könnte. Das „metallene“ kommt bei ASUS Ultrabook eben eindeutiger und schöner zur Geltung, sieht dadurch außerdem ultrarobust aus; der große Rest ist wohl Geschmackssache. Man sieht aber, speziell im Vergleich, dass die flachsten Notebooks eben wenig Platz für viele Anschlüße haben.
Für meine persönlichen Ansprüche wäre das UX31 genau richtig und da ich zum Einen zu keiner Zeit auf irgendeine Leistung verzichen musste und mich zum Andern das Notebook nicht mit lauten Lüftern, nervigen Popups, lästigen Harddrive-Aussetzern oder umständlichen Bedienelementen geärgert hat, gibts ausnahmsweise mal 100 Punkte!

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5 Kommentare

  1. Technikfaultier schrieb am
    Bewertung:

    Ui, sehr schöner 2. Teil. Bestätigt auch voll und ganz meine Erfahrungen mit dem Teil. Das Äußere ist ganz klar Geschmacksache. Mir gefällt nämlich das MBA um einiges besser ;o)

  2. Tim schrieb am
    Bewertung:

    Leider stimmt die Windows Leistungseinstufung der Festplatte mit 5,9! Die SanDisk SSD liefert im Normalen Betrieb (nicht sequentielles Lesen/Schreiben!) eine unterirdirsche Performance.

  3. Udo schrieb am
    Bewertung:

    Bin von dem Zenbook immer mehr begeistert. Die Sandisk erreicht nach neustem Biosupdate im Windows-Leistungsindex der Festplatte 7,4…

  4. Matthias Schleif schrieb am
    Bewertung:

    Ja, tatsächlich, mit der SSD hab ich anfangs auch ein wenig gehadert…nach dem BIOS-Update und mit aktiviertem Schreibcache komm ich aber ebenfalls auf 7,4 Punkte im Windows-Test, mit dem „AS SSD Benchmark“, bzw dem Kopiertest darin kam die Disk auf knapp 70MB/s Übertragungsrate. Der normale Testdurchlauf ergab ca 170 Punkte.

    Die Werte an sich find ich in Ordnung, aber das Apple Macbook Air ist wohl noch ein zwei dutzend MB/s schneller, was sich auch bei den fps in Games als vorteilhaft erweist, jedenfalls laut laptopmag.

    Vielleicht einer der Vorteile eines proprietären Betriebssystems wie MacOS…

  5. Christoph Bach schrieb am
    Bewertung:

    Ich nutze den kleinen Bruder des Zenbook, das Asus UX21E und bin voll auf zufrieden. Die Bildhelligkeit ist wirklich klasse, so dass man unter freiem Himmel noch alles sehen kann. Klar sagen viele, dass eine Menge vom McBook Air abgeschaut ist, aber hey, besser gut kopiert als schlecht erfunden. Daumen hoch fürs Zenbook. :-)

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