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Produkttest: Acer Aspire 1830T – Teil 2



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Leistungen, Pro & Contra und Fazit
Das Acer Aspire 1830T im 11,6-Zoll-Format ist eins der ersten Modelle der besonders Stromsparenden, neuen Subnotebook-Serien, wie sie von diversen Herstellern für die kommenden Monate angekündigt oder bereits auf den Markt gebracht wurden. Nicht zuletzt der IBM-Nachfolger Lenovo hat mit seinem Ideapad U160 aktuell einen sehr ähnlichen Kandidaten in der Pipeline (siehe weitere Testberichte im Blog), der sich wie das getestete Acer-System durch den Einsatz einer der neuen Mobilprozessoren der iCore-UM-Reihe von Intel hervorhebt. Nach nunmehr rund zweiwöchiger Testphase kann ich das Aspire 1830T mit der i5-430UM CPU schon mal nahezu uneingeschränkt empfehlen (abschließender Artikel zum Lenovo und Direktvergleich beider Systeme folgen noch), wenngleich auch dieses einige Negativpunkte wie einen glänzenden Bildschirm und ein zu kleines Touchpad aufweist. Im Einzelnen lief das etwa so…
Harte Ware:
Beim ersten Auspacken dachte ich ja noch: „Was für ein Plastikbomber!“, aber das sehe ich mittlerweile nicht mehr so eng. Zwar sind alle Gehäuseteile tatsächlich aus Kunststoff gefertigt, aber diese passen sehr gut zusammen. Es gibt keine großen Spaltmasse, nichts klappert, rappelt oder steht unnötig weit hervor und die Handballenauflage bzw. der Bereich um die Tastatur sieht mit seiner metallenen Einfassung nochmals deutlich besser aus. Wie ich erwähnte ist das Touchpad leider nahezu ein No-Go, die Tastatur aber hervorragend und der Bildschirm eben glänzend. Im Gegensatz zu früheren Acer-Notebooks, die ich in der Vergangenheit so in der Hand hatte, ist die Qualität des Displays allerdings merklich gestiegen. Die Spiegelungen kommen durch eine recht starke Hintergrundbeleuchtung nicht wirklich zur Geltung, das Bild ist sehr scharf und klar und die Farben wirken angenehm natürlich.

Hier nochmals das Unboxing-Video aus dem ersten Teil:

Sicher, außer der CPU hat das AcerSubnote nur wenig Besonderheiten zu bieten und ist somit eher als mobiler Alltagsrechner zu bezeichnen, denn als Business- (oder gar Gaming-)maschine. Auch wenn die vorhandene Rechenpower der i5Core-430UM CPU mit bis zu 1,75GHz nebst 4 GB Arbeitsspeicher und 320 GB HDD für den Büroalltag locker ausreichen würde, fehlen ihm einfach ein paar Spezialitäten, die für den Business-User wohl unerlässlich wären, wie z.B. ein UMTS-Modem oder ein eSATA-Port zum Anschluss externer Festplatten. Standesgemäß befindet sich in dem Modell aber eine HD-fähige Grafikkarte (Intel GMA-HD on chip), die über einen VGA- und einen HDMI-Ausgang ihr Bildsignal ausgeben kann. Wie gut das System mit hochauflösenden Videos jedweder Art klarkommt hatte ich ja bereits im ersten Teil des Tests geschildert. Ein so angeschauter Film lässt sich mit dem aus dem Audioausgang gelieferten S/PDiF-Signal noch einmal eine Ecke angenehmer gestalten, denn die Qualität dieses Ausgangs ist wirklich sehr gut – übrigens auch an der normalen Stereoanlage. Schon lange hab ich meine Lieblingssongs nicht mehr so aufgedreht; bis in höchste Lautstärken empfand ich den Ton als klar und druckvoll, klasse. Die verbauten Laptop-Lautsprecher sind dagegen die üblichen Quäken bzw. Tröten – oder neudeutsch – Vuvuzelas. Was sich Acer außerdem dringend abgewöhnen sollte ist die Verwendung blauer LEDs, denn diese sind die Hellsten (nein, nicht die weißen…). Sollte Acer womöglich einen langfristigen Vertrag zum Kauf blauer LEDs abgeschlossen haben, wäre es schön wenn sie sie wenigstens besser verstecken oder mit deutlich weniger Strom versorgen würden, denn diverse Aufkleberchen mit durchscheinendem Blaulicht lassen das eigentlich recht schöne Design des Notebooks doch ziemlich leiden.

Acer Aspire 1830T – Teil 1″

Software & Leistung
Acer liefert neben dem Windows 7 Home Premium in der 64Bit-Version die übliche Backup- und Recovery-Software mit, ergänzt von zwei Programmen zur Verschlüsselung von Dateien und Ordnern sowie zur Verriegelung offener USB-Ports (Winlocker, Portlocker). Darüber hinaus kommen hauptsächlich ein Skype-Client sowie Testversionen von PowerDVD9 und McAffee-Antivirus zum Einsatz. Den ganzen „Microsoft-Krempel“ (Office 30-Tage-Version, Silverlight, .NET, etc. pp.) kriegt man natürlich auch noch hinterher geworfen. Unterste Schublade sind allerdings die mit eigens gestalteten Icons versehenen Direktlinks auf dem Desktop zum Acer-Shop, zur Acer-Gamezone und vor allem zu eBay! Hat man sich seine Arbeitsumgebung aber erst einmal vernünftig eingerichtet, ist vor allem die gefühlte Performance völlig in Ordnung. Auf dem Papier – respektive beim CPU-Test mit Cinebench – steht das System mit seinen 1,15 Punkten allerdings nicht besonders gut da.

In dem Bereich jedoch, in dem das Acer Aspire 1830T gut sein will, in dem ist es auch gut: Die Akkulaufzeit! Mit dem Batterymonitor kann man die Entladeleistung des Akkus genau verfolgen, was mich bei verschiedenen Settings zu interessanten Ergebnissen gebracht hat. Mit dem Bildschirm auf niedrigster Helligkeit, so dass man abends im Halbdunkel immer noch gut lesen kann, sowie ausgeschalteter Peripherie (WLAN, BT, WebCam) verbraucht das gesamte Notebook nicht mehr als 6 Watt, was für die eingesetzte 64Wh-Batterie eine Laufzeit von mehr als 10 Stunden bedeutet…ein ganzer Arbeitstag eben, und zwar ohne Pausen. Bei voller Auslastung aller möglichen Geräte (laufende Datenübertragung per WLAN, CPU im Testlauf, höchste Helligkeit, etc.) kommt die Verbrauchsanzeige zu keiner Zeit auf mehr als 25 Watt, was schon angesichts der Verlustleistung für die Temperaturentwicklung ziemlich wenig erscheint. Bei diesem Notebook kommt jedenfalls keine Hektik auf; teils musste ich mich sogar vom System daran erinnern lassen, dass es von Zeit zu Zeit auch mal an die Steckdose möchte. So ist es auf jeden Fall viel angenehmer, als alle 90 Minuten nach einer Stromquelle suchen zu müssen, um dann vier Stunden aufzuladen, wie es bei vielen älteren 15- oder 17-Zöllern häufig der Fall ist.

Acer Aspire 1830T – Teil 2″

Pro:

  • angenehmer Formfaktor, gute Verarbeitung
  • gute Audio- und Videoperformance
  • angenehmes Handling, gutes Display
  • sehr gute Akkuleistung
  • TV-Empfang (mit eigenem USB-Stick) per Windows Media Center sehr einfach möglich

    Contra:

  • bescheidenes Touchpad
  • WLAN ist bei Akkubetrieb jedesmal nach Neustart ausgeschaltet, sinnvoll aber nervig
  • unerwartet schwache Benchmarks
  • zu viel „Bulkware“, v.a. von Microsoft
  • etwas zu hoher Preis

    Fazit:
    Einer der Hauptnachteile des Acer Aspire 1830T in der vorliegenden Variante mit i5-430UM CPU ist sein Preis von fast 700 Euro. Gingen die Messebeobachter bei der Vorstellung des Systems, etwa während der CES (Las Vegas) im Januar oder auch der CeBit (Hannover) im März, noch von „etwa 500 Euro, entsprechend dem Preis von knapp 600 Dollar in den USA“ aus, muss man – zumindest solange die Modelle noch so frisch sind – nun doch knapp zwei Hunderter zusätzlich einrechnen. Und das liegt sicher nicht am „ach so doll“ gestiegenen Dollarwert der letzten Monate, sondern eher an der steigenden Nachfrage nach Stromsparenden Langlauf-Notebooks–im Fall des Aspire 1830T zu Recht, denn das System ist sein Geld sehr wohl wert. Man könnte vermuten, dass die damaligen Preisangaben für die kleineren, mit i3Core-UM Prozessoren ausgestatteten Modelle gemeint waren, was aber zum Beispiel ein Blick auf das entsprechende 1830T-Modell mit i3-330UM nicht bestätigen kann (649 Euro). Zum heutigen Allgemeinwissen gehört wiederum auch, dass Elektronik kein besonders gutes Anlagegut ist. Wer etwas Zeit und nur wenig Geld hat, sich dennoch für diese Art Rechner interessiert, sollte also vielleicht einfach noch ein wenig abwarten. Echte Käufer klicken HIER ;-).

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  • 10 Kommentare

    1. PeterG schrieb am
      Bewertung:

      Guter Bericht, zumal ich schon seit einiger Zeit zwischen den diversen Aspiranten wie 1810, jetzt eben 1830, U160, aber auch Travelmate 8172 schwanke. Für letzteres spricht vor allem das matte Display, der HDMI-Port des 1830 könnte gelegentlich aber auch nützlich sein. Preislich geben sich 1830 und 8172 wenig, deutlich günstiger ist halt das 1810. Der Anschaffungsdruck hält sich noch in Grenzen, erst zum Herbst wird es dringend. Also werde ich noch abwarten (Preisentwicklung) und vielleicht helfen weitere Test ähnlicher Geräte ja noch bei der Entscheidung (z. B. ein Vergleich des Travelmate 8172 :-)…).

    2. MichaelG schrieb am
      Bewertung:

      Könnten Sie bitte ein Wort zum Lüfter und dessen Lautstärke sagen. Dreht der Lüfter wie beim 3810T bei Netzbetrieb grundsätzlich eine Stufe höher? Den 3810T fand ich dann so laut, dass ich ihn zurück gegeben habe.

    3. Matthias schrieb am
      Bewertung:

      @peter…ein mattes display ist schon ein gutes argument…bzgl eines Vergleichs müsste man wohl Sven nochmal fragen

      @Michael…“Du“ is schon ok. Mir ist ein solches Verhalten beim 1830T nicht aufgefallen, der Lüfter verhält sich in beiden Modi gleich. Dass der Lüfter bei Dir immer angelaufen ist könnte aber damit zusammenhängen, dass das energieschema wechselt, wenn man den Netztstecker einsteckt. Vielleicht ist das eingestellte Schema für den Netzbetrieb zu energiehungrig eingestellt, versuchs doch mal testweise mit dem Energiesparmodus. Dazu kommt ja ausserdem eine gewisse Last für die Ladeelektronik, die bei Akkubetrieb nicht läuft. Auch USB-Geräte werden im Netzbetrieb über das Netzteil gespeist, was zusätzliche Last bedeuten kann…“laut“ empfand ich das Notebook aber zu keiner Zeit…vielleicht weil ich Stadtmensch bin

    4. MichaelG schrieb am
      Bewertung:

      Hallo Matthias,

      na, dann hat Acer offensichtlich etwas gelernt bzgl. Lüfter. Ich hätte noch dazu schreiben sollen, es war der 3810 mit dem SU9400. Wenn man’s weiß, findet man per Google schnell Mitleidende in der Welt, aber keine Lösung. Der 3810 war lauter als mein Quad Core Desktop PC. Daher habe ich das Notebook zurückgegeben.

    5. PeterG schrieb am
      Bewertung:

      Ich finde diese Gerätekategorie besonders interessant, weil sie Mobilität eines Netbooks mit deutlich besserer Leistung zu einem noch akzeptablen Preis verbindet (wobei ich ursprünglich auf das 1810 schielte, da sind 1830, U160 oder X8172 natürlich schon ein Stück weg…).
      Ein Vergleich mit der „Business“-Version Travelmate X 8172 wäre natürlich schon interessant, zumal sich das preislich mit dem 1830 etc. praktisch nichts gibt. Würde ich ja auch machen, aber mir fehlen die zu vergleichenden Geräte… schade übrigens, dass Samsung nichts Vergleichbares oder wenigstens ein aktuelles ~12″-Netbook anbietet. Die Netbooks sind recht gut und Samsung verbaut häufig mattes Displays; das N510 ist aber wirklich überholt.

    6. whtjim schrieb am
      Bewertung:

      Hi,

      wird beim 1830T über HDMI auch Sound ausgegeben? Oder geht das dann nur über SPDIF?

    7. Matthias schrieb am
      Bewertung:

      hm, hab den rechner nur kurz am HDMI-TV von nem Freund getestet, auf audio hab ich dabei nicht geachtet…im Handbuch zu dem Modell wird der HDMI-Anschluss aber als Audio- und Videoverbindung, beschrieben weswegen ich mal davon ausgehen würde, dass audio mit übertragen wird.

      Download Handbuch

    8. MichaelG schrieb am
      Bewertung:

      So, ich hab’s getan und habe mir das gute Stück gekauft. Es ist heute gekommen. Ein wirklich süsses und niedliches kleines Teil mit richtig Power. Ich habe eine vollkommene Win 7 Neuinstallation vorgenommen, also nicht die von ACER. Win 7 bringt recht wenig Treiber mit, man muss also die von ACER parat haben.

      Das Notebook macht einen rundum sehr wertigen Eindruck, ich bin tief beeindruckt, gefällt mir sehr gut. Auch das Thema Lüfter hat ACER vom im Griff (im Vergleich zum 3810T). Wenn das 1830 nichts tuend rum steht, hört man es schlicht gar nicht. Der Lüfter springt bei kleinen Tätigkeiten zwar sofort an, bleibt aber im sehr angehnem Rahmen. Erst wenn es richtig was zu gibt, kann der Lüfter auch lauter – aber das ist dann gerade der Pegel des 3810 im Leerlauf.

      Michael

    9. fabi schrieb am
      Bewertung:

      Für alle die ein eigenes Windows haben oder lieber Linux verwenden. Lizenz Cash-Back/Rückerstattung:
      Sehr geehrter Herr fabi,

      vielen Dank für Ihre Kontaktaufnahme mit ACER. Wir freuen uns, dass Sie sich für ein ACER-Produkt entschieden haben und geben Ihnen gerne Auskunft zu Ihrer Anfrage.

      Wir haben eine genaue Regelung für die Rückgabe von Windows Lizenzen, die auch Vista umfasst. Das Gerät muss zwingend auf Kosten des Versenders/Auftraggebers eingeschickt werden, und auch für den Rücktransport zahlt der Auftraggeber.

      Eine Rückgabe der Lizenz ist prinzipiell möglich, allerdings müssen dazu mehrere Voraussetzungen erfüllt worden sein:

      1.) Den Lizenzbedingungen die beim ersten Start angezeigt werden, darf der User nicht zustimmen

      2.) Das Gerät muss zu uns eingesendet werden. Das muss komplett erfolgen, inkl. der bereits erstellten Disks. Es Darf kein Duplikat des Betriebssystems in Ihrem Besitz bleiben.

      3.) Hier werden wir dann den Windows Lizenz-Aufkleber entfernen und die HDD komplett löschen.

      4.) Sie bekommen dann eine Gutschrift für die OEM Lizenz. (Diese wird im Rahmen von 30 – 50 Euro liegen.)

      Mit freundlichen Grüßen
      xx.xx

      ACER Computer GmbH

    10. fabi schrieb am
      Bewertung:

      Hi,
      ich habe halbwegs zügig von Acer 40€ (abzgl. Versand zu Acer) für Windows 7 64bit zurückerhalten. Finde ich OK, da wir eine Enterprise Version von win7 verwenden. Insgesamt war ich mein Notebook etwa 1,5 Wochen los.

      Noch etwas lesestoff zum Businessbruder 8172 gibt es hier:
      http://www.heise.de/mobil/artikel/Subnotebook-Acer-TravelMate-Timeline-X-8172-1068646.html

      Dort wird auch auf ein ct-Artikel (Ausgabe 16/2010) verwiesen… für alle die die Zeitung im Schrank liegen haben.

      Grüße

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