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PhotoFast i-FlashDrive 16 GB



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Zusatzspeicher für iPad, iPhone und iPod touch
Ein neuer iPod touch, ein neues iPhone oder iPad? Da sagt man nicht nein, aber welche Größe darf es sein? Uns stehen Größen von 8 bis 64 GB zur Auswahl, doch diese ist eine Qual. Mehr Speicher bedeutet mehr Geld, das investiert werden muss. Somit geben sich viele Kunden dann doch mit der kleineren Variante zufrieden. Später stellt man aber fest, dass das größere Modell doch besser gewesen wäre. Was tun? Am Einfachsten ist der Weg zu mehr Speicher über externe Lösungen. MicroSD-Karten-Slot oder USB-Schnittstelle besitzen die iOS-Geräte nicht, sodass der Zusatzspeicher per Dock-Connector seinen Anschluss findet. Letzte Woche erreichte mich der PhotoFast i-FlashDrive. Perfekt, soll es doch demnächst wieder für mehrere Wochen um die Welt gehen. Da braucht es schon viel Musik und noch mehr Videos zur Überbrückung der Reisen von einem Ort zum anderen.

Lieferumfang und Ersteindruck

Hält man die Verpackung in den Händen, denkt man, dass es sich beim PhotoFast i-FlashDrive um originales Apple-Zubehör handelt. Die Verpackung ähnelt in Form und Material der des iPod touch oder auch der Magic Mouse. Da das Produkt aus Taiwan kommt, dachte sich der deutsche Vertrieb: Überklebe ich doch mal die Vorder- und Rückseite. Nun gut, der deutsche Kunde ohne englische Sprachkenntnis wird es danken, aber hochwertig und vertrauenserweckend wirkt die Verpackung dadurch allerdings nicht mehr. Im Lieferumfang selber befindet sich dann auch nur der i-FlashDrive inklusive zweier Schutzhüllen für USB-Anschluss und Dock-Connector sowie eine kurze Bedienungsanleitung. Das Gerät an sich ist mit USB-Anschluss und Dock-Connector-Schnittstelle etwa halb so lang wie mein iPhone 4. Ist es am iPad 2 angeschlossen, finde ich es für das Halten im Landscape-Modus gar nicht mal so unpraktisch, da ich schön meine Hand unter dem i-FlashDrive platzieren und so das iPad gut halten kann.

Technische Daten und Systemvoraussetzungen

Kapazität: 16 GB
Kompatibel zu: „iPhone 4S ( ab iOS 5) / iPhone 4 / iPhone 3GS (ab iOS 5), iPad 2 / iPad / iPodTouch 4.Generation / iPodTouch 3.Generation (ab iOS 5), iOS 4.0 und neuer / OS X / Win XP / Win Vista / Win 7 / Linux“
Systemanforderungen: Kostenlose App aus dem AppStore für iOS
Transferraten: USB 10 MB/s, iDevice 100 KB/s (bedingt durch Apple-Limitierung)
Abmessungen: 35,4 x 10,4 x 67,5 mm
Gewicht: 58 g

Alle Fehler des Aufklebers habe ich nicht übernommen, aber schon die Angaben zur Kompatibilität werfen Fragen auf. Leider ist auf all meinen iOS-Geräten bereits iOS 5 installiert, sodass ich nicht prüfen konnte, ob es auch mit iOS 4 funktioniert. Trotzdem sollte man es als deutscher Vertrieb auf die Reihe bekommen, iPod touch ebenso richtig zu schreiben, wie unnötige Leerzeichen wegzulassen.

PhotoFast i-FlashDrive“

Bist du zu langsam, hast du einfach keine Chance

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Da der PhotoFast i-FlashDrive recht breit ist, passt er nicht an den USB-Anschluss auf der linken Seite meines MacBook Pro, jedenfalls solange ich den Rechner mit Strom versorge. Also gilt es, die Fronten zu wechseln und den Zusatzspeicher rechts anzuschließen. Gesagt, getan und so kopiere ich drei Musikdateien, einen Film und ein paar Fotos auf den i-FlashDrive. Und schon zeigt sich die große Schwäche des Zubehör-Produktes: die Schnelligkeit. Es ist doch wie in der Formel 1. Bist du zu langsam, hast du keine Chance und so dauerte es beim Übertragen des iTunes-HD-Filmes My Big Fat Greek Summer (HD).m4v über 17 Minuten, bis der Film endlich seinen Weg gefunden hatte. Zugegeben, mit 3,79 GB ist er nicht klein, aber er nimmt doch auch nur gut 25 Prozent der 16 GB, die auf dem Stick verfügbar sind, ein. Soll ich wirklich eine Stunde warten, bis der Stick für den Urlaub mit 16 GB an Daten gefüllt ist? Nein. Zum Vergleich dient mein Kingston DataTraveler DT101 G2 USB-Stick, ebenfalls mit 16 GB. Dieser durfte bereits im Test der Victorinox USB-Stick zeigen, was in ihm steckt. Den Geschwindigkeitsunterschied zum i-FlashDrive seht ihr in der Grafik. Ich würde behaupten, dass Trägheit einen neuen Namen gefunden hat.

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Transfer von My Big Fat Greek Summer (HD).m4v mit einer Größe von 3,79 GB

PhotoFast i-FlashDrive 16 GB: 17:44.8 Minuten

Kingston DataTraveler DT101 G2 16 GB: 5:54,1 Minuten

Bedienung der App: Gut, aber nicht gut genug. Zu langsam auf jeden Fall.

Um das i-FlashDrive am iPad, iPod touch oder dem iPhone zu nutzen, muss man sich im AppStore die passende i-FlashDrive-App herunterladen. Da diese gratis ist, kommen keine weitere Kosten auf den Nutzer zu. Vorsicht ist trotzdem geboten, gibt es noch eine iFlashDrive-HD-App, die mit 79,99 Euro zu Buche schlägt, allerdings nur für die HD-Versionen des Sticks notwendig ist.

PhotoFast i-FlashDrive“

Die App selber ist sehr übersichtlich aufgebaut und bietet, neben einer Backup-Funktion für die Kontakte, den Zugriff auf den Speicher und auf meine Dropbox. Bei der Ordnerübersicht stehen zwei zur Auswahl: interner und externer Speicher. Letzterer ist für die Inhalte, die ich zuvor per USB auf den Stick übertragen habe. Je nachdem, ob ich alle Dateien einfach auf den Stick kopiert oder in Ordnern abgelegt habe, erscheinen sie auch in der App. Es erfolgt keine Sortierung nach Medium und so verliert sich mein Film zwischen den MP3s und später auch den neu hinzugekommen Bildern.

War der PhotoFast i-FlashDrive schon beim Kopieren der Daten vom Mac aus schon nicht der Schnellste, sollte es auch hier nicht überraschen, dass er für das Laden eines 6 MB großen Bildes knapp 52,7 Sekunden benötigt. Wie von Apple gewohnt, wischt man mit den Fingern über das Display, doch nichts passiert. Kein Wunder, muss man in der App noch altmodisch auf Buttons ausweichen, um zum nächsten Bild zu gelangen. Da dieses wiederum aus dem externen Speicher geholt und in den internen Speicher gelegt werden muss, dauert es wieder eine knappe Minute, bevor ich das Bild zu sehen bekomme. Warum nur? Was hat die Entwickler geritten? So gebe ich den Foto-Test bereits nach zwei Bildern enttäuscht auf und gehe zur Musik über.

Überraschenderweise benötigt die App gerade einmal drei Sekunden, um Coming home von Skylar Grey zu laden. Wie kann das nur sein? Aufmerksam verfolge ich das Geschehen auf dem Display und sehe, dass die App den Rest des Liedes lädt, ungefähr so, wie wir es von YouTube im Nicht-HighSpeed-Netzwerk gewohnt sind. Was bei Skylar Grey noch funktioniert, stößt bei Nena an seine Grenzen. Vielleicht mag die App die Musik nicht und springt nach drei Sekunden zum nächsten Song. Ein Dutzend Mal habe ich es probiert, bevor ich auch hier den Test abbreche. Auch die Bedienung überzeugt nicht. Die Anzeige für die Position im Song springt aufgeregt von links nach rechts und wieder zurück. Ein manuelles Navigieren zur gewünschten Position ist gar nicht möglich. Ob es beim Film besser läuft?

Nachdem es bekanntlich fast 18 Minuten gedauert, bis der Film auf den Stick war, wollte ich wissen, wie schnell – oder langsam – die App ist, um die Vorführung beginnen zu lassen. Nach 15 Minuten gab ich den Test allerdings völlig entnervt auf, da mir die Anzeige vermittelte, dass lediglich ca. drei Prozent des Filmes geladen wurden. Das ist doch wohl ein schlechter Scherz, oder?

Ein entnervter Tester und die Frage nach dem Warum

Die Grundidee ist gut, aber sie ist verdammt schlecht umgesetzt. Im Zeitalter von USB3.0, Firewire, eSATA und Thunderbolt, mag man schon kaum noch ein Gerät an einen USB2.0-Port anschließen. Wenn es dann aber auch noch so ungewöhnlich lange dauert, verliert man einfach die Lust und die Nerven. Von Herstellerseite schiebt man den schwarzen Peter zu Apple. Dies würde aber nur erklären, warum das Öffnen von Inhalten auf dem iOS-Device so lange dauert, nicht, warum das Kopieren vom Rechner auf den Stick dreimal so lang benötigt wie das Kopieren auf einen Kingston-USB-Stick.

Die von mir getestete 16-GB-Variante kostet bei Cyberport aktuell 89,90 Euro. 8 GB gibt es für 74,90 Euro und 32 GB für 144,90 Euro. Stolze Preise bei denen man sich meiner Meinung lieber ein iPhone, iPad oder iPod touch mit mehr Speicherplatz zulegen sollte. Lieber mehr Geld bei der Anschaffung ausgeben, anstatt später feststellen zu müssen, dass man am falschen Ende gespart hat.

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